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Photovoltaikanlagen müssen neu registriert werden!

by Hamashi31. Januar 2019

Seit Neustem gibt es das Marktstammdatenregister in welches sich jeder eintragen muss, der privat Strom erzeugt und ins Netz einspeist. Geplanter Go-Live des Online-Portals ist heute! (31.01.2019)

Ab heute müssen sich alle Stromerzeuger egal ob PV, BHKW oder sonstige im Marktstammdatenregister eintragen. In dieses Register müssen gleichermaßen Neu- und Bestandsanlagen eingetragen werden. Für neue Photovoltaikanlagen ersetzt das Marktstammdatenregister das bisherige PV-Meldeportal.

Nimmt man eine neue Anlage in Betrieb muss diese innerhalb eines Monats online in das Marktstammdatenregister eingetragen werden. Für das nachträgliche Anmelden von Bestandsanlagen hat man zwei Jahre Zeit. Meldest du eine Anlage nicht wie vorgeschrieben an, musst du damit rechnen, dass du deinen Anspruch (oder einen Teil davon) auf die EEG-Umlage verlierst! Beachten sollte man zudem, dass auch Anlagen meldepflichtig sind, die keine EEG-Umlage bekommen oder bekommen würden. Meldet man diese nicht an, droht ein Bußgeld.

Die Anmeldung selbst im neuen Register ist kostenlos und du musst Sie auch nicht selbst durchführen. Die Anmeldung kann auch von einer durch dich bevollmächtigten Person durchgeführt werden.

Ziel des neuen Registers ist es, eine zentrale Stelle zu schaffen, in der alle Daten gesammelt werden und somit eine belastbare Grundlage für (energie-)politische Grundlagen zu schaffen.

Wer jetzt Bedenken bezüglich der eigenen Privatsphäre bzw. der Veröffentlichung der eigenen Daten hat kann beruhigt sein – diese sind nicht öffentlich einsehbar für Anlagen mit einer Leistung von weniger als 30KW.
Was genau alles an Informationen abgefragt wird, kannst du der Checkliste im Marktstammdatenregister entnehmen.

Wer nicht immer manuell die Daten seiner Anlage eingeben möchte der kann sich auch direkt an die zur Verfügung stehende Schnittstelle andocken oder eine Lösung nutzen welche diese Schnittstelle bedient.

Relevant ist das Thema nicht nur für Betreiber größeren Anlagen auf Ihren Dächern, sondern auch für kleine Plug-In-Lösungen für Balkone oder den Garten.

Der aufmerksame Leser wird sich an dieser Stelle fragen was das Thema genau mit Smart Home zu tun hat. Ganz einfach – Smart Home hört heutzutage nicht bei Themen wie Sicherheit, Heizungs- oder Lichtsteuerung auf, die Grenzen zur Stromerzeugung, Speicherung oder dem intelligenten Bezug (Stichwort – Wann ist mein Strom am günstigsten zu erwerben) verschwimmen immer mehr.

Denn die Meldepflicht betrifft auch kleine Anbieter bzw. Startups wie z.B. Simon Energy, Minijoule oder Solmate.

Über die wir teilweise bereits bei siio berichtet haben. An dieser Stelle sei explizit erwähnt, dass daraus kein No-Go für Plug-In PV-Systeme entsteht, lediglich der Weg wie man mit Ihnen korrekt umgeht ändert sich ein wenig und alles was Ihr darüber wissen müsst findet Ihr direkt auf der Seite der Bundesnetzagentur.

 

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Hamashi
Hamashi
Zahlen Narr, Technik Lover, ewiger Student. Stark am Thema erneuerbare Energien interessiert, immernoch auf der Suche nach dem richtigen Smart Home System. In der Freizeit gern mit Freunden unterwegs.
  • Mario
    1. Februar 2019 at 9:19

    hat es schon jemand geschafft sich da einen Account anzulegen? ich bekomme einen Fehler beim Anlegen und sogar beim versuch über „Kontakt“ eine Mail los zu werden. schaut nach einem tollen System aus. ;)

  • Thomas
    1. Februar 2019 at 10:55

    In den FAQ ist zu lesen, dass die Netzbetreiber auch Zugriff auf dieses Register haben. Bedeutet das, dass man sich das Melden einer Netz-PV-Anlage beim Stromnetzbetreiber sparen kann?

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