Was ist das eigentlich, das Internet der Dinge? – Definition IoT

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Geschrieben von Nase
ssmaart-Haus

Internet der Dinge, Smart Home, Smart Living – Begrifflichkeiten für die Hausautomation gibt’s genug, eine Definition muss her. Die hat domobot.com schon geliefert.

Die englische Version gibt’s dort, die übersetzte und gekürzte Fassung beginnt mit dem nächsten Satz.

Was ist das Internet der Dinge?

Der Begriff „Internet der Dinge“ bezeichnet die Möglichkeit, Objekte wie Haushaltsgeräte oder Klimaanlagen über das Internet und wichtiger noch über das Smartphone zu steuern. Den Begriff an sich erfand wohl Kevin Ashton in Bezug auf radio frequency identification (RFID). Um 2008 und 2009 hatten wir schließlich mehr Dinge im Internet als Personen – das Konzept wurde Realität. Kurz danach startete das Smartphone seinen Siegeszug und machte die Gasse für das Internet der Dinge zum Highway.

Was gehört zum Internet der Dinge?

Ein Gegenstand, der dazu gehören will, muss folgendes sein oder können:

  • verbinden
  • rechnen
  • kommunizieren

Die englische Version klingt viel griffiger: connect, compute, communicate.

Das Internet der Dinge und die Hausautomation

Die Hausautomation ist nur ein Unterbegriff im Internet der Dinge, der aber gerade in letzter Zeit sehr weit in den Vordergrund gerückt ist. Unser Haus kann Dinge machen, ohne das wir selbst da sind – zum Beispiel die Rollläden senken. Und die Technik ist jetzt soweit, dass es erschwinglich ist, den Haushalt aufzurüsten. Die schöne neue Welt sieht so aus: Der Kühlschrank informiert das Smartphone darüber, dass die Milch alle ist. Das Smartphone wiederum erinnert uns an die Milch, sobald es ortet, dass wir einen Supermarkt betreten.

Die Geräte sprechen miteinander

Das Internet und die Computer sind eigentlich auf Informationsinput von Menschen angewiesen. Mit dem Internet der Dinge kreieren die Geräte ihren eigenen Input, tauschen ihn aus und reagieren darauf. Der Mensch verschwindet fast komplett aus dieser Kommunikation. Flugzeuge kommunizieren ja schon längern miteinander. Das Internet der Dinge macht es nun auch rentabel, diese Kommunikation in kleinerem Maßstab anzuwenden, zum Beispiel in Autos und der Infrastruktur, Wissenschaft und Medizin.

Und was kann man sonst damit machen?

Besonders in den medizinischen Bereich hat das Internet der Dinge Bewegung gebracht. Gearbeitet wird an Prothesen, die über das Netz mit dem Gehirn verbunden sind, so dass der Träger die volle Kontrolle hat. Geforscht wird auch an Nano-Bots, winzig genug, um in Zellen zu schlüpfen und dort zum Beispiel DNA zu reparieren. Oder Sperma-Bots senden Informationen über Fruchtbarkeit und den Zustand der Eizellen an den Arzt. Der ethische und rechtliche Klärungsbedarf in diesen Fällen ist riesig.

Ebenfalls kontrovers diskutiert werden muss, wem die Informationen, die das Internet der Dinger sammelt, eigentlich gehören, wie sie verteilt werden, wie die Privatsphäre und der Datenschutz berücksichtigt werden können. Das Ziel aller Entwicklungen sollte jedenfalls sein, dass das Internet der Dinge den Menschen unterstützt, das Leben einfacher, billiger und besser macht, Müll, Kosten und Verluste reduziert.

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Diesen Blogpost hat geschrieben ...

Nase

Hallo, ich bin die Franzi und als Freiberuflerin vor allem im Dresdner Lokaljournalismus unterwegs. Von mir lest ihr hier vor allem News und Bookmarks. Mit ganz viel Stolz hab ich vor Kurzem erst die ersten Smart Home-Komponenten in meinem Zuhause installiert - stolz, weil mir technisch manchmal ein bisschen der Durchblick fehlt.
Wenn ich nicht arbeite, bin ich meist am zocken und ich liebe Katzencontent.

1 Kommentar

  • Hey there,

    was ich nicht so ganz verstehe bei der Definition ist, dass man das ‘Internet der Dinge’ immer als ‘Dinge über das Internet vernetzen’ versteht. Ist es nicht vielmehr die Möglichkeit Dinge untereinander zu vernetzten? Ohne das Internet mit einzubeziehen?
    Warum muss mein Windmesser über das Internet entscheiden, ob er die Rollläden hochfährt? Das kann er ganz gut autark machen.

    Eine ironische (jedoch leider zu oft wahre) Auslegung des Akronyms könnte auch ‘Internet of Targets’ sein… :)

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