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Philips misst Vitalwerte kontaktlos per Kamera

by tobias21. Juni 2016

Die Kamera als Messgerät für Herzfrequenz, Temperatur und Sauerstoffsättigung im Blut. Während man im privaten Bereich auf ein solches Feature durchaus verzichten könnte, wäre es für die Arbeit im Krankenhaus ein echter Fortschritt. Philips hat nun eine Studie vorgelegt, die hierbei zukunftsweisend sein könnte.

Philips will kontaktlose Messung ermöglichen

Die klassische Methode, Vitalwerte des Körpers zu messen, sind entweder auf die Haut applizierte oder anderweitig am Körper angebrachte Sensoren. Philips möchte dies nun ändern. In Zukunft sollen nicht nur Temperatur und Herzschlag kontaktlos und vor allem: verlässlich gemessen werden, sondern auch die Sauerstoffsättigung im Blut (SpO2).

„Die Überwachung vitaler Lebenszeichen ist für alle Formen der Behandlung wichtig. Für Patienten mit besonderen Krankheitsbildern kann eine weniger intrusive Überwachung unnötigen Stress vermeiden helfen“

, sagt Carla Kriwet, CEO Philips Patient Care & Monitoring Solutions.

Philips Vital-Signs-Camera misst nur Herzschlag und Atmung

Philips Vital-Signs-Camera misst nur Herzschlag und Atmung

Wie das geht? Mit jedem Herzschlag ergeben sich auf der Stirn leichte Farbänderungen, sogenannte micro blushes. Diese sind für das menschliche Auge zwar unsichtbar, können aber von einer speziellen von Philips entwickelten Kamera erfasst und quantifiziert werden. Anhand dieser Daten errechnet die neue Kamera nun zusätzlich auch den Sauerstoffgehalt im Blut. Wie die hierfür nun vorgelegte Studie nahe legt, ist die sogenannte pulsoxymetrische Messung sogar verlässlicher als klinische Sicherheitsstandards es von neuen Messmethoden bisher verlangen.

Die Kamera als Meßgerät

Die Vitalfunktionen von z.B. Neugeborenen ohne zusätzliche Sensoren überwachen zu können, würde sicherlich einen großen Fortschritt für die Neonatologie bedeuten. Auch ganz generell würde mit einer kontaktlosen Messmethode die Diagnostik wesentlich stressfreier ablaufen können. Auch, dass man mit einer einzelnen Kamera gleich mehrere Patienten im Blick behalten könnte, scheint ebenfalls ein gutes Argument zu sein. Ob die Kamera aber das menschliche Auge oder die Interaktion mit dem Patienten wird ersetzen können? Wohl eher nicht.

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Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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