Fibaro stellt Apple HomeKit Geräte vor

Geschrieben von crissxcross
ssmaart-Haus

Seit der letzten Apple Keynote brodelt es in der Gerüchteküche der Fibaro-Fangemeinde. Damals war das Fibaro Logo auf der HomeKit Wand zu sehen. Jetzt lüftet Fibaro das Geheimnis!

Fibaro ist in der Z-Wave Welt einer der bekanntesten und einer der größten – wenn nicht sogar der größte Hersteller weltweit. Vor allem die designaffinen Komponenten mit dem gewissen “Extra” an Funktionen sind es, welche die Herzen der Smart Home Community höher schlagen lassen. Ja – es gibt eine Fangemeinde und für diese ist Fibaro so etwas wie der Apple des Smart Home.

Die Fibaro Jünger weltweit waren nach der Apple Keynote (siehe Bild oben) in heller Aufregung. Erstmals wurde das Fibaro Logo zusammen mit allen weiteren HomeKit Partnern auf der Apple HomeKit Wall gezeigt. Die Erwartungen waren groß – Kommt ein neues Fibaro Home Center? Eine Smart Home Zentrale als Bridge zwischen der Z-Wave Welt und Apple HomeKit? Natürlich wurde auch im siio Forum heiß darüber diskutiert.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!

Heute veröffentlichte Fibaro seine HomeKit Pläne und kündigte an, das es erste Hardware noch in diesem Weihnachtsgeschäft zu kaufen geben soll. Doch das dürfte die Fibaro Community enttäuschen!

Fibaro stellt Bluetooth HomeKit Geräte vor.

Nein, es wird kein neues Home Center geben.

Noch in diesem Jahr soll es drei verschiedene Smart Home Geräte auf der Bluetooth Low Energy Basis geben. Wirklich neu sind diese Geräte der Fibaro Community nicht. Dabei handelt es sich um:

  • Fibaro Motion Sensor
  • Fibaro Flutsensor
  • Fibaro Tür-Fensterkontakt

Diese Geräte arbeiten ausschließlich auf Bluetooth Low Energy und haben kein Z-Wave Modul integriert.

Fibaro HomeKit Geräte

Fibaro HomeKit Geräte

Fibaro Tür- Fensterkontakt

Letzteres, den Fibaro Tür- Fensterkontakt wird es in 8 verschiedenen Farbvariationen geben. (weiß, grau, schwarz, creme, hell-braun, braun, dunkel-braun ). Das Design des Fensterkontakt weicht allerdings in einigen Punkten zu dem Z-Wave Vorbild ab. Es wirkt um einiges hochwertiger und das Gehäuse ist komplett geschlossen, so dass man die Platine nicht sehen kann.

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Fibaro HomeKit Tür-/ Fensterkontakt

Fibaro HomeKit Tür-/ Fensterkontakt

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Fibaro HomeKit Tür-/ Fensterkontakt

Fibaro HomeKit Tür-/ Fensterkontakt

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Fibaro HomeKit vs. Z-Wave Version

Fibaro HomeKit vs. Z-Wave Version

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Der HomeKit Tür- / Fensterkontakt ist bereits mit einem Temperatursensor ausgestattet, welcher bei der Z-Wave Version optional nachgerüstet werden kann. Dafür entfällt in der HomeKit Version aber auch der potentialfreie Eingang, welcher bei der Z-Wave Version vorrangig zur Anbindung der konventionellen Klingel oder bestehender Alarmanlagen von der Community genutzt wurde. Schade – das wäre wirklich ein Killer Feature gegen den Konkurrenten “elgato eve Door- & Window Sensor” gewesen.

Im Alltag kann der Tür-Fenstersensor in der Heizungssteuerung (hier eignet sich beispielsweise das elgato eve Thermo) zum Einsatz kommen. Wird ein offenes Fenster vom Fibaro Tür- / Fensterkontakt erkannt, so kann das Heizungsthermostat geschlossen werden, während der Raum gelüftet wird.

Die Jungs von SmartApfel.de haben sich für uns die neuen Fibaro HomeKit Geräte bereits angesehen und zeigen euch deren Funktionen in dem folgenden Video:

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Fibaro Motion Sensor

Der Fibaro Motion Sensor, welcher aufgrund seines Designs auch als “Katzenauge” bezeichnet wird, leuchtet bei Bewegungserkennung abhängig von der Umgebungstemperatur in verschiedenen Farbenspektren auf. Denn neben Bewegung kann dieser auch Temperatur und auch die Helligkeit im Raum messen. All diese Funktionen stehen auch in der HomeKit Version zur Verfügung. Damit konkuriert der Fibaro Motion Sensor direkt mit dem Philips Hue Bewegungssensor. Ich denke, hier wird neben den Mehrfunktionen eindeutig das Design entscheiden.

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Fibaro HomeKit Motion Sensor

Fibaro HomeKit Motion Sensor

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Fibaro HomeKit Motion Sensor

Fibaro HomeKit Motion Sensor

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Fibaro HomeKit Motion Sensor

Fibaro HomeKit Motion Sensor

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Der Motion Sensor wird vorrangig für die Lichtsteuerung (beispielsweise in Verbindung mit den Philips Hue Leuchten) spannend werden.

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Fibaro Flood Sensor

So trivial dieses Gerät auch ist, hierfür gibt es noch kein vergleichbares Produkt eines Wettbewerbers in der Apple HomeKit Welt. Der Floodsensor erkennt Überschwemmungen, falls die Wasch- bzw. Spülmaschine einmal auslaufen sollte oder ein Rohr leckt. In diesem Fall signalisiert er mit einem akustischen Warnton und kann über die HomeKit Regeln andere Geräte ein- oder ausschalten. So könnten die Philips Hue Leuchten blau signalisieren und eine Pushmitteilung abgesetzt werden.

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Fibaro HomeKit Floodsensor

Fibaro HomeKit Floodsensor

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Fibaro HomeKit Floodsensor

Fibaro HomeKit Floodsensor

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Das was Fibaro hier als “Gamechanger” bezeichnet, wird die Fibaro Community wenig freuen. Ihre Erwartungen waren andere! Dennoch könnte der Brand “Fibaro” mithilfe der HomeKit Geräte eine deutlich größere Bekanntheit erlangen. Sind es doch vor allem die “Appcessories” – also Geräte welche einfach mit dem Smartphone verbunden werden können, über welche viele Nutzer den Einstieg in das Smart Home finden. Netatmo, tado° und elgato eve machen es aktuell vor. Das Apple HomeKit ist dabei lediglich eine Softwareschnittstelle, welche all die Komponenten untereinander kommunizieren lässt. Möglich macht dies die HomeKit Zentrale, welche als Art “Dolmetscher” zwischen den Geräten auftritt. Als Zentrale kann ein Apple TV der 4ten Generation oder ein mit dem heimischen WLAN verbundenes iPad ab der 4ten Generation zum Einsatz kommen.

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Auf diesem können in Apple HomeKit fähigen Apps oder der Apple eigenen “Home” App sogenannte Automatisierungen und Szenen erstellt werden.

Apropo App. Für die Bluetooth Geräte wird Fibaro selbst eine eigene iOS App veröffentlichen, welche wir uns die Tage sicher einmal genauer ansehen werden.

Was kommt da noch?

Sollte das Konzept von Fibaro aufgehen, dass die HomeKit Geräte eine neue breite Kundengruppe adressieren, so bin ich überzeugt, dass dies nicht die letzten HomeKit Geräte aus dem Hause Fibaro waren. Neben dem Fibaro WallPlug (welcher ein perfektes Konkurrenzprodukt zum elgato eve Energy wäre), kann ich mir auch den Fibaro Rauchmelder und vor allem den Fibaro Button vorstellen. Aufgrund Ihrer einfachen “Plug & Play” Eigenschaften, wären diese Geräte meiner Meinung nach prädestiniert für eine HomeKit Umgebung. Vor allem der Button besticht hier durch sein einfaches Design und seine simple Funktion und wäre die perfekte Alternative für den Hue Tab.

Kurzum, ich denke das Fibaro mit den neuen Komponenten den Brand in eine breitere Masse tragen kann und wird. Ob es die Apple Jünger verstehen werden, dass die neuen HomeKit Geräte nicht dem Fibaro Home Center Lite, oder dem Home Center 2 kompatibel sind, obwohl diese doch auch den Namen “Fibaro” tragen – darauf bin ich gespannt.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

crissxcross

Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

2 Kommentare

  • Danke für diesen interessanten Bericht. Ich denke schon, dass Fibaro damit einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat, denn ich kann mir gut vorstellen, dass die Apple-Jünger (ich bin auch einer) für Fibaro-Produkte (mag ich auch sehr :-)) eine hohe Affinität entwickeln können. Ich hoffe aber auch, dass die Z-Wave-Welt trotzdem weiterentwickelt wird. Welche Vorteile hat denn Bluetooth Low Energy gegenüber Z-Wave? So viel ich weiß hat es eine geringere Reichweite und keine Mesh-Funktionalität.

  • Naja ob das spannend ist weiß ich nicht, es wäre toll wenn es kombi geräte wären also homekit und z-wave, so kann man wenn man jetzt nur die Homekit Version hat nur einfache Regeln und Aktionen ablaufen lassen. Das ist der Nachteil an Homekit, Zertifizierung dauert lange und eben halt nur die einfachsten Aktion fahren zu können ist für mich kein Kaufargument

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