Facebook: Mark Zuckerberg programmiert eigene Sprachsteuerung

Geschrieben von tobias
ssmaart-Haus

Mit dem nahenden Jahresende kommt auch die Zeit der guten Vorsätze. Mark Zuckerbergs Vorsatz für das Jahr 2016 war es, einen gänzlich neuen Sprachassistenten für sein eigenes Heim zu programmieren. Pünktlich fast ein Jahr später machte er das Ergebnis nun publik: Gestatten, “Jarvis”. Wer jetzt an die AI rund um Tony Stark und Iron Man denkt, liegt wahrscheinlich gar nicht so verkehrt. Doch was kann der angeblich so neue Alexa Konkurrent wirklich?

Sprachassistent Jarvis mit Gesichts- und Spracherkennung

Jarvis greift laut dessen Erfinder auf die bekannten NLP-Techniken zurück, beinhaltet neben reinforcement learning ebenso eine Gesichts- und Stimmerkennung und wurde komplett in Python, PHP und Objective C programmiert. Das bedeutet, es handelt sich in der Summe der Teile tatsächlich um einen gänzlich neuen Sprach- und Computerassistenten.

“Ich habe eine einfache AI programmiert, mit der ich auf meinem Telefon und Computer kommunizieren kann, die mein Haus kontrolliert, inklusive Beleuchtung, Temperatur, Haushaltsgeräte sowie Musik und Sicherheit. Sie merkt sich meine Vorlieben und ist in der Lage, neue Worte und Konzepte zu erlernen.”

(Mark Zuckerberg)

So soll Jarvis nicht nur natürliche Spracheingaben in Suchanfragen umwandeln können. Auch persönliche Vorlieben wie zum Beispiel Lieblingsmusik bzw. Lieblingsspeisen sollen hierbei berücksichtigt werden können. Wer die Kommunikation ohne Stimme bevorzugt, kann auf den ebenfalls implementierten Facebook Messenger Bot zurückgreifen.

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Zuckerberg wundert sich: Heimautomation braucht Standards

jarvis-facebook-aiDieser Bot kann dann ebenso wie die Spracheingabe via Jarvis-Server auf die verschiedenen Geräte und Systeme im Haus zurückgreifen. Im Fall Zuckerberg handelte sich hierbei um ein Netzwerk aus Google Nest Sicherheitskamera, der Lichtsteuerung Creston sowie Sonos und Spotify usw. Systeme, die von Hause aus eigentlich gar nicht miteinander kommunizieren können. Diese in ein gemeinsames System einzubinden, stellte laut Zuckerberg wohl die größte Herausforderung dar:

“Um intelligente Assistenten wie ‘Jarvis’ in die Lage zu versetzen, alles im Haus kontrollieren zu können, brauchen wir mehr Geräte, die untereinander nicht nur verbunden, sondern deren Hersteller auch eine gemeinsame API sowie gemeinsame Standards nutzen.” (Mark Zuckerberg)

Dennoch kommt der Gründer von Facebook nicht umhin, bereits eingangs verwundert festzustellen, dass sich das Programmieren und Vernetzen dann doch wesentlich einfacher vollziehen ließ als gedacht. Gerade einmal 100 Arbeitsstunden hätte er in das Projekt Jarvis investiert. Nun, bleibt also abzuwarten, ob den großen Worten nachweislich auch irgendwann praktische Taten folgen – und ob Jarvis tatsächlich dem Platzhirsch Alexa das Wasser reichen kann. Bis zu einem echten Jarvis, wie wir ihn von Tony Stark, dem Iron Man kennen, wird es aber wohl noch einige Jahre dauern.

Posting von Zuckerberg auf Facebook Notes: Building Jarvis

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tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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