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Microsoft und Eon kündigen intelligentes Energiemanagementsystem an

by Marcus25. September 2018

Microsoft hat auf der Konferenz „Microsoft Ignite“ eine Kooperation mit Eon im Bereich Smart Home und Energiemanagement bekanntgegeben. Heraus kommt eine Plattform, mit der sich der Energieverbrauch privater Haushalte intelligent steuern lässt.

Der US-Softwaregigant und der deutsche Energieversorger haben, wie das Handelsblatt berichtet, eine internationale Partnerschaft geschlossen. Im Zusammenspiel mit Microsoft will Eon den Markt für das intelligente Energiemanagement in den privater Haushalten erobern – ein gigantischer und stetig wachsender Markt.

Hierfür haben Microsoft und Eon eine Softwarelösung entwickelt. Sie übernimmt die zentrale Steuerung sämtlicher Anlagen, die in einem Haus Strom verbrauchen oder produzieren. Hierzu zählen elektrischer Verbraucher wie Waschmaschine, Heizung und Fernseher sowie Solaranlage oder das Ladegerät für das Elektrofahrzeug. Dank künstlicher Intelligenz soll das Energiemanagementsystem dann den Kunden helfen, den Energieverbrauch effektiv zu senken und so Stromkosten zu sparen sowie den Komfort zu steigern.

Wie funktioniert das genau?


Damit dies möglich ist, verbinden Smart Grids den Stromtransport mit Datenverkehr. So ist es möglich, um das Angebot und die Nachfrage nach Energie punktgenau aufeinander abzustimmen. Zudem messen Smart Meter den aktuellen Stromverbrauch in sehr kurzen Intervallen. Die Folge ist, dass sich einzelne Verbraucher wie eben die Waschmaschine intelligent, komfortabel und energieeffizient steuern lassen.

Per künstlicher Intelligenz soll z. B. vorhergesagt werden, wann ihr nach Hause kommt, um euch mit der Wunschtemperatur zu empfangen. Zudem kann das System entscheiden, ob es z. B. von Vorteil ist überschüssigen Strom aus der Batterie des Elektroautos oder der Solaranlage auf dem Markt anzubieten, wenn dort die Preise gerade hoch sind. Auf der anderen Seite soll es aber auch erkennen, wenn der Strom aus der hauseigenen Solaranlage auf dem Dach nicht ausreichen wird, um den Energiebedarf zu decken. Dann wird der Strom möglichst günstig dazugekauft. Eon und Microsoft sprechen selbst von der „nächsten Stufe des Smart Home“.

Für die Steuerung wird neben einer App auch eine Energy Management Box entwickelt, die als Gateway fungiert und die Informationen bündelt. Die Plattform von Eon und Microsoft soll die Daten möglichst vieler Anlagen, die es aktuell bereits von vielen verschiedenen Anbietern als Einzellösungen gibt, zusammenfassen und zentral steuerbar machen. Der Startschuss soll Anfang 2019 fallen. Dann möchten sich Eon und Microsoft einen Teil des Kuchens sichern. Dieser ist aktuell zwar noch relativ überschaubar, wird aber laut diverser Studien in den kommenden Jahren gewaltig wachsen.

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Marcus
Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

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