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Sigma erhält UL-1023-Zertifizierung für neue Z-Wave-Module

by tobias6. April 2016

Sigma Designs erhält für die neuen Z-Wave-Module ZM5101, ZM5202 und ZM5304 mit SDK 6.60 die begehrte UL-1023 Zertifizierung im Bereich Gebäudesicherheit. Somit könnte Z-Wave zum neuen Standard der Sicherheitsbranche aufsteigen – vorerst aber nur in den USA.

Fehlalarme und fehlende Kommunikationswege

Ungefähr 20 Millionen professionelle Sicherheitskomponenten wie Bewegungsmelder, Tür- oder Fenstersensoren, Kameras und Sirenen werden jedes Jahr in US-amerikanischen Haushalten neu installiert. Die meisten dieser Komponenten folgen einer Architektur, die schon vor zwanzig Jahren so festgelegt worden ist. So senden die meisten Sicherheitsgeräte auf einer Frequenz zwischen 300 und 400 MHz – als sogenannte „One way“-Sensoren.

Das ist besonders stromsparend, funktioniert über eine längere Distanz und gilt als relativ störungsunanfällig. Allerdings verfügen diese Geräte weder über eine Möglichkeit, in beide Richtungen zu kommunizieren, noch über die Fähigkeit, eine Situation mehrfach zu bewerten, um z.B. Fehlalarme zu vermeiden. Dass manche Smart-Home und Sicherheitskomponenten darüber hinaus im ohnehin schon völlig überfüllten 2.4 GHz-Frequenzband senden, ist für das Thema Fehlalarm ebenfalls nicht sonderlich hilfreich. (siehe auch unsere Übersicht: Funksysteme für das Smart Home),

Z-Wave bietet höhere Sicherheit

Mit Sigmas neuen UL-zertifizierten Z-Wave-Modulen ausgestattete Sicherheitskomponenten können hier Abhilfe schaffen, denn: zum einen senden sie im Bereich 900 MHz (US Freqzenz Z-Wave) und verfügen zum anderen über ein „Jamming detect“-Feature. Das soll verhindern, dass Signale aufgrund von absichtlichen oder unabsichtlichen Störungen nicht ausgeliefert werden können. Geräte mit Z-Wave sind zudem deutlich verlässlicher gegenüber Fehlalarmen – dank „two way“-Kommunikation und der Möglichkeit, Sensorengruppen einzeln anzusprechen. Eine AES 128-bit Verschlüsselung schützt das Netzwerk zusätzlich gegen Hacker-Angriffe von außen.

„Nie zuvor gab es ein ‚end-to-end‘ verschlüsseltes Protokoll im Bereich Einbruchsicherheitstechnik. Alle Geräte, vom Fenstersensor bis hin zum aufwändigen Türschloss werden Teil eines ganzen Sicherheitsnetzwerks. Der Anwender muss sich überhaupt keine Sorgen mehr darum machen“

so Avi Rosenthal, Vizepräsident von Nortek und Vorstandsmitglied der Z-Wave-Alliance.

Verschmelzung von Sicherheit und Smart Home

Dank der Zertifizierung, werden die beiden Welten des Smart Home und der Gebäudesicherheit ganz natürlich miteinander verschmelzen. Die Experten der Z-Wave-Alliance rechnen ohnehin damit, dass Z-Wave bereits in über 90% der US-Haushalte mit Sicherheitstechnik verwendet wird, denn: professionelle Sicherheitsfirmen verkaufen ihre Technik oftmals mit Smart Home Komponenten, um dem Kunden so den Hauch von smartem Lifestyle zu vermitteln.

Es brechen goldene Zeiten für Hersteller von Z-Wave-Geräten an, die nun nicht mehr nur den Smart-Home-Markt, sondern auch den Sicherheitsmarkt bedienen können. Analysten rechnen damit, dass der gesamte Markt in wenigen Jahren um mehr als 50% wachsen wird. 2018 rechnet man mit einem Umsatz von 4 Milliarden Dollar.

Markteinführung der zertifizierten Geräte

Die Zertifizierung gilt derzeit ausschließlich für die USA und hat noch keine Auswirkungen auf den deutschen Markt. Es könnte aber ein wichtiges Signal sein und dabei helfen, Z-Wave als Standard nicht nur im Smart Home noch weiter zu etablieren.

Neue Z-Wave-Geräte werden für das vierte Jahresquartal im Handel erwartet. Für bereits installierte Geräte mit dem neuen 500er Chipset (Z-Wave Plus) wird im Laufe des Jahres ein Firmware-Update bereitgestellt.

Bild @ z-wavealliance.org

About The Author
tobias
Tobias ist News-Redakteur auf siio.de und privat mondäner Hausherr einer Z-Way-Installation mit HomeKit-Anbindung - Hallo aus Berlin.

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