Connected Home over IP: Erste Produkte könnten noch dieses Jahr kommen

Geschrieben von Marcus
smaart-Haus

Ende 2019 haben sich viele bekannte Unternehmen zum Smart-Home-Projekt Connected Home over IP (CHIP) zusammengetan. Dazu zählen neben Größen wie Amazon, Apple und Google auch mehr als 170 weitere Unternehmen. Das Ziel ist es, die Fragmentierung im Smart Home zu reduzieren und Kompatibilität verschiedener Systeme und Produkte zu verbessern.

Wie The Verge nun berichtet, könnten wir nun schon bald die ersten Ergebnisse des neuen Verbundes zu sehen bekommen. So soll dem Bericht zufolge die Zertifizierung erster Geräte noch in diesem Jahr starten. Dies könnte bedeuten, dass wir gegen Ende des Jahres eventuell bereits die ersten Produkte mit CHIP im Handel wiederfinden. Ursprünglich sollten die ersten Geräte sogar schon im vergangenen Jahr vorgestellt werden. Dies hat die Corona-Krise allerdings verzögert.

CHIP selbst basiert auf drei Säulen. Für die Einrichtung soll Bluetooth LE zum Einsatz kommen. Wi-Fi wird für die Datenübertragung von hohen Datenmengen eingesetzt. Und das neue Thread soll für Sensoren und Co genutzt werden, bei denen wenig Bandbreite erforderlich ist. Auch bereits erhältliche Geräte können via Firmware-Updates mit CHIP kompatibel werden.

Bleibt abzuwarten, wie sich CHIP dann wirklich am Markt etablieren kann. Die Voraussetzungen aufgrund der teilnehmenden Unternehmen sind sicherlich ganz gut. Mit etwas Pech haben wir am Ende aber nicht einen aufgeräumteren und einheitlicheren Smart-Home-Markt, sondern nur noch einen weiteren Standard mehr…

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Marcus

Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

1 Kommentar

  • Ich denke, es wird tatsächlich so sein, dass wir einen Standard mehr haben. Aber wenn der dafür sorgt, dass die Geräte verschiedener Hersteller zusammenarbeiten können, ähnlich wie bei HomeKit oder OpenHAB, wäre es ein Fortschritt. Letztendlich kommt es nachher auf die Umsetzung der Software für die Bedienung an.
    Es werden sich da die meisten Nutzer versammeln, wo es einfach, komfortabel und idealerweise auch noch sicher ist.
    Komplexere Lösungen werden dann wieder nur noch von „Nerds“ genutzt werden.
    Ich als HomeKit-Nutzer wünsche mir nur 2 Sachen:
    1. mehr nativ kompatible Geräte und
    2. HomeKit selbst muss alle Features bekommen, die die einzelnen Hersteller-Apps drauf haben, damit ich mir wirklich meine Lieblingsapp aussuchen und die Herstellerapps ggf. entfernen kann.

    Wenn CHiP das ermöglichen kann, wird es sich auch durchsetzen.

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