“Conrad Connect”: Tekkie-Experte Conrad betritt das Smart Home

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Geschrieben von tobias
ssmaart-Haus

Der bekannte Elektronik-Versandhändler Conrad hat eine eigene Online-Plattform geschaffen, über die Smart Home Geräte herstellerübergreifend vernetzt und gesteuert werden können. “Conrad Connect” heißt der Dienst, der ab sofort im kostenfreien Beta-Test läuft.

Conrad Connect: eine herstellerübergreifende Plattform

Die vielleicht wichtigste Nachricht vorweg: mit Conrad Connect betritt nicht noch ein weiterer Smart Home Standard die Bühne. Man setzt ganz bewusst auf die bereits vorhandene Infrastruktur seitens der Anwender wie z.B. Lampen von Osram oder Wetterstationen von Netatmo.

Darüber hinaus stehen auf der Liste der unterstützten Geräte weitere Hersteller wie Withings (kürzlich von Nokia gekauft), Fitbit, Smappee sowie MyFox, Relayr und LifX. Weitere werden sicherlich bald folgen.

Das “Wenn, dann”-Prinzip

Conrad Connect arbeitet mit dem bekannten Ifttt-Prinzip, also “Wenn, dann”. Derart können im Grunde alle im Smart Home befindlichen bzw. unterstützten Geräte miteinander vernetzt werden. Noch ist man allerdings von der Fülle der Möglichkeiten der Ifttt-Plattform weit entfernt.

In der Praxis sieht es derzeit so aus: Auf dem Dashboard mit dem Regeleditor einfach per drag and drop zusammen schieben, entsprechende Regel formulieren, fertig. Das sollte auch Einsteigern schnell von der Hand gehen.

So können also zum Beispiel miteinander vernetzte LED-Lampen an das Lüften erinnern: Stellt ein Raumsensor z.B. einen erhöhten CO2-Wert fest, könnte das Licht auf rot wechseln und damit das Signal zum Lüften geben. Auch präzisere Szenarios sind Dank des herstellerübergreifenden Prinzips möglich: So könnte das System zum Beispiel nur dann vor schlechter Luft warnen, wenn tatsächlich jemand anwesend ist – also nur innerhalb der Büro-Öffnungszeiten oder wenn es länger als eine Stunde still im Raum ist.

Conrad Connect fungiert hier wie eine Art Übersetzer, der alle Geräte und deren Einstellungen als sogenannte widgets auf zwei unterschiedlich konfigurierbaren Dashboards bündelt und überwacht.

“Durch die intelligente Vernetzung wachsen die „Dinge“ über ihren alltäglichen Gebrauchswert hinaus und bieten völlig neue Möglichkeiten. Es gibt heute bereits eine Anzahl von Produkten, die die grundsätzlichen Vorrausetzungen dafür mitbringen, jedoch innerhalb der eigenen Produktfamilie „gefangen“ sind”

Kostenfrei anmelden auf Conrad Connect

Interessenten können sich auf der Webseite conradconnect.de kostenfrei für den Betatest registrieren lassen und den Dienst nach Tekkie-Laune durchprobieren. Alle dabei erhobenen Daten werden ausschließlich auf deutschen Servern gespeichert, heißt es.

Da Conrad Connect sich derzeit noch in der ersten Betaphase befindet, können immer wieder mal kleinere Fehler und glitches auftauchen. Je mehr man davon jedoch findet, desto besser wird der Diensts langfristig werden.

Aufbau und Umsetzung der Plattform sowie die Tatsache, dass sie für den Anwender derzeit noch komplett kostenfrei ist, macht es zu einer hochinteressanten Plattform.

Ein kurzes Imagevideo dazu, findest du hier.[icons icon=”icon-youtube” color=”#dd3333″ size=”18″]

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

1 Kommentar

  • Soweit ich sehe ist das nur im Netz verfügbar und Arbeit nicht mit z.b. Z-Wave Geräten, da nur im Netz. Ist also nur etwas für Leute die alles ausserhalb ihrer 4 Wände haben möchten. Keine Eigenkontrolle und nur Anbieter die eh schon Daten sammeln. Da nutze ich lieber weiter openHab bis ich auf Home Assistant umsteigen kann. Beides Open Source Lösungen die Frei Nutzbar sind und bessere Möglichkeiten zum Datenschutz liefern.

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