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Smart Home-Sicherheit: Nest Labs kehrt zurück zu Google

by tobias9. Februar 2018

Im Januar 2014 noch als Startup für mehr als drei Milliarden US-Dollar vom Google-Netzwerk übernommen, wurde „Nest Labs Inc.“ (kurz: Nest) kurz darauf als sogenannte Alphabet-Tochter eigenständig weitergeführt. Nun gaben sowohl Google als auch Nest bekannt, künftig wieder gemeinsame Wege zu gehen. Ganz überraschend kommt diese Meldung jedoch nicht.

Wer von uns kennt sie nicht, den Rauchwarnmelder Nest Protect (siehe Nest Rauchwarnmelder und Kamera in Deutschland verfügbar), die Sicherheitskameras Cam IQ und Cam Outdoor oder eben das smarte Thermostat.

Das einst als Startup gegründete Nest Labs konnte nach der milliardenschweren Übernahme durch Suchmaschinenenexperte Google bekanntlich noch einmal deutlich an Popularität hinzugewinnen. Mitte des Jahres 2015 folgte dann im Rahmen einiger Umstrukturierungen im Google-Mutterkonzern die Ausgliederung als vollwertiges Alphabet-Unternehmen.

Nest-Labs-Portfolio

Nest Labs bei Google: Weniger Eigenständigkeit, neue Ziele

Mit dieser Eigenständigkeit soll nun aber schon wieder Schluss sein. Künftig wird Nest wieder in das Google Hardware-Team reintegriert, um dort gemeinsam neue Geräte für das Nest-Portfolio zu entwickeln. In einem offiziellen Blogpost heißt es hierzu (sinngemäß übersetzt):

Seit der Übernahme durch Google konnte Nest Labs sein Geräteportfolio verdoppeln und so im Jahr 2017 insgesamt mehr als doppelt so viele Geräte verkaufen, als noch in den beiden Jahren zuvor. In der Zwischenzeit hat auch Google weit mehr als zehn Millionen Hardware-Produkte für die heimischen vier Wände auf den Markt gebracht – auch der Google Assistant wird hier immer beliebter. Um dieses Momentum bestmöglich zu nutzen, haben wir entschieden, Nest und das Google Hardware-Team zusammenzubringen.

Doch nicht nur das: als nächste Ziel wurde ausgegeben, ein mitdenkendes Zuhause zu entwickeln, welches die eigenen vier Wände nicht nur sicherer, sondern auch umweltfreundlicher und kostengünstiger machen soll. Ein echtes Smart Home eben, allerdings auf Grundlage von Google AI sowie dessen Sprachsteuerung, dem Google Assistant.

Aufmerksame Beobachter sind von dieser Entscheidung indes wenig überrascht. Schon lange drängt Google mit eigener Hardware auf den Markt – und das so aggressiv, wie man es von den Unternehmen eben gewohnt ist. Man denke hier an die Google Home-Reihe oder auch das Pixel Smartphone. Mit den Designern und Ingenieuren, die man sich nun wieder zurück ins Boot geholt hat, kann man das eigene Portfolio um einen Schlag wieder in Richtung Smart Home und Sicherheit erweitern. Jetzt bleibt abzuwarten, inwieweit das neu entstandene Team in der Lage sein wird, neue Visionen und Geräte zu entwickeln.

Übrigens: Hier in Deutschland finden die Geräte unter anderem auch durch die Partnerschaft mit e.on ihre Verbreitung.

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Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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