Neue Philips Hue-App ohne Teilen-Funktion

Screenshot iOS Philips Hue-App
Geschrieben von tobias
ssmaart-Haus

Die Philips Hue-App verlässt das Betastadium und steht ab sofort für iOS und Android in der Version 2.0 (Gen 2) zum Download bereit – das Teilen von Lichtszenen ist indes nicht mehr möglich.

Neue Oberfläche, neues Konzept

Ansprechendes Design, übersichtliche Anordnung. Die neue Generation der Philips Hue-App hat grafisch noch einmal zugelegt und präsentiert sich durchaus modernisiert. Auch der Funktionsumfang der App wurde noch einmal angepasst und erweitert. So stehen beispielsweise ab sofort nicht mehr Lichtszenen, sondern Räume im Vordergrund. Das soll die Übersichtlichkeit verbessern – und hat sich in anderen Smart Home Apps bereits bewährt.

“Bei ihrer Entwicklung standen die Bedürfnisse der Anwender im Mittelpunkt, und wir haben ihre Rückmeldung in Tests umfassend berücksichtigt. Mit dem heutigen Start der neuen App erhalten Hue-Nutzer mehr Kontrolle und kreativen Gestaltungsfreiraum für ihre Beleuchtung als jemals zuvor”, so Roger Karner, Geschäftsführer Philips Lightning in Deutschland, Österreich und der Schweiz über die neue App.

Funktionen der neuen Philips Hue-App

Räume: Nach der Installation lassen sich im Menü “Zimmereinstellungen” Räume anlegen und diesem die entsprechenden Lampen zuordnen. Die Steuerung aller Lampen im Raum erfolgt dann entweder per Schieberegler, “Routinen” oder auch per Sprachsteuerung. “Schalte alle Lampen im Wohnzimmer auf 25 Prozent!” kann dann der Befehl an Apples Siri lauten.

Routinen: Die App verfügt über sogenannte Routinen, die für jede Tageszeit die passende Lichtmischung liefern sollen. So imitiert die Routine “Aufwachen” einen warmen Sonnenaufgang. Abends lässt sich dann eine Routine ergänzen, die den Blauanteil im Licht reduziert. Auch ein Nachtlicht mit minimaler Lichtintensität kann gesetzt werden – besonders interessant für Familien mit Kindern. Zeiten und Tage lassen sich für alle Routinen frei definieren.

Szenen: Neben bereits voreingestellten Lichtstimmungen wie “Frühlingsblüten”, “Nordlichter”, “Tropendämmerung” usw. bietet die Hue-App nun auch die Möglichkeit, aus einem beliebigem Foto eigene Ambiente-Lichtstimmungen zu kreieren. Hierfür zieht sich die App aus jedem beliebigen Bild fünf passende Farben und mischt diese. Jede Szene kann mit eigenen Helligkeitswerte und Farbnuancen ergänzt, abgespeichert und jederzeit wieder abgerufen werden.

Widgets: Ebenfalls neu, stehen nach Installation der App nun insgesamt 10 sogenannte Hue-Widgets zur Verfügung. Über diese lassen sich vorbestimmte Räume wie auch Szenen und deren Lichtsituationen steuern – und zwar ohne die App selbst zu öffnen. Hue-Widgets lassen sich im Homescreen des Smartphones ablegen. So kann man zum Beispiel zwischen Raum-Ambiente und Licht-Ambiente noch schneller wechseln.

Zuhause & Abwesend: Mit dieser Funktion lassen sich zum einen Lichtsituationen abspielen, die eine Anwesenheit des Nutzers simulieren sollen – auch, wenn dieser gar nicht Zuhause ist. Zum anderen lässt sich mit dieser Funktion von unterwegs überprüfen, ob das Licht auch wirklich ausgeschaltet wurde. Diese Überprüfung kann nach Aktivierung oder automatisch via Geofencing abgefragt werden. Auch die automatische Abschaltung aller Lampen, nachdem der Letzte das Haus verlassen hat, ist mit “Zuhause & Abwesend” möglich. Anmeldung bei “Mein Hue” ist für diese Funktion vorrausgesetzt.

Keine Teilen-Funktion mehr: Das ist die vielleicht wichtigste Veränderung, was den Funktionsumfang angeht. Mit der neuen Hue-App verlässt Philips scheinbar die Hue-Community, denn: wer bisher eigene Lichtszenen genutzt und gepflegt hat, der wird nun wieder von vorne beginnen müssen. Statt dessen gibt es nur noch eine kleine Auswahl vordefinierter Lichtstimmungen. Auch die Teilen-Funktion ist in der neuen Philips Hue-App (“gen 2” )nicht mehr vorhanden. In der Beta-Version ist das Teilen von Lichtszenen hingegen weiterhin möglich.

Einschätzung der neuen Hue-App

Philips-Hue-AppPositiv: Intuitive Bedienung trifft modernes Design. Die Lichtsteuerung per Schieberegler arbeitet formschön, schnell und vor allem präzise. Das Programmieren von Szenen ist ab sofort nicht mehr unbedingt erforderlich. Alle wichtigen Räume und Funktionen sind zudem auf einem Blick ersichtlich.

Routinen und Widgets erleichtern die Lichtsteuerung erheblich. Auch, dass nach Anmeldung bei “Mein Hue” alle neuangelegten Szenen auf allen angemeldeten Geräten synchronisiert werden, ist positiv zu vermerken.

Negativ: Warum aber die bisher rege genutzte Teilen-Funktion nicht mehr ihren Weg in die neue Hue-App gefunden hat, ist unklar. Ein Blick in die Hue-Cloud verrät aber, dass alle Lichtszenen im Konto noch hinterlegt und theoretisch später noch von der App genutzt werden könnten.

Ein weiterer negativer Aspekt: Jede Lichtstimmung bzw. jede Szene gilt nur für den jeweiligen Raum und kann nicht raumübergreifend angelegt werden. Als workaround muss man über die sogenannte “Routine” gehen. Diesekönnen in bis zu vier Räumen oder gleich dem ganzen Haus gleichzeitig abgespielt werden.

Die neue Philips Hue-App kann ab sofort im Apple App Store und bei Google Play herunter geladen werden. Hinweis: Die App hat in der Version 2.0 (“gen 2”) einen bunten Schriftzug.

Weitere Informationen unter: www.meethue.com

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tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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