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IFA2016: Dyson stellt 360 Eye Saugroboter vor

YESLY Smart Home
by tobias27. August 2016

Vor zwei Jahren bereits auf der IFA vorgestellt, hat die Firma Dyson ihren Roboterstaubsauger mit Rundumsicht und WLAN nun endlich auch für den deutschen Markt angekündigt. Ab Oktober soll der Dyson 360 Eye bei uns im Handel erhältlich sein.

Ob er nach 16 Jahren Entwicklungszeit aber im Vergleich zu anderen Modellen bestehen kann – trotz des hohen Anschaffungspreises?

Dyson 360 Eye: Der Blick auf die Technik

Dyson 360 Eye Bodenansicht mit Düse (c) dyson.com

Bodenansicht mit Düse (c) dyson.com

Angetrieben von einem Dyson Motor V2 mit patentierter Zyklonentechnologie zur effektiveren Trennung von Staub und Schmutz, verfügt der Saugroboter über eine angeblich doppelt so starke Saugkraft wie seine Konkurrenten. Speziell für den neuen Saugroboter wurde der Motor zwar miniaturisiert, erzeugt aber dank digitaler Pulstechnologie bis zu 78.000 Umdrehungen pro Minuten. Ganz wie bei seinen großen Pendants wird die Luft zentrifugiert, gereinigt und sauber wieder abgegeben.

Zwar ist der Dyson mit seinen 23 Zentimeter ungewöhnlich hoch, durch seine schmale und kompakte Bauweise kann er allerdings selbst besonders schmale Zwischenräume reinigen. Carbonfasern dienen hier der Aufnahme von Staub auf Hartböden, steife Nylonborsten hingegen reinigen auf Teppichböden.

Die Elektrobürste verläuft über die gesamte Breite des Geräts und sichert so die größtmögliche Reinigungsfläche. Üblicherweise nutzen Staubsaugerroboter für ihre rollende Tätigkeit Räder. Der Dyson 360 Eye wird hingegen Kettenrädern angetrieben, die auf allen Böden ein exaktes Manövrieren sicherstellen. Auch Hindernisse wie zum Beispiel Türschwellen mit einer Höhe von bis zu zwei Zentimetern kann der Saugroboter mühelos überwinden.

Der Saugbroboter mit Rundumsicht

Dyson 360 Eye Vorderansicht (c) dyson.com

Vorderansicht mit Kamera (c) dyson.com

Um sich perfekt im Raum zu bewegen und etwaige Gefahrenstellen möglichst früh zu erkennen, verfügt der Dyson 360 Eye über eine Panoramakamera, die gleichzeitig als Namensgeber fungiert. Dank ihrer Rundumsicht von 360 Grad kann der kleine Sauger jederzeit den gesamten Raum erfassen – in 30 Bildern pro Sekunde! Darüber hinaus ist die Verschlusszeit der Kamera auf die Bewegungsabläufe des Roboters abgestimmt und ermöglicht so eine millimetergenaue Standortanalyse. Zusätzlich am Objektiv befindliche Infrarotsensoren erfassen mögliche Hindernisse – oder gefährliche Treppenstufen.

„Die meisten Roboterstaubsauger erkennen die Umgebung nicht, haben wenig Saugkraft und reinigen nicht richtig. Es sind Spielereien“

, so Firmengründer und Erfinder James Dyson.

„Wir haben ein einzigartiges 360° Vision System entwickelt, mit dessen Hilfe unser Roboter erkennt, wo er ist, wo er war und wo er noch reinigen muss. Das Vision System kombiniert mit unserem digitalen High-Speed-Motor und der Zyklonentechnologie ist der Schlüssel für einen leistungsfähigen Roboterstaubsauger.”

Der Dyson 360 Eye entwirft einen detaillierten Grundrissplan zur intelligenten und systematischen Navigation und protokolliert seine Position. So dass weiß er stets genau, wo er sich im Raum befindet und viel wichtiger: wo im Raum er bereits gereinigt hat. Hierzu bedient er sich komplexer mathematischer Formeln, der Geometrie und Trigonometrie sowie der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Er weiß zu jeder Zeit, wo er sich befindet, wo er bereits gesaugt hat und wo er noch saugen muss.

Reinigung per App steuern

Der smarte Saugroboter von Dyson mit App-Anbindung (c) dyson.com

Der smarte Saugroboter mit App-Anbindung
(c) dyson.com

Ein echter Vorteil ist Konnektivität. Dank dem bereits integrierten WLAN-Modul verbindet er sich mit dem heimischen Netzwerk. Auch von unterwegs lässt sich der Saugroboter so also steuern und sogar programmieren.  Entsprechende Reinigungspläne können in der App ebenso angelegt werde sowie eine ad-hoc-Reinigung angewiesen werden. Die entsprechende Smartphone „Dyson Link“-App ist für iOS wie für Android erhältlich.

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob der heimische Boden bereits in einem vorzeigbaren Zustand befindet, bekommt ebenfalls per App einen Überblick darüber, wo der Saugroboter sich gerade befindet und wo er bereits gereinigt hat. Interessantes Detail: Via App lässt sich die Lautstärke des Gerätes in zwei unterschiedlichen Stufen regulieren.

Betriebszeit und Verfügbarkeit

Dyson 360 Eye Ladestation

Dyson 360 Eye Ladestation (c) dyson.com

Mit einer vollständigen Akkuladung schafft der Dyson 360 Eye eine Betriebszeit von bis zu 45 Minuten – ohne Leistungsabfall. Wird die Mindestkapazität des Lithium-Ionen-Akkus unterschritten, fährt der Saugroboter selbständig zur Ladestation zurück – und setzt nach ungefähr zweieinhalb bis drei Stunden Ladetätigkeit seine Arbeit fort. Insgesamt nimmt der Saugroboter von Dyson ungefähr 0,3 Liter Schmutz und Staub auf, bevor er manuell gesäubert werden muss.

Ab Oktober diesen Jahres kann der Dyson 360 Eye für ungefähr 1200 Euro via Onlineshop bestellt werden, bevor er dann ab November auch regulär im Handel erhältlich sein soll. Angesichts der Entwicklungszeit von mehr als 16 Jahren keine Überraschung.

Einschätzung und Vergleich

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Dyson seinen Saugroboter auch auf den deutschen Markt hieven würde. Bereits vor zwei Jahren ließ man mit viel Aufwand verkünden, dass es bald schon kleine, smarte Saugroboter geben würde. Bisher tat sich auf dem deutschen Markt seitens Dyson – nichts. Mit etwas Glück erheischt man in diesem Jahr noch einen kleines Stück vom Weihnachtsgeschäft. Ob der Kaufpreis jenseits der 1000 Euro jedoch wirklich zum Kauf anregen wird, muss sich erst noch zeigen. Das Versprechen, mindestens doppelt so saugstark wie die Konkurrenz zu sein wird hierbei wahrscheinlich kaum ausreichen.

Allerdings: Deutlicher Pluspunkt für Dyson ist die bereits integrierte Anbindung ins WLAN sowie die bereit gestellte App, mit der sich der 360 Eye via Smartphone mobil ansteuern lässt. Damit ist auch die einfache Einbindung in das eigene Smart Home gut denkbar.

Konkurrenzprodukte wie von Roomba kosten in der Anschaffung zwar deutlich weniger – je nach Serie. Allerdings verfügen diese oftmals über kein integriertes WLAN. Dieses muss nachträglich gekauft und händisch eingebaut werden. Die hierfür angebotene Alternative RooWifi eignet sich allerdings eher für Bastler, wie wir für euch bereits herausgefunden haben.

Eleganter ist die Lösung von Thinking Cleaner. Wie diese auch im Vergleich zu RooWifi abschneidet, könnt ihr übrigens hier auch noch einmal nachlesen, siehe hier:

Auch, wie man einen Roboterstaubsauger ins Fibaro System integriert, haben wir ja für euch bereits ausprobiert:

 

Ob die Einbindung in das Smart Home auch mit dem Dyson 360 Eye funktioniert wird? Für die IFA hat Dyson abermals eine Präsentation seines saugenden Kraftwunders angekündigt. Bald schon wissen wir also mehr:

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tobias
tobias
Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.
  • Hudge
    2. Oktober 2016 at 12:30

    Der Vergleich des Autors hinsichtlich Roomba mit „… je nach Serie. Allerdings verfügen diese oftmals über kein integriertes WLAN“ stimmt nur bedingt. Das aktuelle Modell „Roomba 980“ von iRobot besitzt bereits integriertes WLAN. Eine Wochenplanung mit individuellen Startzeiten zur Planung ist ebenfalls möglich Sofern der Einführungspreis von 1500 EUR für den Dyson korrekt ist, kostet der „Roomba 980“ rund 500 EUR weniger, nämlich rund 999,- EUR..

    • tobias
      tobias
      2. Oktober 2016 at 14:16

      Hey und danke für Deinen Kommentar. Wie schön, daß wir uns da ja einig sind. Ja, der Dyson ist wirklich kostspielig!! Auch wenn der Einführungspreis seit der ersten Ankündigung noch einmal leicht gedrosselt wurde. Für Roomba gilt: 900er Serie = integriertes WLAN! Aber wie sieht es in der 800er / 700er / 600er / 500er Serie aus? Ergo „je nach Serie“ – wie gesagt! ;) Ansonsten bleibt mir nur, Dir noch viel Freude an Deinem 980er zu wünschen! Ein echt schönes Ding!
      Beste Grüße, Tobias

  • Maja
    13. Dezember 2016 at 16:48

    Informativer Beitrag! Was ich leider schade bei dem Dyson finde, ist das er so hoch gebaut ist und damit nicht unter das Sofa bei uns kommen würde.

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