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Knackpunkt Elektroinstallation: Smart Home gleich beim Bau einplanen

by Nase29. November 2014

Moderne Hausautomation ist nicht mehr nur was für Technikspezialisten. Auch und gerade bei Neu- oder Umbau sollte sich der Bauherr deshalb Gedanken machen, insbesondere was die grundlegenden Elektroinstallationen angeht.

Aber brauche ich das nun wirklich? Der hausbau-blog.eu listet einige durchaus akzeptable Gründe für das Smart Home auf. Nie mehr tun müssen Smart Home-Hausbesitzer zum Beispiel folgendes:

  • im Dunkeln nach dem Lichtschalter tasten
  • mit vollen Händen den Haustürschlüssel suchen
  • nochmal aus dem Bett aufstehen, weil das Licht auf der Terrasse noch brennt
  • jemand bitten, während des Urlaubs mal im Haus zu schauen

Mittel Simulation, Zeitsteuerung und automatisierten Abläufen hilft das Haus, wo es kann und gaukelt auch Bewohntheit vor, wo niemand zu Hause ist.

Doch noch immer wird in Sachen Elektroinstallation bei Neubauten willkürlich hingebastelt. Ein paar Steckdosen im Raum verteilt, an der Tür ein Lichtschalter, fertig. Mit ein bisschen Planung lässt sich bereits hier der spätere Wohnkomfort starten. Funktionelle Leuchten, motorisierte Rollläden, zentrale Heizungssteuerung – für all das werden hier die Grundlagen gelegt.

Das Hausautomatisierung auch Energieeffizienz und erhöhte Sicherheitsstandards mit sich bringt, sei noch hinzugefügt.

Foto: Smart Socket Air- Schaltsteckdosen (crissxcross)

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Nase
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Hallo, ich bin die Franzi und als Freiberuflerin vor allem im Dresdner Lokaljournalismus unterwegs. Von mir lest ihr hier vor allem News und Bookmarks. Mit ganz viel Stolz hab ich vor Kurzem erst die ersten Smart Home-Komponenten in meinem Zuhause installiert - stolz, weil mir technisch manchmal ein bisschen der Durchblick fehlt. Wenn ich nicht arbeite, bin ich meist am zocken und ich liebe Katzencontent.
  • 30. November 2014 at 16:51

    Dem Beitrag kann ich beipflichten. Vorherige Planung einer geplanten Haus Automation, vor Fertigstellung der Wohnung oder eines Hauses, kann Kosten sparen.

    Ich habe die Eigentümer einer Wohnung in München, die sich gerade im Bau befindet, bezüglich SmartHome beraten. Es ist ein System auf Z-Wave-Basis mit Fibaro geplant.

    Die wichtigste Entscheidung war, in alle Rolllädenkästen, und es sind 10 in der ganzen Wohnung, Strom legen zu lassen. Statt der standardmäßigen Rolläden werden gleich solche mit Motor verbaut. Angeschlossen wird das ganze System allerdings erst nach der Abnahme. D.h. zunächst sind die Rolläden nicht funktionsfähig und werde auch so abgenommen. Damit spart man Kosten. Denn für jede Änderungen verlangt der Bauträger 10% Bauleitungsgebühr.

    Die Bauleitung des Bauträgers ist für die Ausführung der SmartHome Installation also selbst nicht verantwortlich. Die wären dazu auch gar nicht in der Lage gewesen. Das erfolgt alles erst nach der Abnahme durch andere Dienstleister.

    Der zweitwichtigste Punkt ist eine wohlüberlegte Planung bei den Steckdosen. Aber das ist eigentlich immer notwendig, auch wenn man keine Automatisierung plant.

    Zusätzliche Schalter, in Form von Funkschaltern, sind auch nachträglich überall leicht zu platziert. Das stellt eigentlich keine Herausforderung bei der Planung dar.

  • Karl
    7. Dezember 2014 at 4:39

    Tja was hilft die beste Einplanung und das Verlassen auf Automatisierungssysteme, wenn sich später heraus stellt, das einige nachträgliche Anforderungen nicht lösbar sind.

    Beispiel: Man verlässt sich auf Funkschalter und hat die Verbraucherleitungen bis in die Zentrale gelegt. Viele Schaltersysteme benötigen aber eine Spannungsversorgung, HomeMatic, Fibaro, Z-Wave, etc., das mit Batterien in den Schaltern zu lösen, die dann alle ca 2 Jahre ausgetauscht werden müssen, ist nicht toll für die Umwelt, dann helfen die EnOcean Schalter, sie klicken allerdings etwas laut.

    Und dann fehlt immer noch die übergreifende Steuerung die mehrere Systeme miteinander vereint. Hom.ee versucht das, steht aber noch ganz am Anfang und kann zB keine EnOcean Aktoren schalten, bietet ausserdem keine Backup Möglichkeit oder Austausch der Steuerung bei Erhalt der Programmierung.

    KNX/EiB erfordern sehr aufwändige Leitungsverlegung auch für Schalter etc.

    Philips kocht mit dem tollen Hue System eine weitere halbbare Suppe, der noch sehr viel fehlt.

    Es ist ein ungeheurer Wildwuchs und ein Zusammenwachsen der Systeme steht erst ganz am Anfang und ist noch unbefriedigend. Philips Hue ist auch nicht zu Ende gedacht und sehr eingeschränkt und kaum in andere Systeme einfach einzubinden, überall sitzen „Bastler“ die mit viel Aufwand eigene Lösungen schaffen, aber kommerziell zu kaufende und vom Endanwender einfach zu programmierende Lösungen die keine Batterien, oder aufwändige Zusatzverkabelung erfordern, gibt es nicht.

    Eltako EnOcean ist da ein tolles System, es fehlt allerdings die Steuerung für eine Verknüpfung von Funktionen. Wer heute solche Systeme plant, steht vor einem Berg von ungelösten Anforderungen und wird zwangsläufig entweder sehr viel Geld ausgeben müssen, oder mit starken Kompromissen leben müssen. Ich hoffe das wir in 5 Jahren weiter sind und die Hersteller sich zusammen raufen und kostengünstige Lösungen anbieten die auch gleichzeitig Umweltfreundlich ohne Batterien auskommen.

  • Karl
    7. Dezember 2014 at 4:40

    Funkschalter brauchen Energie. Alle 2 Jahre die Batterien in allen Schaltern wechseln, sieht so die tolle Zukunft aus?

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