Neue Mikrowechselrichter mit Wi-Fi für Balkonsolaranlagen vorgestellt

Geschrieben von Marcus
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Mini-PV war bei uns hier im Blog schon mehrmals Thema, z. B. hier. Bosswerk hat dazu passend heute zwei neue Wechselrichter vorgestellt, die dank integriertem Wi-Fi die aktuelle Stromerzeugung selbst ans Smartphone melden. Damit kannst du dir den Umweg über eine Smart-Home-Steckdose zum Messen sparen.

Die beiden neuen Microinverter BW-MI300 und BW-MI600 von Bosswerk sind speziell für steckerfertige Photovoltaikanlagen entwickelt worden. Mit ihnen soll sich der Ertrag der sogenannten Bürger- oder Balkonsolaranlagen deutlich steigern lassen. Sie weisen laut Hersteller den höchsten Wirkungsgrad in dieser Geräteklasse auf und wandeln die Solarenergie fast verlustfrei in nutzbaren Haushaltsstrom um.

Die zwei Microinverter mit deutscher Technologie erzeugen bereits ab einer PV-Modulspannung von 20V die erforderlichen 230V Wechselstrom. Die Modulleistung lässt sich über eine WiFi-Verbindung auf einem Tablet, Smartphone oder PC anzeigen, speichern und vom Benutzer statistisch auswerten. Inwieweit sich die Daten auch für die intelligente Steuerung im Smart Home nutzen lässt, ist nicht klar. Für das Abdecken der Grundlast eines Hauses ist eine Mini-PV-Anlage aber allemal eine tolle Sache.

Die beiden Inverter BW-MI300 und BW-MI600 unterscheiden sich lediglich im Hinblick auf die Ausgangsleistung. Der BW-MI300 liefert bis zu 300 Watt ins Hausstromnetz, während der BW-MI600 maximal 600 Watt einspeist. Die empfohlene Eingangsleistung vom Solarpanel zum BW-MI300 beträgt 210 bis 400 Wp, beim BW-MI600 kann das Doppelte an PV-Modulen angeschlossen werden. Erhältlich sind beide Module bei GreenAkku und kosten 149 Euro bzw. 259 Euro.

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Marcus

Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

1 Kommentar

  • Danke für deine Ausführliche Vorstellung dieser neuen Modulwechselrichter. Ich habe mich vor kurzem selbst damit beschäftigt und finde die Parameter hervorragend!
    An zwei Stellen möchte ich deinen Artikel ergänzen:
    1. Im Hintergrund ist nicht wirklich “deutsche Technologie” am Arbeiten.
    2. Das auslesen der Wechselrichter-Werte ist nur mit Cloudzwang möglich.

    Zu 1: es mag sein, dass der Wechselrichter selbst ein tolle Performance hat und von hiesiger Ingenieurskunst profitiert. Die Nutzung eines chinesischen Backends zum Versenden der Ertragswerte (https://www.solarman.cn/english.html) spricht alldings nicht unbedingt dafür.
    Zu 2. “Bosswerk hat dazu passend heute zwei neue Wechselrichter vorgestellt, die dank integriertem Wi-Fi die aktuelle Stromerzeugung selbst ans Smartphone melden.”

    Das ist nur bedingt richtig: ich habe Mal aus eigenem Interesse bei Bosswerk nachgefragt: Der Wechselrichter meldet nicht ans Smartphone, sondern in die Cloud von Solarman:
    “Die Daten werden auf dem Servern von Solarman gespeichert und können sobald Sie sich einloggen am Smartphone oder am PC oder Tablet geladen werden”

    Die App selbst benötigt umfangreiche Berechtigungen wie zum Beispiel genaue Standortdaten. Wozu dies notwendig sein sollen konnte mir der Support nicht zufriedenstellend darlegen.
    Insofern ist dies kein wirklicher Ersatz für eine Smart-Home-Steckdose, wenn man eigentlich vor hat die Ertragswerte im eigenen Haus weiterzuverarbeiten.

    Viele Grüße,
    Felix

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