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IFA2016: Mit Popp Z-Rain kommt der erste Z-Wave Regenmesser

by boomx2. September 2016

Aus dem Hause POPP – Hersteller des Z-Weather Windsensors, kommt nun ein Regenmesser mit Z-Wave Funk. Die Features klingen spannend!

In den letzten Tagen hatten wir ja schon so einige neue Produkte, welche ab heute auf der IFA2016 präsentiert werden sollen, vorgestellt. Eins darf für unsere Z-Wave Community natürlich auf keinen Fall fehlen: Die Firma Popp, welche durch diverse, innovative Smart Home-Produkte, wie zum Beispiel den Z-Weather bekannt wurde, verkündete nun, den weltweit ersten Z-Wave Regenmesser – den Z-Rain – noch dieses Jahr in den Markt zu bringen. Im Oktober soll er dann im Handel erhältlich sein, zu sehen gibt es Ihn bereit auf der IFA in Berlin in Halle 6.2 auf dem Stand 140 (Gemeinschaftsstand der Z-Wave Alliance).

Wie funktioniert der Z-Rain?

Wie der netatmo Regenmesser auch, besitzt der Z-Rain im Inneren eine kleine Wippe, auf welcher das Wasser gesammelt wird, bis das Gewicht des Wassers diese dann zum Kippen bringt. Diese Kippvorgänge registriert ein Reed-Sensor, an welchen die Wippe angeschlossen ist. Der Regenmesser kann dann die Niederschlagsmenge anhand der Anzahl der Kippvorgänge errechnen.

Der Z-Wave Regenmessers sendet bereits beim ersten Kippen der Wippe, also unmittelbar nach Beginn des Niederschlages, diese Info in das Z-Wave Netzwerk. Über Assoziationen können dann zum Beispiel Rollläden herunter gefahren, Markisen eingefahren oder bestimmte Lampen in der Assoziationen-Gruppe eingeschaltet werden. – Der Vorteil gegenüber einem einfachen Regensensor ist klar – der Regenmesser weiß nicht nur dass es regnet, sondern auch wie viel. So entfallen „Fehlalarme“ bei wenigen Tropfen Regen aber im „Ernstfall“ kann das Smart Home darauf reagieren.

Im Gegensatz zur Integration des netatmo Regenmesser, welcher nur im Intervall von 15 Minuten die Werte meldet, kann so viel zeitnaher über Assoziationen auf einen Regenschauer reagiert werden.

Während des Niederschlages übermittelt der Regenmesser alle 1024 Sekunden (circa 17 Min) die aktuell gemessene Niederschlagsmenge, kumuliert auf m³ pro m², an das Smart Home-Gateway. Sobald kein Regen mehr gemessen wird, sendet der Z-Rain Regenmesser letztmalig den gemessenen Wert an das Gateway und setzt dann den mm/h-MultiLevelSensor auf 0. So kann theoretisch auch die Niederschlagsmenge des letzten Regenschauers ausgewertet werden.

Ein weiteres Nutzungsszenario wäre dann eine intelligente Gartenbewässerung. Hier könnten die Daten über die jeweilige Niederschlagsmenge mit einfließen und so die Bewässerung im Regenfall ausgesetzt werden oder falls es nicht genug geregnet hat, die Menge an Wasser, welche der Boden benötigt, zugegossen werden kann. Chris hat dazu vor ein paar Monaten bereits einen Artikel über eine intelligente Gartenbewässerung verfasst. Diesen findet Ihr hier. Wenn der Z-Rain verfügbar ist, werden wir dazu sicherlich einen neuen Artikel verfassen, in dem wir euch dann ein fertiges Skript präsentieren.

Der Regenmesser wird mit 2 AA-Batterien betrieben und besitzt einen sogenannten „Batterie Booster“, wodurch eine Batterielaufzeit von circa 5 Jahren erreicht werden soll. Durch den Batteriebetrieb kann der Aufstellungsort im Garten oder auf dem Balkon relativ frei gewählt werden.

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Detailverliebt – Die Platine des Z-Rain: It’s raining men… Schade, dass man die Platine nicht oft zu Gesicht bekommen wird.

Ab wann ist der Z-Rain verfügbar und was kostet er?

Der Z-Rain wird noch in diesem Jahr, im Oktober 2016 auf den Markt kommen und der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 69,00 €. Damit liegt dieser preislich auf der gleichen Stufe wie der netatmo Regenmesser.

Wir werden natürlich weiterhin ausführlich über den Z-Rain berichteten, sobald uns ein Exemplar in die Finger kommt. Von den Features her, besitzt der Regenmesser ein großes Potential und es bleibt nur zu hoffen, dass die Hersteller von SmartHome-Gateways den Z-Rain Regenmesser schnellstmöglich in Ihr System integrieren.

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boomx
12 Comments
  • Hoggle
    Hoggle
    2. September 2016 at 8:34

    Hi boomx,

    Danke für den Artikel.
    Popp entwickelt echt nützliche Zusatzgeräte und baut nicht nur anderer Z-Wave-Komponenten nach. Da kann man sich ja schon freuen, was die als nächstes anbieten werden…..
    Wenn eine direkte Regenerkennung nur über Assoziationen möglich ist, kann man irgendwie auch den mm/h-MultiLevelSensor auswerten, um so dann ggf über Sonos eine Regenwarnung (Achtung: Wäsche rein holen) abzugeben?
    Bei dem Preisvergleich mit Netatmo muss man noch berücksichtigen, dass man bei Netatmo noch die Basisstation benötigt.

    VG Hoggle

    • 2. September 2016 at 10:02

      Hi,

      stimmt, bin davon ausgegangen, dass die Netatmo Basisstation bereits vorhanden ist. Sollte dies nicht der Fall sein, dann ist der Z-Rain natürlich wesentlich günstiger (Sofern man nur den Regenmesser benötigt).

      Ob der Wert an das Gateway übermittelt wird kann ich dir leider nicht sagen. Es könnte sein, dass nur der m3/m2 Wert an das Gateway geschickt wird. Diese Werte aktualisieren sich alle 1024 Sekunden.

      Wie es dann im Echtbetrieb aussieht, müssen wir dann noch testen.

      Gruß

  • 2. September 2016 at 11:17

    Klasse Artikel, interessantes Modul.

    Danke dafür!

  • Ripper121 (Produkt Entwickler / Designer)
    3. September 2016 at 9:58

    Funktionen der aktuellen Version des Z-Rain sind:
    – an associations Gruppe melden sobald es die ersten 0.5mm/h geregnet hat (das geht nicht eher da die Mechanik erst ab 0.5mm/h meldet)
    – an associations Gruppe melden wenn ein gewisser Grenzwert (konfigurierbar) an mm/h erreicht ist (havy rain)
    – an associations Gruppe melden wenn es angehört hat zu regnen (erst nach 1024 Sec) und mm/h wert auf 0 zurück setzen
    – Anzeige der Werte erfolgt über Rain Meter, Water Meter (bei vielen Gateways noch nicht implementiert, deswegen kann der Wert gesamt mm/h über Konfiguration zurückgesetzt werden) und Generic Sensor
    – water meter zeigt gesamt gefallenen Regen in m
    m³/m² an (Multiplikator kann auf 1,10,100 und 1000 gesetzt werden für bessere Anzeige in manchen Gateways)
    – rain meter zeigt mm/h an (hochgerechnet von dem gefallen Regen der letzten 1024 Sec auf 1h) wird zurück gesetzt auf 0 sobald es nicht mehr regnet. Wird alle 1024 Sec aktualisiert
    – generic sensor zeigt gesamt mm an in mm/m²

    Noch können funktionen ergänzt werden. Also einfach eure Ideen sagen :)

  • Pascal Mattes
    17. Januar 2017 at 12:15

    Gibt es schon informationen dazu, wann das Ding auf den Markt kommt?

  • tom
    30. Januar 2017 at 14:37

    wann kommt das z-rain denn endlich heraus? Ich warte schon seit Herbst. Gibt es irgendwelche Informationen seitens des Herstellers?

  • Günter
    5. Juni 2018 at 15:53

    Hi zusammen,
    und wie stellt ihr Euch das Nutzungsszenario der intelligenten Gartenbewässerung vor ?
    Welche Intelligenz soll das sein die von der Regenmenge auf den optimalen Bewässerungszeitpunkt und die optimale Bewässerungsmenge schließen kann? (Sehr großes Fragezeichen).
    Ohne die sonstigen Parameter zu kennen wie z.B. Sonneneinstrahlung, Temperaturen, Bodenverhältnisse, Wind etc. Auch die Regenmenge allein gibt es nicht her. Ein leichter Regen während eines langen Zeitraums wird die Erde besser durchfeuchten als ein schneller Regenguss der gleichen Regenmenge.
    Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie das funktionieren soll.
    Eine optimale automatische Gartenbewässerung könnte ich mir mit einen/mehreren Erd-Feuchtigkeitssensoren besser vorstellen (die es leider noch nicht gibt).

  • Günter
    5. Juni 2018 at 15:56

    @Ripper121 (Ripper/Designer):
    Bringt doch ein Modul mit einen/mehreren Erde-Feuchtigkeitssensoren auf den Markt, das würde mir für die Gartenbewässerung sehr helfen!

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