Future Home – die erfolgreiche Crowdfunding Smart Home Zentrale

Geschrieben von danielboe
ssmaart-Haus

Wie eine Idee zur erfolgreichen Crowdfunding Kampagne wird

Ich bekomme jeden Tag eine Menge Mails. Warum ich das erzähle? Eines Morgens wurde ich von Sigbjørn Groven angeschrieben. Ich konnte mit der Mail nicht viel anfangen aber er lobte mich für meine Raspberry Pi DIY Artikel. Innerlich habe ich das Kompliment natürlich dankend angenommen und ich wollte nun mehr wissen. Wer ist dieser Mann und was ist eigentlich Future Home?

[blockquote cite=”Sigbjørn Groven”]Unsere erste Testkandidatin war meine Großmutter.[/blockquote]

Future Home ist ein norwegisches Startup mit der Vision Smart Home zugänglich für alle zu machen. Das erklärte mir Sigbjørn und er verdeutlichte auch gleich, wie es gemeint ist.”Wir haben uns sehr auf Design und die Nutzererfahrung konzentriert” sagte er mir. Seine erste Testperson für die Software, Achtung – kein Scherz, war seine Großmutter. Sie hat die Installation zum 90. Geburtstag bekommen und muss sich seitdem nicht mehr um das Licht oder die Heizung kümmern. Es funktioniert alles automatisch. Das Licht geht aus, wenn Sie ins Bett geht, die Heizung startet wieder früh, um das Haus vor dem Aufstehen zu erwärmen. Für die Komponenten hat man sich bereits auf den EnOcean Standard festgelegt. Somit ist eine einfache und komplexe Erweiterbarkeit sichergestellt. Schon jetzt arbeiten Future Home eng mit deutschen Firmen wie Thermokon, Eltako und Permundo zusammen, um hochwertige und funktionelle Hardware bereitzustellen. Dass auch die Motivation und der Spaß bei der Arbeit nicht zu kurz kam, sehen wir hier im Projekt “Control our Office”. Hier konnte man über eine Website die Software testen und blieb dabei in Einzelfällen auch nicht unbemerkt:

Control aour Office

Einfach und intuitiv – Aus der Masse herausragen

Smart Home Zentralen gibt es schon viele. Ein paar Beispiele sind die HC2 von Fibaro oder auch einfach der MAX! Cube. Future Home versucht es einmal anders. Sie packen nicht möglichst viele Funktionen in ein Gerät, welches dann zwar flexibel aber auch hoch kompliziert zu bedienen ist. Die Bedienung soll einfach sein. Eine komplett neue Erfahrung, wenn man so will. Hier gibt es auch eine weitere Besonderheit! Bei Future Home handelt es sich nicht nur um die zentrale Steuereinheit. Es ist viel mehr ein Hilfsmittel für die komplette Smart Home Installation. Der Nutzer kann über ein Dashboard bereits aufzeichnen, wie seine Räume aussehen, wo welche Komponente welche Aufgabe übernehmen soll. Diese Daten werden dann dem Installateur geschickt und er kann sein Werk auf dieser Grundlage beginnen. Das spart Kosten, Zeit und macht es auch für den Nutzer einfacher. Weiterhin ist eine perfekte Integration in die Zentrale sichergestellt.

EnOcean ist dafür bekannt auch Komponenten wie Sensoren und Schalter zu bauen, welche keine extra Stromversorgung benötigen. Sie funktionieren autark z.B. via Solar-Energie. Es soll genauso möglich sein Wifi Geräte wie Smart TVs und Bluetooth Verbindungen zu integrieren.

Damit das System auch “von außen” benutzt werden kann, wird sehr viel Wert auf Sicherheit gelegt. “All unsere Systeme kommunizieren über SSL und sind 256-bit verschlüsselt”, sagte mir Sigbjørn. Da auch hier viele bereits am Markt erhältliche Zentralen schwächeln (als Beispiel hier Belkin) sicher ein guter Ansatz.

Future Home App Bild: https://futurehome.no

Future Home App auf dem iPhone – Simpel und aufgeräumt

Wann wird die Vision marktreif?

Auf Indiegogo wurde das Projekt mit $200.000 erfolgreich finanziert. Das ist einer der höchsten Beträge der je in ein SmartHome Crowdfunding Projekt geflossen ist! Sicher ein Zeichen, dass hier der richtige Weg eingeschlagen wird. Im Smart-Hub arbeitet übrigens mal wieder ein RaspberryPi Modul. Hier wird einmal mehr deutlich, dass die Entwickler sich ganz klar auf die Software konzentrieren. Wann es nun zur Auslieferung kommt, ist noch nicht ganz klar. Aktuell spricht man von März 2015. Der Preis für den Smart-Hub lag bei der Finanzierung bei $99 und ist damit sicher kein großes Investment. Wenn also der Plan aufgeht, werden wir schon bald eine weitere fantastische Smart Home Zentrale kaufen können.

Future Home Zentrale Bild: https://futurehome.no

Future Home Zentrale

3 Gründe warum ich an Future Home glaube

1. Einfache Bedienung

Das Konzept geht schon jetzt auf. Die Bilder der App und die Website-Vorschau haben mir ein sauberes und aufgeräumtes Bild der Oberfläche gezeigt. Die Bedienung ist einfach und logisch. Wie die Konfiguration der Netzwerke und andere Einstellungen integriert werden, bleibt abzuwarten. Die Entwickler haben aber definitiv ein Auge für Ästhetik!

2. Breiter Hardware Support

Es wird daran gearbeitet möglichst viele Funkstandards zu “sprechen”. Bereits jetzt ist sicher, dass EnOcean, Bluetooth und WiFi verbunden werden können. Im Blog der Entwickler wird auch von einer Z-Wave Integration geschrieben. Je mächtiger die Produktauswahl ist, desto mehr Möglichkeiten wird es geben. Der Nutzer hat auch umso mehr Freiheiten beim Einkauf. Will man die langlebigen EnOcean Komponenten oder doch lieber Z-Wave mit einer sehr guten Preis-Leistung?

3. Installationsprozess integriert

Hier will man neue Maßstäbe setzen. Die Idee die komplette Installation über ein User-Interface abzuwickeln finde ich klasse. Wer beschäftigt sich schon gern mit der aufwendigen Auswahl der Sensoren. Wer möchte sich gern selbst für jede Situation die passende Szene ausdenken? Wer kann es überhaupt? Man darf nicht davon ausgehen, dass jeder Anwender auch ein superkreativer Programmierer ist. Hier geht Future Home neue Wege und möchte neben der Hardware-Steuerung auch noch der Dienstleister für den Installationsprozess sein. Ich bin gespannt!

[vimeo url=”http://vimeo.com/105191781″ title=”0″ fs=”0″ portrait=”0″]

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

danielboe

Hi, ich bin Daniel, Geschäftsführer bei der "Smarthome Agentur UG" und mein Leben dreht sich rund um Technik seit ich denken kann. Mein Interesse gilt neuen Trends, welche den Alltag erleichtern. Dinge zu verstehen und sie noch besser zu machen ist mein Motto.
Wenn ich gerade nicht der Informatik Nerd bin, höre ich Musik, fahre Fahrrad oder treffe mich mit Freunden.

Gib deinen Senf dazu!