Alexa selbstgemacht: Amazon erlaubt Portierung auf Raspberry Pi

Amazon Echo auf RaspBerry Pi 2
Geschrieben von tobias
ssmaart-Haus

Amazon bietet interessierten Tüftlern ab sofort die Möglichkeit, den hauseigenen Sprachassistenten Alexa auch auf dem Raspberry Pi zu nutzen – und zwar ganz ohne Amazons Echo-Box.

Bisher verfolgte der Online-Händler Amazon eine durchaus als “rigide” zu bezeichnende Verkaufsstrategie, zumindest wenn es um die eigenen Produkte ging. Nicht selten wurden Konkurrenzprodukte wie beispielsweise das Apple TV aus dem Sortiment genommen, um eigene Produkte wie das Fire TV besser positionieren zu können. Umso erstaunlicher erscheint nun die Möglichkeit, auch ohne Amazon Echo-Box den Sprachassistent Alexa offiziell auf ein Rasberry Pi portieren zu dürfen.

Musikwiedergabe, Wetterbericht oder Sportergebnisse? Ähnlich wie “Okay Google” oder “Hey Siri” funktioniert auch Amazons Sprachassistent auf den einfachen Zuruf des Anwenders. In den USA bietet Amazon den hauseigenen Sprachassistent Alexa auf der Echo-Box sowie unter anderem auf den beiden Lautsprechern “Echo Dot” und “Echo Tap” an. Die Lautsprecher sind erst kürzlich auf dem amerikanischen Markt erschienen. Ende des Jahres werden sie auch auf dem deutschen Markt erwartet.

Zudem erkämpft Amazons Echo auch im Smart Home bereits erste Anteile. Mittlerweile gehören Geräte u.a. von Smartthings, Belkin Wemo oder auch Philips Hue zu der Liste der unterstützen Geräte. Durch die legale Portierung könnte Alexa auch hierzulande als Sprachsteuerung im smarten Zuhause durchaus interessant werden.

Raspberry Pi Alexa

Schritt für Schritt: Raspberry Pi mit Alexa Bild @ amazon

Auf der Entwicklerplattform GitHub hat der Händlerriese nun eine detaillierte und gut bebilderte Bau- und Installationsanleitung veröffentlicht, mit der man ganz offiziell Echo auf dem Raspberry Pi nutzen kann. Software sowie Amazon-Links zu allen nötigen Bauteilen inklusive.

Für die Portierung braucht ihr ein Raspberry Pi 2 (Model B) bzw. Raspberry Pi 3 sowie ein USB-Mikrofon – Rechner mit Netzwerkkabel oder WLAN-Adapter und MicroSD-Karte mit vorinstalliertem NOOBS sowie natürlich Grundkenntnisse im Programmieren vorausgesetzt.

Titelbild @ Amazon

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tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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