Panasonic Nubo LTE-Überwachungskamera in Berlin vorgestellt

Geschrieben von tobias
ssmaart-Haus

In Berlin feierte Panasonic am Mittwoch den Verkaufsstart der Nubo Cam – der weltweit ersten HD-Überwachungskamera mit LTE. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kameras greift sie also auf das Mobilfunknetz zurück – und ist mobil einsetzbar.

Mit der Nubo Cam möchte Panasonic schon seit längerer Zeit zwei entscheidende Nachteile herkömmlicher Sicherheitskameras angehen. Diese verfügen oftmals über nur eingeschränkte Konnektivität und können zudem nicht flexibel eingesetzt werden.

Nubo Überwachungskamera im Überblick

Als Überwachungskamera ist sie im Innen- wie Außenbereich einsetzbar (gemäß IP64) und deckt hierbei einen Bereich von insgesamt 138 Grad ab. Die Bewegungssensoren reagieren auf Reize im Umkreis von ungefähr 10 Metern, wobei die Kamera angeblich erkennt, ob es sich um eine menschliche Bewegung handelt oder nicht. Wer aus der Ferne mal nachfragen möchte, kann hierfür das integrierte Zwei-Wege-Audiosystem nutzen – ähnlich wie bei einem smarten Babyfon. Für den Betrieb während der dunklen Stunden verfügt die 150 Gramm leichte Kamera über Infrarotsensoren (PIR).nubo-cam-hd-lte-event-03

Videos können entweder lokal auf einer SDHC-Karte mit Kapazität bis zu 128 GB oder in der Cloud gespeichert werden. Dies geschieht je nach Daten-Tarif für jeweils 10, 30 oder 90 Tage, doch dazu später mehr.

Unterwegs kann die Überwachungskamera dank magnetischer Rückwand flexibel im Raum platziert werden. Eine USB-Powerbank versorgt sie indes mit Strom, wobei diese im Lieferumfang nicht enthalten ist. Für alles andere gibt es ein USB-Ladegerät, welches die Kamera dauerhaft mit Strom versorgt.

Die Kommunikation mit der Nubo Überwachungskamera erfolgt entweder per WLAN oder via beigelegter SIM-Karte per Mobilfunk. Dort also erreichbar sein und für Sicherheit sorgen, wo das hauseigene WLAN nicht verfügbar oder zu schwach ist. In der Garage zum Beispiel. Das ist die Idee hinter der Nubo. Ist der beigefügte Daten-Tarif aus Anlass der Markteinführung in den ersten drei Monaten noch kostenfrei, wird ab dem zweite Monat wie bei allen anderen Mobilfunktarifen ein bestimmter Betrag fällig. Kooperationspartner ist übrigens Vodafone.

Die Tarife für die Nubo Cam

Natürlich ist niemand gezwungen, mit dem Kauf der Nubo Kamera ein monatlich zu zahlendes Abonnement abzuschließen. Freemium lautet hier das Zauberwort. Das bedeutet aber auch, ein Gerät ohne Daten-Vertrag nimmt nur in 720p auf, zeigt seinem Nutzer keine Events an und speichert natürlich auch keine Daten in der Cloud.

Im Basic-Abo werden 9,99 Euro pro Monat fällig. Zu diesem Preis werden die beworbenen 1080p freigeschaltet, bis zu 250 Events (lies: Ereignisse mit menschlicher Beteiligung) werden dem Nutzer angezeigt sowie ein Cloud-Speicherung der Videos aus den letzten 10 Tagen.

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Im Pro-Tarif für 29,99 Euro im Monat sind es dann schon 1000 Events sowie 30 Tage Cloud-Speicherung. Wer 5000 Events sowie 90 Tage Video-Speicherung in der Cloud braucht, der wird zum sogenannten Platinum-Tarif für 99,90 Euro monatlich greifen.

Allen Zahl-Tarifen ist gemein, dass auch während Auslandsreisen keine Roaming-Gebühren anfallen. Für die Kommunikation nutzt die Kamera eine 4096-Bit-RSA-SSL-Verschlüsselung, einen privaten APN auf einem Panasonic-eigenen Server sowie keine öffentliche IP-Adresse.

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Verkaufsstart und Preis

Mit dem Event in Berlin konnte man nun endlich den Startschuss für den Verkauf geben. Erhältlich ist die Full-HD-Kamera ab sofort entweder über die firmeneigene Webseite oder über die Plattform von Amazon. Beim Kauf werden 349 Euro fällig, wobei natürlich die entsprechend monatlichen Kosten des Wahl-Tarifs hinzugerechnet werden müssen.

Im Lieferumfang enthalten sind neben der Kamera ein eineinhalb Meter langes USB-Kabel samt Stecker, ein 5V USB-Ladegerät, eine SIM-Karte sowie ein Schraubenzieher.

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tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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