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Enyway: Mit dem „Pizzakarton“ die eigenen Stromkosten drastisch senken

by tobias9. November 2018

Das Smart Home ohne Strom? Wer über ein Notstromaggregat oder eine Mini USV verfügt, kann hier zumindest übergangsweise entspannt bleiben. Dauerhafte Lösungen sind beide indes nicht. Strom aber wird immer teurer. Geht es nach Heiko von Tschischwitz und seiner Hamburger Firma Enyway, soll besonders Ökostrom bald schon wesentlich günstiger werden. Das ist auch für unser Smart Home interessant.

Kaum eine Woche vergeht, in der hiesige Verbraucherportale rasant steigende Stromkosten prophezeihen. Das Energie-Start-Up Enyway will mit seinem neuen Produkt „Change“ dieser Entwicklung entgegentreten. Dessen Gründer ist kein Geringerer als Heiko von Tschischwitz. Mit dem Ökostrom-Anbieter Lichtblick hat er schon einmal den Strommarkt aufgemischt. Das bereits 2016 gegründete Enyway ist jetzt also angetreten, nicht nur die milliardenschwere Förderung von Ökostrom überflüssig machen, sondern auch unsere Stromkosten deutlich senken.

Anyway Change - Solarstrom - machdasmalanders

Nun hat das Start-Up sein neuestes Produkt präsentiert, welches genau dies erreichen soll. Der programmatische Name lautet „Change“ und das geht so: Solarfreiflächenanlagen werden virtuell in zwei unterschiedlich große Parzellen unterteilt. An diesen „Pizzakarton“ (30x30cm) und „Tischtennisplatte“ (274×152,5cm) genannten Größen können sich im ersten Schritt Privatpersonen beteiligen – für 39 Euro. Im Prinzip dem Crowdfunding also sehr ähnlich. Im zweiten Schritt erhalten auch Investoren Zugang zu den Parzellen. Ein Algorithmus auf Basis der Blockchain-Technologie sorgt dafür, dass der Ökostrom einer bestimmten Solar-Parzelle stets an den entsprechenden Pächter ausgeliefert wird. Wer hier aufmerksam liest, merkt sofort: Enyway versteht sich nicht als Energielieferant, sondern als Marktplatz.

Den Energiemarkt – der Digitalisierung sei Dank

Solarzellen der Größe eines Pizzakartons erzeugen ausreichend Strom, um kleinere Stromverbraucher übers Jahr zu versorgen. Mehr jedoch nicht. Der übrige Strom, den die Pächter einer Solar-Parzelle brauchen, wird ebenfalls via Enway angeboten – und zwar zum Einkaufspreis. Verdienst hier: Zero. Dadurch sollen die Endpreise für Enyway-Kunden im Vergleich zu Anbietern wie YelloStrom jährlich zwischen 80 bis 200 Euro günstiger liegen.

„Strom wird in der digitalen Welt über Plattformen zum Selbstkostenpreis verkauft. Geschäftsmodelle basieren dann auf Zusatzprodukten, die man den Kunden anbietet.“

Im Energiebereich könnte man beispielsweise an intelligente Stromzähler denken, aber auch an smarte Zwischenstecker oder Energieberatungen. Ein Energie-Start-Up, welches seinen Kunden Hilfestellung beim Stromsparen bietet? Auch an dieser Stelle merkt man, dass es Zeit ist, den Energiemarkt mal ordentlich aufzumischen. Oder anders gesagt: die Energiewende gehört in die Hände der Kunden, oder?

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tobias
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Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.
  • Ron
    10. November 2018 at 11:08

    Hinweis an den Autor: Werbliche Inhalte sind als solche Kenntlich zu machen

    • crissxcross
      10. November 2018 at 13:56

      Danke für den Hinweis. Aber wir haben über eny way berichtet, weil wir es spannend finden und denken, das es unsere Leser interessieren wird.
      Wir stehen mit dem Hersteller in keinem Kontakt und haben für den Artikel kein Geld oder andere Zuwendungen erhalten.
      Es handelt sich hierbei um einen ganz normalen News-Beitrag.

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