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Google will mit Roomba Kartendaten unser Smart Home optimieren

by tobias1. November 2018

Erinnert sich noch jemand, als Saugroboterhersteller iRobot andeutete, gesammelte Kartendaten künftig für Drittanbieter öffnen zu wollen? Damals gab es einen großen Aufschrei seitens Datenschützer und Nutzer – und das völlig zurecht. So ganz vom Tisch war das Thema jedoch nie – und mit der jetzt angekündigten Kooperation zwischen iRobot und Google ist auch klar, warum: beide Unternehmen sind sich sicher, gemeinsam unser Smart Home optimieren zu können.

Als im Sommer letzten Jahres klar wurde, dass iRobot plane, von Roomba Staubsaugerrobotern gesammelte Kartendaten anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen, war die Aufregung groß. Damals musste CEO Colin M. Angle sich erklären und gab zu Protokoll:

Derzeit erstellt iRobot Karten, mit deren Hilfe die Roombas effizient und wirkungsvoll das Zuhause reinigen können. In Zukunft, die Erlaubnis des Kunden vorausgesetzt, könnten diese Informationen smarten Endgeräten dabei helfen, besser zu funktionieren.

Möchte beispielsweise ein Nutzer, dass sein Smart Home versteht, welche vernetzten Leuchten sich in welchem Raum befinden, könnte der Roomba dies ermöglichen. Dies wäre lediglich möglich, wenn der Nutzer dem zustimmt. Zudem ist es noch unklar, welche Firmen-Partnerschaften hierfür nötig wären.

iRobot und Google gehen Kooperation ein

Einer dieser neuen Partner ist also Google. Gemeinsam erhofft man sich, unser Smart Home noch komfortabler zu machen und es noch leichter steuern zu können. So soll der Saugroboter vollen Zugriff auf den Google Assistant erhalten und eigenständig herausfinden können, welche smarten Geräte sich wo genau im Haushalt befinden, siehe vernetzte Kühlschränke, Leuchten usw. Es würde in Zukunft also ein „OK Google, schalte die Lichter in der Küche ein“ in Richtung Roomba ausreichen, um die Küche zu beleuchten. Hierfür müsse man nicht wissen, um welche Leuchten es sich handle, so heißt es. Der Saugroboter als reinigende Zentrale eines mitdenkenden Zuhauses? So ähnlich kann man sich die Vision beider Unternehmen vorstellen. Eine zugegeben interessante Idee, die es zukünftigen Robotern von iRobot ermöglichen könnte, komplexe Anfragen zu realisieren. Wie wäre es mit einem „Ok Google, ich möchte ein Bier!“, dann wüsste der Roboter nicht nur, in welchem Raum der Kühlschrank steht, sondern auch, wo genau dieser sich befindet. Und das ganz automatisch. Fehlt nur noch der Arm.

Bedenken rund um den Datenschutz

Google und iRobot machten beide deutlich, dass die Nutzung privater Daten sowie der Raumkarten nur nach ausdrücklicher Erlaubnis erfolgen würde. Auch sollen die gesammelten Daten nicht für Werbezwecke zur Verfügung stehen.

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Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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