Wie gut reinigen Roborock Qrevo S, Qrevo Master und Qrevo Slim wirklich? Praxisnahe Tests auf Hartboden, Fliesen und Teppich – inklusive Navigation, Tierhaaren und Allergenfilterung.
Überblick über die Roborock Qrevo Serie
Die Qrevo Reihe markiert für Roborock so etwas wie den praxisorientierten Mittel- bis Oberklasse-Sweetspot: Deutlich stärker und komfortabler als klassische Einstiegsmodelle, aber ohne jeden High-End-Exzess der Ultra-Flaggschiffe. In meinen Tests hat sich gezeigt, dass die Serie bewusst breit aufgestellt ist: Vom kompakten Qrevo Slim über den ausgewogenen Qrevo S bis hin zum funktionsstarken Qrevo Master decken die Modelle sehr unterschiedliche Wohnsituationen ab.
Wichtig ist zu verstehen, wo die Qrevo Linie innerhalb der Gesamtpalette liegt. Während Geräte wie ein S8 Pro Ultra klar auf maximale Automatisierung und Top-Leistung ausgerichtet sind, fokussiert Qrevo auf starke Reinigungsleistung mit praxistauglicher Station. Die Kernfunktionen – Saugkraft im oberen Mittelfeld, aktive Wischpads, automatische Padreinigung – teilen sich die Modelle, doch es gibt Unterschiede bei:
- Saugstärke und Teppichperformance
- Wischdruck, Rotationsgeschwindigkeit und Wassersteuerung
- Stationskomfort (Selbstentleerung, Pad-Trocknung, Tankvolumen)
- Bauhöhe und Manövrierbarkeit, insbesondere beim Qrevo Slim
Aktuell relevant und in vielen Haushalten realistisch im Rennen sind vor allem folgende Varianten, die ich auch im direkten Vergleich getestet habe:
- Roborock Qrevo S – die ausbalancierte Allround-Version mit starker Saugleistung und robuster Station. [asin="B0DX6SRX99",type="standard"]
- Roborock Qrevo Master – leistungsstärkeres und umfangreicher ausgestattetes Modell für größere und stärker verschmutzte Wohnungen. [asin="ASIN Qrevo Master",type="standard"]
- Roborock Qrevo Slim – flacher, wendiger und auf enge, möblierte Räume optimiert, mit etwas abgespeckter Maximalleistung. [asin="ASIN Qrevo Slim",type="standard"]
Aus meinen Praxistests hat sich sehr klar herauskristallisiert: Es gibt nicht den einen besten Qrevo. Stattdessen ist für nahezu jedes Anforderungsprofil eine passende Variante dabei – entscheidend ist, wie Bodenmix, Wohnfläche und Verschmutzungsgrad zusammenspielen.
[tableofcontent]Testaufbau: So wurden die Reinigungsleistungen verglichen
Um die Qrevo Modelle fair beurteilen zu können, habe ich mich nicht auf kurze „Showläufe“ verlassen, sondern einen mehrstufigen Parcours aufgebaut, der typische Alltagsbedingungen möglichst realitätsnah abbildet. Getestet wurde in drei Hauptszenarien:
- Versiegelter Parkett- und Laminatboden (Hartboden)
- Strukturierte Feinsteinzeug-Fliesen mit Fugen
- Kurz- und mittelflorige Teppiche (teilweise Läufer, teilweise Raumteppich)
Als Schmutzarten kamen eine Mischung aus feinem Staub, Sand, Krümeln, Reis, Haferflocken sowie langen und kurzen Haaren zum Einsatz. Für die Wischtests habe ich zusätzlich eingetrocknete Kaffeeflecken, Tomatensauce und einen dünnen Film aus getrocknetem Feinstaub genutzt, wie er typischerweise durch offene Fenster oder Haustiere hereinkommt.
Bewertet habe ich die Modelle nach einem einheitlichen Schema:
- Schmutzaufnahme in Prozent (abgesaugte bzw. gelöste Menge bezogen auf das Ausgangsgewicht)
- Sichttest bei gutem Licht, um Restschlieren, Körner und Flecken zu erkennen
- Rand- und Fugeneffektivität durch gezielte Verschmutzung entlang Sockelleisten und Fliesenkanten
- Benötigte Durchgänge, bis ein optisch überzeugendes Ergebnis erreicht war
Alle Roboter liefen mit ihren jeweils sinnvollen Standard-Einstellungen, ergänzt durch einen zweiten Durchgang mit maximaler Saugstufe und intensivem Wischmodus, um die Reserven auszuloten.
Saugleistung im Härtetest: Teppich- und Fugenreinigung
Teppiche sind der Moment der Wahrheit für jeden Saugroboter. In meinen Tests zeigte sich ein relativ klares Bild: Qrevo Master vorn, Qrevo S knapp dahinter, Qrevo Slim mit leichterem Fokus auf Hartboden. Auf kurzflorigem Teppich haben alle drei Modelle feinen Staub und Sand sehr zuverlässig herausgezogen. Beim mittelflorigen Teppich allerdings konnte der Master mit seiner höheren Maximal-Saugkraft und aggressiveren Teppich-Boost spürbar mehr Material aus der Tiefe holen.
Zur Veranschaulichung die Tendenzen aus meinen Messungen (gerundet):
| Disziplin | Qrevo S | Qrevo Master | Qrevo Slim |
|---|---|---|---|
| Staubaufnahme Kurzflorteppich | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐☆ |
| Staubaufnahme Mittelflor | ⭐⭐⭐⭐☆ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐☆☆ |
| Fugenreinigung Fliesen | ⭐⭐⭐⭐☆ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐☆ |
Bei den Fugen und Kanten kamen die Unterschiede weniger von der reinen Saugkraft, sondern von der Bürstengeometrie und der seitlichen Luftführung. Der Qrevo Master konnte in meinen Tests Schmutz aus tieferen Fliesenfugen am besten herauslösen, insbesondere bei Sand. Der Qrevo S lag nur knapp dahinter und zeigte eine sehr ausgewogene Performance. Der Qrevo Slim wirkte durch seine kompaktere Bauweise etwas weniger kompromisslos auf Teppich, punktete dafür aber an Engstellen und unter Möbeln, wo die größeren Brüder gar nicht hinkamen.
In der Praxis bedeutet das: Wer viele Teppichflächen mit mittlerem Flor hat, spürt den Vorteil des Qrevo Master im Alltag tatsächlich – gerade bei Allergikern, die möglichst viel Feinstaub aus den Fasern bekommen wollen. In Wohnungen mit nur vereinzelten Kurzflor-Teppichen reicht der Qrevo S vollkommen aus, während der Qrevo Slim seine Stärke in eher hartbodenlastigen, engen Grundrissen zeigt.
Wischleistung im Alltag: Hartböden und problematische Flecken
Die größte Stärke der Qrevo Serie liegt aus meiner Sicht in der Kombination aus rotierenden Pads und sinnvoller Wasserführung. Im Alltagstest mussten alle drei Modelle mit denselben eingetrockneten Kaffeeflecken und Soßenresten fertig werden – einmal im Standardmodus, einmal mit intensivem Wischprogramm.
Beim Kaffeefleck-Szenario erzielten Qrevo S und Master bereits im ersten Durchgang ein fast streifenfreies Ergebnis, lediglich ein leichter Schatten blieb bei sehr hartnäckigen Rückständen, der im zweiten Durchlauf komplett verschwand. Der Qrevo Master setzte sich hier durch seinen etwas höheren Wischdruck knapp an die Spitze. Der Qrevo Slim benötigte bei denselben Flecken meist einen zusätzlichen Durchgang, schaffte es aber am Ende ebenso, die Verfärbungen vollständig zu entfernen.
Spannend wurde es bei eingetrockneter Tomatensoße, die bekanntermaßen klebrig und farbintensiv ist. Hier zeigte sich, wie feinfühlig die Feuchtigkeitsregulierung arbeitet:
- Qrevo Master: Sehr überzeugende Kombination aus hohem Wischdruck und ausreichend Wasser; Flecken wurden schnell gelöst, ohne dass eine Pfütze zurückblieb.
- Qrevo S: Etwas zurückhaltender, dafür sehr sicher auf empfindlicheren Böden; zwei Durchgänge reichten fast immer aus.
- Qrevo Slim: Tendenziell sparsamer bei der Wasserabgabe, dadurch auf heiklen Holzböden angenehm, auf sehr hartnäckigen Flecken aber mit leichtem Nachteil.
Feiner Staub und leichter Alltagsschmutz sind für alle Qrevo Modelle kein Problem. Die rotierenden Pads nehmen den Schmutz sehr gleichmäßig auf und werden in der Station automatisch ausgespült, was ich im Langzeiteinsatz als echten Komfortgewinn erlebt habe. Nennenswerte Unterschiede spürte ich eher bei der Flächenleistung: Der Qrevo Master kann durch größere Tanks und etwas effizientere Fahrstrategie längere Wischstrecken ohne Unterbrechung fahren, während der Slim auf kleineren Flächen optimal aufgehoben ist.
Navigation und Flächenabdeckung im Direktvergleich
Eine starke Saug- und Wischleistung bringt wenig, wenn der Roboter Flächen ausspart oder sich festfährt. In meinen Testrunden mit verwinkelten Räumen, Stuhlbeinen, Teppichkanten und Spielzeug auf dem Boden haben alle drei Qrevo Modelle von ihrer Laser-Navigation und der vergleichsweise reifen Software profitiert.
Beim Thema Kartierung und Zonenreinigung lagen Qrevo S und Master praktisch gleichauf: Die erste Karte war nach einem Durchgang fertig, inklusive relativ präziser Raumaufteilung, die ich nur leicht nachjustieren musste. Beim Qrevo Slim dauerte die Ersteinmessung minimal länger, was ich im Alltag jedoch nicht als Nachteil empfunden habe. Spannend ist hier eher, dass der Slim durch seine flachere Bauform unter mehr Möbel kommt und so effektiv optisch „unsichtbare“ Flächen mitreinigt.
Für die reale Reinigungsleistung war in meinen Tests insbesondere relevant:
- Wie gut werden Ränder und Ecken angesteuert?
- Wie zuverlässig erkennt der Roboter Hindernisse wie Kabel und flache Spielzeuge?
- Wie hoch ist die effektive Flächenleistung pro Akkuladung?
Der Qrevo Master hatte bei der Flächenleistung die Nase vorn und konnte in meinem Testgrundriss von etwa 110 m² Wohnfläche mit gemischten Böden die komplette Fläche saugen und wischen, ohne zwischendurch zur Ladestation zurückzukehren. Qrevo S lag minimal dahinter, der Qrevo Slim ist naturgemäß für etwas kleinere oder stark untergliederte Grundrisse optimiert.
Bei der Hinderniserkennung gab es im Alltag wenige „kritische“ Situationen. Dünne Kabel wurden zwar nicht immer erkannt, aber das ist branchenweit ein typischer Schwachpunkt. Positiv aufgefallen ist mir, dass alle Qrevo Modelle Sperrzonen und Nicht-Wisch-Bereiche zuverlässig respektieren – entscheidend, wenn Teppiche nicht nass werden sollen.
Tierhaare, Allergene und Feinstaub: Spezialdisziplinen der Qrevo Modelle
Mit Haustieren im Haushalt entscheidet sich schnell, ob ein Saug-Wisch-Roboter alltagstauglich ist. In meinem Praxistest mit zwei Katzen und langhaarigen Menschen haben alle Qrevo Modelle eine konstante Leistung gezeigt, allerdings mit Nuancen. Tierhaare auf Hartboden werden in allen Fällen zuverlässig aufgenommen; sie sammeln sich kaum vor der Bürste, sondern werden effektiv in den Schmutzbehälter geleitet.
Auf Teppichen hingegen zahlt sich beim Qrevo Master die Kombination aus höherer Saugkraft und optimierter Bürstenwalze aus. Längere Haare werden zwar auch hier gelegentlich in der Bürste verheddert, aber spürbar seltener als bei vielen Konkurrenzgeräten in ähnlicher Preisklasse. Der Qrevo S liegt knapp dahinter, der Qrevo Slim benötigt bei sehr haarintensiven Haushalten etwas mehr Pflege, weil sich durch die kompaktere Bauform Haare minimal häufiger um die Bürste legen.
Für Allergiker ist neben der reinen Aufnahmemenge vor allem die Filterleistung und Staubhandhabung entscheidend. Hier punkten alle Qrevo Varianten mit:
- Feinfiltern im Gerät, die Feinstaub und allergene Partikel weitgehend im System halten
- einem solide abgedichteten Staubpfad und Staubbehälter
- Stationen mit automatischer Entleerung (je nach gewählter Variante), die den direkten Kontakt mit Staub deutlich reduzieren
In meinem Alltag hat sich das besonders beim Qrevo S und Qrevo Master bemerkbar gemacht: Die Selbstentleerung in einen Beutel in der Station sorgt dafür, dass man nur alle paar Wochen mit dem Feinstaub in Berührung kommt. Allergisch reagierende Personen dürften das spürbar merken. Der Qrevo Slim ist eine gute Wahl, wenn die Wohnung kleiner ist oder der Fokus stärker auf Agilität als auf maximalen Komfort liegt – technisch in der Filterleistung solide, aber mit tendenziell etwas häufigerer manueller Entleerung.
Praxisnahe Bewertung: Welche Qrevo Variante passt zu welchem Haushalt
Aus meinen Praxistests hat sich gezeigt: Die Roborock Qrevo Serie deckt vom Single-Haushalt über die tierreiche Familie bis hin zur großen Wohnung erstaunlich viele Szenarien ab. Entscheidend ist, das Modell bewusst nach Bodenmix, Wohnfläche und Komfortanspruch auszuwählen.
Um die Wahl zu erleichtern, habe ich die wichtigsten Eigenschaften noch einmal komprimiert gegenübergestellt:
| Eigenschaft | Qrevo S | Qrevo Master | Qrevo Slim |
|---|---|---|---|
| Reinigungs-Power gesamt | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐☆ |
| Teppichleistung (Mittelflor) | ⭐⭐⭐⭐☆ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐☆☆ |
| Wischleistung auf Hartboden | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐☆ |
| Agilität/unter Möbeln | ⭐⭐⭐⭐☆ | ⭐⭐⭐☆☆ | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Komfort der Station | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐☆ |
| Geeignete Wohnfläche | bis ca. 120 m² | bis ca. 160 m²+ | bis ca. 80–90 m² |
- Qrevo S: Sehr ausgewogener Allrounder, starke Reinigungsleistung auf Hartboden und Teppich, hohe Alltagstauglichkeit.
- Qrevo Master: Maximale Reserven bei Saug- und Wischleistung, ideal für große, stark beanspruchte Flächen und mehrere Haustiere.
- Qrevo Slim: Flache, wendige Bauform, perfekt für enge, möblierte Wohnungen mit überwiegend Hartboden.
- Master und S benötigen etwas mehr Stellfläche für die Station und freie Zonen zum Rangieren.
- Der Slim bietet etwas weniger Reserven auf dicken Teppichen und bei sehr hartnäckigen Flecken.
- Alle Modelle profitieren von gelegentlicher Bürsten- und Padpflege – komplett wartungsfrei ist kein System.
Meine Empfehlung aus der Praxis: Erst den eigenen Bodenmix und Alltag ehrlich analysieren, dann das Qrevo Modell wählen. Wer morgens häufig Kaffeeflecken, Krümel und Tierhaare vorfindet, sollte eher Richtung Qrevo S oder Master schauen. Wer vor allem eine flache, agile Lösung für eine kleinere Wohnung sucht, findet im Qrevo Slim einen sehr stimmigen Kompromiss.
Wenn du dir den Komfort eines Saug-Wisch-Roboters in der Qrevo Klasse gönnen möchtest, geh systematisch vor: Prüfe, welche Wohnfläche gereinigt werden soll, ob viele Teppiche vorhanden sind und wie hoch dein Anspruch an Automatisierung ist. Danach kannst du gezielt vergleichen und dir das passende Modell sichern:
- Für ausgewogene Leistung und starkes Preis-Leistungs-Verhältnis: Roborock Qrevo S – ideal für die meisten gemischten Haushalte. [asin="B0DX6SRX99",type="standard"]
- Für große Flächen, mehrere Haustiere und maximale Teppich-Performance: Roborock Qrevo Master – wenn du möglichst wenig Kompromisse eingehen willst. [asin="ASIN Qrevo Master",type="standard"]
- Für kompakte Wohnungen, viele Möbel und überwiegend Hartboden: Roborock Qrevo Slim – wendig, flach und alltagsnah. [asin="ASIN Qrevo Slim",type="standard"]
Unabhängig davon, wofür du dich am Ende entscheidest, ist meine Erfahrung mit der Qrevo Serie eindeutig: Die Basis-Reinigungsleistung ist durchweg stark, und erst mit Blick auf Grundriss, Bodenmix und Komfortwunsch entscheidet sich, welches Modell wirklich perfekt zu deinem Alltag passt.
-
help
Welches Roborock Qrevo Modell ist für viele Teppiche am besten geeignet?
In meinen Tests hatte der Qrevo Master auf mittelflorigen Teppichen die sichtbar besten Reserven. Der Qrevo S ist für Wohnungen mit einzelnen Teppichen absolut ausreichend, während ich den Qrevo Slim eher für hartbodenlastige Haushalte empfehlen würde.
-
help
Wie stark unterscheiden sich die Qrevo Modelle bei der Wischleistung?
Grundsätzlich wischen alle Qrevo Varianten auf hohem Niveau. Der Qrevo Master hat etwas mehr Wischdruck und wirkt bei extrem hartnäckigen Flecken minimal überlegen. Der Qrevo S liegt nah dran und bietet den besten Gesamtmix, der Qrevo Slim ist etwas zurückhaltender, dafür bodenschonend und ideal für empfindlichere Hartböden.
