Google Assistant öffnet API für den Sprachassistenten Google Home

Geschrieben von tobias
smaart-Haus

Nachdem Amazon und selbst Microsoft bereits im letzten Jahr schon ihre jeweiligen Sprachassistenten für Drittanbieter offenlegten, zieht Google Assistant nun mit einer eigenen Schnittstelle nach. Im Google Developers Blog heißt es, dass Entwickler nun eigene Erweiterungen, sogenannte Google Conversation Actions bauen können – derzeit allerdings ausschließlich für Google Home. Wird das reichen, um sich noch entscheidend auf dem Markt zu positionieren?

Google Conversation Actions jetzt verfügbar

Als Alphabet, seines Zeichens Mutterkonzern von Google, im September diesen Jahres den Experten für Conversational User Interfaces API.ai übernahm, war bereits klar, dass damit mittelfristig auch der eigene Sprachassistent gestärkt werden sollte. Mit der nun zugänglich gemachten Schnittstelle für Google Assistant, taucht auch das Werkzeug des kürzlich übernommenen Dienstes nun unter Google-Flagge wieder auf.

google_assist_01Im Unterschied zu beispielsweise den ca. 4000 Amazon Alexa-Skills (in den USA), soll die Entwicklung von Googles Conversation Actions sodenn auch ganz einfach per Sprachbefehl erfolgen können. Hierfür greift man unter anderem auch auf die Technologie von API.ai sowie dessen Chatbot zurück. So soll es angeblich ausreichen, einen Befehl im Stil von “Ok Google, talk to Number Genie” oder “Ok Google, talk to Eliza for the classic 1960s AI exercise” ausreichen, so Jason Douglas – Projektmanager “Actions on Google”.

Derzeit ist die Öffnung der Schnittstelle recht limitiert und beschränkt sich ausschließlich auf den smarten Lautsprecher Google Home – und damit auf den englischsprachigen Raum. Die Öffnung des Allo-Messengers sowie des Google Pixel Smartphones sollen indes bald folgen. Auch sind derzeit keine Actions möglich, die Käufe oder Abbuchungen beinhalten.

Konkurrenz belebt das Geschäft – zu spät?

google-conversational-actionsEs braucht keine Kristallkugel, um die Gründe für die vor kurzem erst angekündigte Öffnung der Schnittstelle zu erraten. Umso verwunderlicher, dass dies erst jetzt geschieht, nachdem Amazon bereits sehr früh schon auf Drittanbieter und Entwickler für seine Alexa-Plattform gesetzt hat. Selbst Microsofts Sprachassistent Cortana verfügt bereits über eine offene Schnittstelle.

Conversation Actions sind für Google Assistant wahrscheinlich genau das, was es gebraucht hat, um ihn im Konkurrenzkampf vor allem gegen Amazon aufzuwerten. Ob Google indes wirklich noch eine Gefahr darzustellen vermag, scheint zumindest fragwürdig. Auch die Monetarisierung von Google Assistant scheint wesentlich kleinteiliger und damit risikoreicher zu sein als die von Amazons Alexa. Da es aber derzeit den deutschen Markt ohnehin noch nicht betrifft, bleibt uns mal wieder nichts anderes zu tun als abzuwarten.

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tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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