Nokia kauft Withings für 170 Millionen Euro

Geschrieben von tobias
ssmaart-Haus

Der Wearables-Hersteller Withings hat verkündet, noch in diesem Jahr von Nokia übernommen zu werden – für geschätzte 170 Millionen Euro. Will Nokia zurück auf den Gadget-Markt? Oder droht Withings-Kunden gar ein ähnliches Szenario wie bei Revolv nach der Übernahme durch Google Nest?

Nokia – Zurück zur Hardware

Der ehemalige Smartphone-Hersteller Nokia, der zuletzt mit der Ozo-Cam oder auch dem Tablet N1 für Aufmerksamkeit sorgte, kauft mit dem französischen digital health Experten Withings schlicht und ergreifend Knowhow. Auch auf das sogenannte Internet of Things hat man es abgesehen.

“Wir haben immer gesagt, dass das Thema digital health ein strategisches Interesse für Nokia darstellt. Und jetzt haben wir den konkreten Schritt unternommen, um in diesen großen und wichtigen Markt vorzudringen. Mit diesem Kauf stärkt Nokia seine Stellung im Bereich Internet of things und möchte gemeinsame Kräfte bündeln”

, Rajeev Suri, seines Zeichens CEO Nokia in einer eigens veröffentlichten Pressemitteilung.

Withings – Mit Nokia die Welt verändern

Die Übernahme soll mit der Zahlung von geschätzten 170 Millionen Euro noch im dritten Quartal diesen Jahres vollzogen werden. Withings, im Jahr 2008 mit dem Slogan “Smarter products for healthy living” gegründet, ist uns besonders durch deren Fitness-Tracker oder auch W-LAN-Körperwaagen bekannt. Angesichts der angekündigten Übernahme durch die Finnen, zeigt man sich indes positiv.

“Wir waren von Nokia’s Plänen beeindruckt. Das Team teilte mit uns nicht nur unsere Ansichten im Bereich preventive health, sondern auch im Bereich patient care. Sobald wir den Deal abgeschlossen haben, wollen wir mit der Arbeit beginnen und unseren Weg als ein gemeinsames Team für eine Zukunft mit tollen Produkten und Innovationen beginnen”

, so Cédric Hutchings, CEO von Withings. “Zusammen, davon sind wir überzeugt, können wir die Welt verändern!”

Alle Geräte werden auch in Zukunft funktionieren

Im letzten Absatz der auf der Withings-Webseite veröffentlichten Pressemitteilung versicherte Hutchings des weiteren, dass alle Geräte und Apps seines Unternehmens wie bisher funktionieren werden. Inwieweit man diesen Worten Glauben schenken darf, bleibt jedoch abzuwarten. Besonders Kunden des von Google Nest 2014 aufgekauften Revolv werden wissen, wie schnell solche statements vergessen werden. 2014 von Google Nest übernommen, wurde die Smart Home Lösung Revolv im Mai diesen Jahres alternativlos eingestellt. Auch alle Hardware wurde in diesem Zuge nutzlos. Wir berichteten: “Wenn das Smart Home dunkel bleibt”.

Es bleibt also zu hoffen, dass Withings-Kunden dieses Schicksal erspart bleibt.

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tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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