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IDC Marktforschung: IoT kommt in deutschen Unternehmen schrittweise voran

tobias
Geschrieben von tobias
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Das IDC Marktforschungsinstitut kam im Rahmen einer Unternehemnsbefragung kürzlich zu dem Schluss: das Internet der Dinge (IoT) kommt bei Unternehmen in Deutschland auf keinen grünen Zweig. Zumindest nicht aktuell, doch vielleicht ändert sich dies aber in diesem Jahr noch. Oder eben im nächsten Jahr.

Was für viele von uns Nutzern bereits Realität ist, scheint für eine große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland noch immer ferne Zukunft zu sein. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls das IDC Marktforschungsinstitut. Hierzu wurden insgesamt 444 Unternehmen aus acht Branchen mit mehr als 100 Mitarbeitern zu ihren IoT-Projekten und -Plänen befragt. Hierbei ging es vor allem um die Faktoren Umsetzungsplan, Herausforderung und Erfolgsfaktoren.

Das Ergebnis ist war eindeutig, denn lediglich 34 Prozent aller Befragten haben bisher ihre IoT-Initiativen umgesetzt oder zumindest doch im Rahmen einer Testphase im Einsatz. Spitzenreiter mit 45 Prozent (der insgesamt 34 Prozent) ist das Versicherungs- und Finanzwesen, dicht gefolgt von der Fertigsindustrie (siehe 42 Prozent). Öffentliche Verwaltung sowie das Gesundheitswesen hinken hier mit 28 bzw. 23 Prozent ganz deutlich hinterher.

Die Gründe für das zögerliche Verhalten sind mindestens ebenso eindeutig. So werden zum einen die hohe Komplexität des IoT-Themas moniert. Zum anderen sorgt die Anbietervielfalt für Verunsicherung, denn hier wird schnell klar, dass es nirgendwo ein „Rundumlospaket“ gäbe, mit dem man alles aus einer Hand regeln könne. Man sei stets auf Partner angewiesen, so heißt es.

IDC Marktforschungsinstitut: 2018 kann das Jahr für das IoT werden

Aber: immerhin drei Viertel der befragten Unternehmen wollen noch in diesem Jahr ein neues IoT-Projekt auf den Weg bringen bzw. Budget hierfür bereit stellen. Auch gaben mehr als die Hälfte der Unternehmen an, noch in diesem Jahr eine IoT-Plattform einführen zu wollen (siehe Management vernetzter Geräte, Applikationsmanagement, Datenverarbeitung, Connectivity usw.).

Im Bereich der Connectivity schlagen mit 40 Prozent die Mobilfunkverbindungen, gefolgt von den kabelgebundenen Verbindungen mit 38 Prozent am stärksten zu Buche. So verwundert es auch nicht, dass 27 Prozent damit planen, Technik für Weitverkehrsnetze für Verbindungen von Geräten mit Niedrigenergie wie etwa Sensoren, einzuführen.

So kann man von Unternehmensseite davon ausgehen, dass die Öffnung zu einem vernetzten Alltag keineswegs als schlagartige Revolution von statten, sondern Schritt für Schritt über die Bühne gehen wird. So wie jedes Jahr eigentlich…

Mehr Informationen gibt es hier: IDC in Deutschland-Webseite.

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Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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