1

Neue Premium Alexa Skills nur exklusiv für Prime-Kunden?

by tobias26. Oktober 2017

Obgleich das Amazon Prime-Abo mittlerweile mit 69 Euro pro Jahr zu Buche schlägt, ist der Premium-Dienst noch immer recht beliebt – nicht nur wegen der günstigen Versandpreise oder dem VOD-Angebot. Derzeit testet Amazon in den USA sogenannte Premium Alexa Skills. Diese sollen kostenfrei ausschließlich Prime-Kunden zur Verfügung stehen – zumindest teilweise.

Ganz gleich, welches Gerät man aus der Echo-Reihe im Wohnzimmer stehen hat, der Funktionsumfang ist stets gleich und vor allem: kostenfrei. Dies gilt auch dann, wenn man gar kein Amazon Prime-Kunde ist. Genau dies könnte sich aber bald schon entscheidend ändern.

Kostenpflichtiges Skill-Abo statt freien Zugang?

In den USA testet Amazon derzeit so etwas, was man als Premium Skills bezeichnen könnte. Da bedeutet konkret: Wer den amerikanischen Jeopardy-Skill nutzt, bekommt als Prime-Nutzer sechs zusätzliche Hinweise in der „Double Jeopardy“-Runde. Wer hingegen nichts mit Prime zu tun hat, den kosten diese wertvollen Hinweise 1,99 Dollar pro Monat. Dieses Abo lässt sich sodann direkt im Skill aktivieren.

Auch wenn es sich hier noch um eine begrenzte Testreihe handelt, ist der Ausblick besonders für Programmierer recht interessant. Bisher gab es nur wenige bis eigentlich gar keine Wege, seine Alexa-Skills vernünftig zu monetarisieren. Dank einer Art In-App-Kauf innerhalb des Skills, wie wir das auch von unseren Smartphone-Apps kennen, ließe sich mit exklusiven Inhalten nun aber tatsächlich doch Geld verdienen.

Bleiben natürlich viele Dinge noch offen, wie zum Beispiel die Frage, wieviel Geld Amazon an den Programmierer ausschüttet, wenn ein Prime-Kunde den Skill vollumfänglich aktiviert (30 Prozent des Monatspreises oder doch weniger?). Hierzu heißt es aber ergänzend, dass es in naher Zukunft auch Premium Alexa Skills geben soll, für die alle Kunden einen gewissen Betrag monatlich bezahlen werden müssen.

Premium Alexa Skills: Zusätzliche Kosten für Echo-Nutzung?

Drastisch gefragt: Ist dies das Ende des Echo-Lineups, wie wir es heute kennen? Premium Alexa Skills bedeuten einerseits erhöhte Kosten für die Nutzung der Hardware (kräftiger Minuspunkt). Andererseits erhält man für sein Prime-Abo gleichzeitig auch in Sachen Echo einen gewissen Mehrwert. Programmierer aber könnten den Echo auch endlich für sich und ihren Job sinnvoll nutzbar machen.

Was meint ihr zu dem Thema? Noch ist es zwar nur ein Test, geht Amazon aber hier wirklich in die richtige Richtung?

About The Author
tobias
Tobias ist News-Redakteur auf siio.de und privat mondäner Hausherr einer Z-Way-Installation mit HomeKit-Anbindung - Hallo aus Berlin.
  • Patrick Fink
    26. Oktober 2017 at 20:08

    Dass der Status Quo nicht ewig beibehalten werden kann, war doch klar. Mit einmalig 60,-€ für ein Alexa-Gerät können auf Dauer weder Entwicklungs- noch Infrastrukturkosten gedeckt werden. Und auch Sprachassistenten müssen eines Tages in die Gewinnzone kommen. Monetarisierung ist daher absolut unvermeidbar. Selbst wenn Amazon für die Echo-Nutzung nach 2-Jahren das Premium-Abo verpflichtend machen würde und daneben ggf. noch ein günstigeres Alexa-Abo als Alternative anbieten würde wäre das m.E. absolut fair. Schließlich nutzt man fortwährend die Amazon-Infrastruktur, profitiert von Updates und kann telefonischen Support in Anspruch nehmen. Firmen wie Sonos können das aus den höheren Kaufpreisen decken, aber bei einem 60€-Device funktioniert das nicht.

    Und natürlich sollten auch Entwickler komplexer und guter Skills Geld damit verdienen dürfen. Letztlich verbessert das nur die Qualität und Anzahl der Skills.

Leave a Response