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Review

Neuheit netatmo Windmesser im Test vs. Z-Weather

by 1. November 2015
Postiv
  • schnelle, einfache Installation
  • Ultraschall Technologie, keine mechanischen Teile
  • frei posistionierbar, aufstellbar, sowie Wandmontage möglich
  • Standard Gewinde (wie bei Digitalkameras)
  • Gibt Windgeschwindigkeit und Windrichtung an
  • Negativ
  • kein Stand-alone Gerät - bedarf netatmo Wetterstation
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    "Must have" für alle Netatmo Wetterstations Besitzer. Messtechnik via Ultaschall. Lohnenswerte Erweiterung für Smart Home Systeme dank offener API.

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    This article is now available in english on siio.com.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Ende dieser Woche ist der netatmo Windmesser im Handel erhältlich. Wir durften ihn vor dem Marktstart schon testen. Hier ist unser Review und ein kurzes Fazit im Vergleich zum Z-Weather.

    Ich freue mich immer ganz besonders, wenn wir uns auf siio ein Produkt noch vor dem offiziellen Marktstart ansehen dürfen. Wie in diesem Fall: Wir durften den netatmo Windmesser testen. Dieser ist bereits bei einigen Onlinehändlern, wie hier auf Cyberport für 99 Euro vorbestellbar. Die Auslieferung soll ab dem 5.November, also kommenden Donnerstag erfolgen.

    Der netatmo Windmesser / Windsensor ist kein Stand-alone Gerät. Er ist eine Erweiterung für die beliebte netatmo Wetterstation. Diese, über USB und Netzteil mit Strom versorgte Einheit, funkt mit deinem WLAN und weitere Module wie das Outdoor Modul oder der Regenmesser, können an die Wetterstation angelernt werden. Die Erweiterungsmodule funken auf einem eigenen Protokoll (vermutlich 400 bzw. 800 Mhz Band) mit der Wetterstation und sind batteriebetrieben. So auch der neue Windmesser.

    Die Messwerte wie Temperatur, CO2 Gehalt in der Luft, Regenmenge und ab sofort auch die Windgeschwindigkeit – und ja auch die Windrichtung, werden über die Wetterstation via WLAN an deinen kostenfreien netatmo Account übertragen. So können die Werte via Webbrowser oder Smartphone / Tablet App abgerufen und grafisch dargestellt werden.

    Installation des netatmo Windmesser

    Der neue netatmo Windmesser ist schnell per Smartphone bzw. Tablet App an deine Wetterstation angelernt. App öffnen, oben rechts das Zahnrad für die Einstellungen öffnen und dann dort auf „Modul hinzufügen“ klicken. Schon bist du im Kontext um den netatmo Windmesser mit deiner Wetterstation zu verbinden.

    Nun einmal oben auf die Wetterstation drücken und gedrückt halten, solange bis diese blau leuchtet. Denk daran, dass Bluetooth an deinem Smartphone bzw. Tablet aktiviert sein muss. Danach erhältst du eine Liste mit deinen bereits verbundenen Geräten, sowie allen von netatmo verfügbaren Modulen. Hier ist bereits der netatmo Windmesser auswählbar.

    Um den Windmesser nun anlernen zu können, musst du die vier Kreuzschrauben an der Unterseite des Moduls öffnen, denn der Batterieblock (4 Stück AA) hat noch eine Batterielasche welche entfernt werden muss. Falls du später mal den Windsensor an eine andere Station anlernen möchtest – dann einfach die Batterien für ca. 30 Sekunden entnehmen und wieder einsetzen. Auch so versetzt du den Windmesser in den Anlernmodus. Aber nun zurück zu unserer Installationsroutine.

    Nachdem du die Batterielasche entfernt hast, stelle den Windmesser in einer kurzen Distanz zur netatmo Wetterstation auf. Nun sollten sich beide Geräte finden und verbinden. Danach kannst du den Deckel wieder zuschrauben.

    Aufstellen und Positionieren

    Da der netatmo Windsensor nicht nur die Windgeschwindigkeit misst, dies übrigens nicht mechanisch wie andere Windsensoren (unter anderem auch der Z-Weather) sondern mittels Ultraschall Technologie, sondern auch die Windrichtung bestimmen kann, musst du das netatmo Windsensor Modul nach Norden ausrichten. Dafür gibt es einen kleinen Pfeil auf dem Deckel des Moduls, welcher nach Norden zeigen muss. Für alle die keinen Kompass Zuhause liegen haben und nicht bei den Pfadfindern waren – hier ein kleiner Tipp. Moderne Smartphones wie etwas das iPhone haben eine Kompass App ;-)

    An der Unterseite des netatmo Windmesser befindet sich ein Gewinde, wie es etwa bei Digitalkameras üblich ist um diese auf ein Stativ zu schrauben. Hierfür gibt es bereits passende Wandhalterungen (Link) oder (hier), so dass du den Windmesser an deiner Hauswand befestigen kannst. Besser ist allerdings eine freie Positionierung, denn wenn du das Modul an der Hauswand befestigst, hast du automatisch einen Windschatten und kannst Winde aus dieser Richtung nicht messen.

    Netatmo Windmesser vs. Z-Weather im Test

    Es war eine stürmische Halloween Nacht. Perfekt für meinen Test. Einen Z-Weather habe ich bereits montiert und diesem mit dem RaZberry verbunden. Also stellen wir mal beide Geräte gegenüber:

    Verarbeitung:

    Der netatmo Windmesser ist relativ schwer – könnte allerdings im unteren Bereich für meinen Geschmack deutlich schwerer sein für einen besseren Stand im Sturm. Dennoch, ich hatte ihn lediglich auf dem Fensterbrett in der letzten Nacht stehen und Winde um die 33km/h haben ihn nicht erschüttert. Wie beschrieben gibt es auch eine Wandhalterung, so dass der Windmesser überall seinen Platz finden kann. Dank Ultraschall Messtechnik sind keine beweglichen Teile am Gerät – im Gegensatz zum Z-Weather. Der Z-Weather kann nicht einfach „aufgestellt“ werden und bedarf immer einer Wandmontage. Wenn ich wählen müsste, so würde ich mich aufgrund der Optik und Verarbeitung für den netatmo Windmesser entscheiden. Hier geht der Punkt klar an das netatmo Modul.

    Z-Weather – / + netatmo

    netatmo-windmesser (8 von 17)

    Funkreichweite

    Vielleicht noch kurz ein paar Worte zur Funkreichweite. Mein Wohnzimmer, in welchem die Wetterstation steht, befindet sich im 2.OG. Den Windsensor habe ich auf der anderen Hausseite im 1.OG aufgestellt. Durch eine Etage, quer durch das Haus reicht die Funkverbindung noch mit 2 von 5 möglichen Balken. (Anzeige im Webportal von netatmo). Mit der Positionierung sollte man daher keine Probleme haben. Diese Strecke konnte ich mit dem Z-Weather nicht auf Anhieb überbrücken. Dank Z-Wave Meshnetzwerk lässt sich dessen Reichweite jedoch einfach durch ein aktives (dauerhaft am Strom befindliches) Gerät problemlos erweitern. Daher gibt es hier ein Unentschieden.

    Z-Weather + / + netatmo

    Z-Weather vs. netatmo Windmesser

    Z-Weather vs. netatmo Windmesser

    Messdaten

    Im Raspberry Pi kann ich mir mit dem kleinen Tool „Charts“ die Werte schön als Kurve darstellen, beim netatmo Windmesser geht das Out-of-the-Box in der App und in der Weboberfläche sowieso. Der Z-Weather kann mir neben der Windgeschwindigkeit auch Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck übermitteln. Das kann der netatmo Windmesser selbst nicht aber dafür das netatmo Outdoor Modul, welches im Starterkit der Wetterstation dabei ist. Damit Punktegleichstand. Der netatmo meldet mir aber zu der Durchschnitts-Windgeschwindigkeit auch die Windböhen sowie die Windrichtung. Ausserdem sind die Messpunkte viel viel kürzer hintereinander als gegenüber zum Z-Weather. Dies liegt daran, das dass netatmo Windsensor Modul via Batterie betrieben ist und der Z-Weather energieautark über Solarbetrieb gespeißt wird. Dieser muss via Energiemanagement in der Firmware viel mehr mit der Kapazität haushalten. So sprechen wir hier also über Messpunkte aller 5-10 Minuten beim netatmo – gegenüber dem Z-Weather welcher bei Sonnenschein im Bestfall aller 15 Minuten bis hin zu 2 Stunden reportet. Der Punkt geht an das netatmo Windmesser Modul – auch wenn ich noch nichts zu der Batterielaufzeit sagen kann – aufgrund des bisher kurzen Testzeitraums. Doch die Standard AA Batterien stürzen niemanden in unerwartete hohe Folgekosten.

    netatmo Windmesser vs. Z-Weather

    netatmo Windmesser vs. Z-Weather

    By the way: Für Wind- und Sonnenbauern, also all die unter uns, welche ein Windrad haben bzw. planen – oder eine Photovoltaik Anlage, kann der Z-Weather aufschlussreiche Werte liefern. Er misst den Pulse Count (jede 8te Umdrehung) sowie den Sonnenertrag, hoch gerechnet und indiziert auf 1m² bei 16% Effizienz. Ich werte das mal als kleinen Pluspunkt :-)

    Z-Weather – / + netatmo

    Konnektivität

    Wozu zeichnet man diese Daten überhaupt auf? Nur um in einer App zu sehen, das es draußen Windig ist macht vielleicht am Anfang Spaß, aber mit der Zeit schaut man nur noch selten in die App, bzw. Weboberfläche hinein. Im Bereich Smart Home sollen diese Daten natürlich helfen auf Wetter – Ereignisse, wie hohen Wind zu reagieren, um so Markisen oder Jalousien ein- bzw. hoch zufahren. Die netatmo Wetterstation hat zwar eine API, mit welcher die Station an Systeme wie zum Beispiel dem Gateway von Fibaro angebunden werden kann, stand heute ist der Windsensor aber leider noch nicht im Plugin von Fibaro enthalten. Aber Butter bei die Fische – der netatmo Windmesser kommt ja auch erst am 5.November offiziell auf den Markt. Ich denke danach sollte es nicht lange dauern bis dieser auch in verschiedenen Smart Home Systemen funktioniert. Das Z-Weather dagegen überträgt die Messdaten via Z-Wave an das Gateway. Im Beispiel des Fibaro Home Center ist es leider immer noch nicht seitens Fibaro implementiert worden. Allerdings können sogenannte Assoziationsgruppen erstellt werden. Hierbei steuert der Z-Weather Windsensensor also den Z-Wave Rollershutter, welcher die Jalousie hoch und runter fährt – direkt. Das hat den Vorteil, das dieses Kommando auch erfolgt, falls die Zentrale mal ausfällt oder nicht erreichbar ist. Wie in unserem Testbericht zum Z-Weather erläutert, hält das Energiemanagement immer genug Energiereserven vor, um im Notfall (böhiger Wind / Sturm) ein Kommando über die Assoziationsgruppe zu senden. Daher würde ich den Punkt an das Z-Weather vergeben.

    Z-Weather + / – netatmo

    Wie sieht es in der Software Z-Way aus, welche auf Raspberry Pi und WD NAS läuft? – Dort ist der Z-Weather vollständig integriert, aber auch für die netatmo Wetterstation gibt es ein Plugin im eigenen Z-Way App Store. Die Integration des Windsensor soll unmittelbar nach Veröffentlichung von diesem Erfolgen – so die Entwickler von Z-Way.

    Fazit:

    Für den Single-Use-Case – nur um Daten in der App zu sammeln würde ich persönlich erstmal vom Kauf absehen. Dank der offenen API von netatmo, dürfen wir aber auf eine sehr baldige Implementierung in diverse Smart Home Systeme hoffen (ich denke Fibaro, RWE, Z-Way werden die Ersten sein). Dann ist der Preis mit 99 Euro mehr als gerechtfertigt, vor allem für die Lösung via Ultraschall Messtechnik. Der netatmo Windsensor ist eine super gelungene Erweiterung, für die beliebte netatmo Wetterstation. Wer bereits über diese verfügt, kann ab 5. November auf das netatmo Windmesser Modul als Erweiterung und kostengünstige Alternative zum Z-Weather zurückgreifen. Dieses kann ab sofort hier vorbestellt werden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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    crissxcross
    crissxcross
    Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
    • Frank
      1. November 2015 at 23:38

      Danke für den tollen Bericht. Wie sieht es denn mit der Wintertauglichkeit, gerade bei dem Netatmo aus?

      • crissxcross
        2. November 2015 at 0:01

        das ist ein guter Aspekt. Also beim Netatmo Windsensor sehre ich erstmal keinerlei Probleme wegen Feuchtigkeit, Regen ect. Die 4 Schrauben pressen den Deckel gut in die Dichtung. Das hält. Wie das bei Schnee aussieht werden wir sehen. Ich kann mir vorstellen, das dass Teil zuschneit bei böhigem Wind. Eine Heizung hat es nicht.

        Was mit dem Z-Weather bei Eisregen passiert interessiert mich unter diesem Aspekt ebenfalls. Ich kann mir vorstellen das die Mechanik einfrierst. da hat wohl die Ultraschall Technologie die Nase vorn.

    • Philipp
      17. April 2016 at 11:09

      Danke für den Review! Der Netatmo avanciert scheinbar zu den beliebtesten Windmessern und bewegt sich preislich eigentlich noch im Rahmen

      • Michael
        6. April 2017 at 16:15

        Z-Weather hat im Winter keine Probleme, ich habe die Station schon länger im Einsatz. Hat es schon 2 Winter überstanden – ohne irgendwelche Ausfälle.
        Die Reporting-Zeit int auch 5 Minuten tagsüber (keine 15) bei normalem Lichteinfall.

        Negativ beim Z-Weather – keine Windrichtung, daher für Jalousien/Fenster-Steuerung nur bedingt geeignet (oder eben als „Windwarner“, wenn man die Station gezielt an einer Wand montiert).

        Mich würde die Genauigkeit im Vergleich zu Z-Weather interessieren – wie stimmig sind die Werte (bei gleichen Windbedingungen an gleicher Stelle)?

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