Musio – Dein bester Freund im Smart Home. Oder doch nur ein Spielzeug?

Musio Titel
Geschrieben von danielboe
ssmaart-Haus

Musio von AKA soll ein intelligenter Roboter werden, welcher durch sprach Ein- und Ausgabe sogar lernen kann und mit seinem Umfeld interagiert. Die Zielgruppe beginnt mit Kindern (als Lernhilfe) und endet bei engagierten Entwicklern rund um Smart Home (via Bluetooth, Wifi und Zigbee).

Wir kennen alle die Scifi Streifen wie “A.I.- Künstliche Intelligenz” oder auch die neue TV Serie “Extant”. Maschinen verhalten sich derart menschlich, dass kaum ein Unterschied wahrgenommen wird. Man geht in dieser Fantasie zum Teil so weit, dass eine Beziehung zwischen Mensch und Maschine zustande kommt. Gut, ich habe auch eine Art Beziehung zu meinem Laptop, aber darum geht es hier nicht.

Musio vom Entwickler AKA will genau so etwas sein. Ein “Spielzeug”, welches Interaktion und Konversation auf hohem Niveau ermöglicht. Das Projekt wurde bereits erfolgreich auf Indiegogo finanziert. Man vergleicht kühn mit bereits existierenden Sprachassistenten wie Siri oder Cortana um klar zustellen was Musio nicht ist: Keine dumpfe Suchmaschine, die nur auf ein paar Phrasen vorgefertigte Antworten parat hat.

[youtube url=”https://youtu.be/VySKmLawlAI” autohide=”2″ hd=”1″ showinfo=”0″]

Was ist Musio

Musio sieht aus wie ein kleiner Roboter, andere sehen vielleicht ein Alien in dieser Form. Es wurde sicher bewusst ein Design gewählt, welches sich vom Menschen abhebt. Das Gegenteil wäre für die Meisten vermutlich einfach gruselig.

Musio soll nun durch Interaktion und durch Dialoge lernen. Er merkt sich als einfaches Beispiel einen vorher erfragten Namen des Gesprächspartners. Man behauptet sogar, er kann auf Emotionen eingehen und auf diverse Situationen reagieren. Schlechte Stimmung z.B. durch einen Witz auflockern. Als Ausgabe gibt es natürlich seine Stimme, weiterhin ein “Gesicht” und ein Symbol seines Herzens. Hiermit kann noch extravaganter kommuniziert werden und auch die Emotionen, welche in der Sprache möglicherweise nicht so gut herüberkommen, werden verdeutlicht. Wir kennen es alle von uns: Eine Person kann von Angesicht zu Angesicht wesentlich einfacher und intensiver wahrgenommen werden als z.B. über ein Telefonat.

Musio Emotionen

Musio Emotionen (Bild: Indiegogo)

Wie “er” funktioniert

Musio wird es in 3 Varianten geben – Simpel, Smart und Genius. Die Simpel Variante hat die langsamste Hardware und soll demzufolge weniger Informationen verarbeiten können bzw. langsamer reagieren. Interessant bei den beiden größeren Varianten ist die Möglichkeit der Vernetzung über Wifi, Bluetooth und sogar Zigbee. Ja genau, da werden die Smart Home Liebhaber hellhörig und so ist es auch gedacht. Musio soll durchaus Interaktionen mit dem IoT zulassen und kann ins vernetzte Zuhause integriert werden. Details gibt es noch nicht, aber genauso wie mit “Okay Google” oder dem Amazon Sprachcomputer “Echo” lassen sich super Sprachsteuerungen realisieren. Wenn die Entwickler ihr Wort halten, auf ganz natürliche Art ganz ohne oder zumindest mit wenig Programmierkenntnisen.

Varianten von Musio

Varianten von Musio (Bild: Indiegogo)

Der Musio basiert auf Android 5 aka Lollipop und kann durch Arduino Boards ganz im DIY Stil erweitert werden. Das gefällt mir auf jeden Fall sehr gut und lässt auch Spielraum für Entwickler, welche nicht unbedingt eine Beziehung aufbauen wollen, um die Lichter an und auszuschalten.

Muse

Muse ist die Software, die Engine des Roboters. Diese sorgt für den Lernprozess, verarbeitet die Eingaben und generiert die Ausgaben. Sicher wird es dazu auch eine Art SDK geben, damit genau hier weiter entwickelt und probiert werden kann.

Sophy

Sophy "Zeigestift"

Sophy “Zeigestift” (Bild: Indiegogo)

Hierbei handelt es sich um ein Zeigegerät, um weitere Eingaben zu ermöglichen. Ich denke man kann es sich in etwa wie die Air Mouse beim Smart TV vorstellen. Wie wäre es auf das richtige Fenster zu zeigen und es öffnet sich? Oder einfach abends aus dem Bett noch fix die Lichter ausschalten? Klingt ganz cool, oder?

Wann wird es ihn geben?

Das Datum steht aktuell auf Juni 2016. Dann wird der Musio verschickt. So ein Projekt kann natürlich nur funktionieren, wenn es von der Community akzeptiert wird. Nur so kann ständig weiter entwickelt werden und es kann nur so auch in Zukunft neue Features und Module für den Kleinen geben.

 

Funktioniert das wirklich? Gibt es eine K.I.?

Zum aktuellen Zeitpunkt ist wohl sicher, dass Musio so gut wie nichts von dem kann, was die Entwickler versprechen. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass er im Gesamtpaket gegen eine Siri Spracheingabe ankommt. Aber abwarten, es ist ja noch ein ganzes Jahr zeit und da kann noch viel passieren. Die “Simpel” und damit kleinste und billigste Variante ist sicher für unsere Leser nicht so interessant, denn hier handelt es sich wirklich um ein Spielzeug. Ursprünglich übrigens zum leichteren Erlernen von Sprachen gedacht. Die größeren und vernetzten Varianten sind und bleiben spannend. Wenn durch Musio eine effektive und einfache Interaktion mit dem Smart Home oder dem IoT möglich wird, hat das Projekt gute Erfolgsaussichten. Wir werden einfach mal ein paar Euro in die Hand nehmen und die Entwickler unterstützen. Spätestens im Juni 2016 sprechen wir uns also wieder und werden sehen, ob alles heiße Luft war oder ob wirklich ein geniales Produkt entstanden ist. Bis dahin.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

danielboe

Hi, ich bin Daniel, Geschäftsführer bei der "Smarthome Agentur UG" und mein Leben dreht sich rund um Technik seit ich denken kann. Mein Interesse gilt neuen Trends, welche den Alltag erleichtern. Dinge zu verstehen und sie noch besser zu machen ist mein Motto.
Wenn ich gerade nicht der Informatik Nerd bin, höre ich Musik, fahre Fahrrad oder treffe mich mit Freunden.

Gib deinen Senf dazu!