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Smart Home-Roundup: Was war los in dieser Woche – mit Amazon Alexa und Homematic IP

by tobias1. Dezember 2017

Während wir uns noch vom Cyber Monday erholen, hat sich vor allem in Sachen Alexa mal wieder einiges getan, siehe Multiuser-Support oder auch In-Skill-Käufe. Für Homematic IP-Nutzer waren die vielen Schnäppchen wahrscheinlich nur ein kleiner Trost, denn dank eines Serverausfalls bei eQ-3 blieben Leuchten dunkel und Rollläden geschlossen. Ein kleiner Rückblick auf die Woche.

Amazon Alexa-Neuerungen im Detail:

Benachrichtigungen, Stimmerkennung und Multiuser-Support

Im Rahmen der derzeit in Las Vegas, USA laufenden Re:invent-Entwicklerkonferenz hat Versandhändler Amazon vor allem für die eigene Sprachassistenz einige Neuerungen bzw. deren zeitnahe Umsetzung angekündigt. Nachdem persönliche Benachrichtigungen sowie der bereits vielfach geforderte Multiuser-Support schon seit Mai 2017 in der Pipeline warteten, soll beides jetzt endlich auch für Skillprogrammierer verfügbar gemacht worden – zumindest in den USA. Laut Amazon sollen die ersten Skills im Bereich tagesaktuelle Nachrichten wie auch Wetterberichte oder auch Essensauslieferung bereits Meldungen ausgeben können. Deutsche Entwickler sollen ebenfalls in Kürze Zugriff auf dieses Feature bekommen.

Benachrichtigungen ergeben natürlich nur dann Sinn, wenn sie genau die Person erreichen, die es betrifft. Bereits seit Oktober 2017 vermag Alexa, verschiedene Nutzer anhand der Stimme zu unterscheiden und Nachrichten entsprechend auszugeben – allerdings nur in den USA. Auch hier warten wir in Deutschland noch auf die Umsetzung. Lange kann es aber nicht mehr dauern.

Mit Alexa Geld verdienen: In-Skill-Käufe kommen

Ebenfalls gleich zu Beginn der Entwicklerkonferenz, kündigte Amazon an, auch mit den Skills nun endlich Geld verdienen zu wollen. Nicht zum ersten Mal übrigens, siehe: Neue Premium Alexa Skills nur exklusiv für Prime-Kunden?.

Wann aber wäre der Zeitpunkt hierfür besser geeignet, als nach dem Cyber Montag, bei dem nicht nur der Fire TV Stick, sondern auch eine ganze Reihe von Echo-Geräten verkauft wurden wie geschnitten Brot.

Das Prinzip ist indes klar: Der Alexa-Skill bleibt allgemein kostenfrei, erfordert allerdings eine kostenpflichtige Bestellung, um Zugang zu exklusiven Features und Inhalte zu geben. In-Skill-Käufe statt In-App-Kauf. Auch Abo-Modelle sind denkbar. Ab nächstem Jahr soll diese Möglichkeit für Skillentwickler freigeschaltet werden.

Alexa for business

Bleiben wir für einen Moment beim Geldverdienen, denn: Amazons Sprachassistent soll in Kürze auch im Office Einzug halten. „Alexa for Business“ soll ab heute mit einer Handvoll Launchpartnern an den Start gehen und unter anderem in der Lage sein, Buchungen zu verwalten, Termine zu erstellen oder auch TelKos aufzubauen. Darüber hinaus kommt natürlich auch das neue Multiuser-Feature zum Tragen. Ebenso ein Market place für Business-Skills soll eingeführt werden, wobei Gerüchten zufolge SAP sowie Wework bereits mit von der Partie sein sollen.

Serverausfall bei eQ-3 / Homematic IP (wieder behoben)

Einige von euch haben es am eigenen Leib gespürt. Seit letztem Wochenende blieb das Homematic IP-Smart Home dunkel – oder reagiert nur mit großer Verzögerung. Der Grund für diesen Cloudserverausfall war ein fehlerhaft eingespieltes Update. Dies führte zu massiven Verbindungsproblemen, wobei nicht nur die Leuchten dunkel blieben, sondern z.B. auch Alexa beharrlich schwieg. Überrascht von diesem Ausfall, hüllten sich auch die üblichen Support-Hotlines in Schweigen.

Mittlerweile sollte aber alles wieder laufen, von der Wettersteuerung noch abgesehen. Grund für den Ausfall: sich gegenseitig blockierende Module trieben die Reaktionszeiten in die Höhe.

Übrigens, HomeMatic: Works with Conrad Connect

HomeMatic selbst verfügt über keine eigene Remote-Funktion. Das bedeutet, dass die Anbindung von HomeMatic über das externe Angebot CloudMatic realisiert werden muss.

Conrad Connect Logo mit Cloud

Conrad Connect Logo

Hier stehen drei Kanäle zur Verfügung: CloudMatic connect für den sicheren Zugriff auf das Smart Home – um z.B. den Status von Alarmanlagen, Zwischensteckern oder Leuchten zu checken. Darüber hinaus CloudMatic complete, welches seinerseits neben dem Fernzugriff eine Bedienoberfläche in der Cloud liefert und per Smartphone, Tablet oder PC aufgerufen werden kann. Zu guter letzt CloudMatic notify me, mit dem sich SMS sowie Push-Nachrichten direkt von der HomeMatic-Zentrale auf das Smartphone gespielt werden können – z.B. wenn der Bewegungs- bzw. Rauchmelder anschlägt.

Mit der Unterstützung von CloudMatic wächst die Liste der von Conrad Connect unterstützten Produkte Dienste auf insgesamt 35. Neben HomeMatic finden sich auch andere bekannte Hersteller bzw. Dienste wie Philips Hue, Netatmo, Google Home oder auch Amazon Alexa wieder.

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tobias
Tobias ist News-Redakteur auf siio.de und privat mondäner Hausherr einer Z-Way-Installation mit HomeKit-Anbindung - Hallo aus Berlin.

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