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NB-IoT: Telekom und Huawei starten Schmalband-Netz

by tobias24. Oktober 2016

Die Deutsche Telekom und Huawei haben in Bonn das erste Ende-zu-Ende-System für Schmalband-Kommunikation im Netz der Telekom in Betrieb genommen – auf dem hauseigenem Parkplatz.

Basierend auf dem im Frühjahr diesen Jahres freigegebenen NB-IoT-Standard (Narrow band Internet of Things) hat die Deutsche Telekom ihren ersten intelligenten Parkplatz vorgestellt. Autofahrer bekommen hier via App und Google Maps automatisch angezeigt, wo welche Parkplätze noch zur Verfügung stehen. Die Infrastruktur hierfür liefert der Telekom-Partner Huawei.

Die Schmalband-Technik ermöglicht eine großflächige Abdeckung bei geringem Stromverbrauch sowie überschaubaren Hardware-Kosten. Die Technik umfasst unter anderem eSingle RAN-Basisstationen, ein virtualisiertes C-SGN (Kernnetz) sowie eine cloud-basierte IoT-Plattform. Sensoren in den Stellplätzen selbst liefern die entsprechenden Daten an die App aus.

„Wir sind stolz, dass die bewährte Zusammenarbeit zwischen Deutsche Telekom und Huawei zur Einführung des weltweit ersten Ende-zu-Ende-Netzes für Schmalband-IoT geführt hat“

, (Jiang Wangcheng, President Global IoT Business Huawei)

Der neue NB-IoT-Standard startet neben Deutschland auch in den Niederlanden und soll in den kommenden Monaten in weiteren acht Ländern präsentiert werden. Der neue Standard, so ist zu hören, soll sich schnell durchsetzen. Neben der Deutschen Telekom sollen auch Vodafone und die Swisscom bald schon die begehrten Chipsätze erhalten.

Bisher ist die kommerzielle Parkraumbewirtschaftung das einzige Anwendungsbeispiel, welches mit dem neuem NB-IoT-Standard Realität geworden ist. Viele weitere Bereiche wie Tracking, Smart Metering oder auch der Transport könnten bald schon folgen. Um etwaige Lösungen noch schneller von der Entwicklung auf den Markt zu bringen, wurde zudem das neue Konzept „Soft Lab“ präsentiert. Entwickler sollen standortunabhängig lediglich per Software die Funktionen von Chipsätzen, Modulen und Stationen testen können. Hierfür bedürfe es bloß einer Verbindung zum C-SGN-Kernnetz.

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Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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