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Smart Meter verhundertfachen Strahlenbelastung im Haushalt

tobias
Geschrieben von tobias
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Smart Meter werden bereits in mehr als 60 Millionen US-amerikanischen Haushalten genutzt, um dort angeblich „intelligent“ den Stromverbrauch zu erfassen. Studien warnen jetzt allerdings, dass die Strahlung von Smart Metern bis zu 100mal stärker als die von Mobiltelefonen sei.

Smart Meter als komfortable Stromableser?

Smart Meter, also intelligente Stromzähler messen den Verbrauch anhand eines kabellosen Zwei-Wege-Kommunikationssystem. Auf dem ersten Weg werden durch Aussendung permanenter Energieimpulse der Stromverbrauch aller Geräte im Haushalte gemessen. Der aufgezeichnete Verbrauchswert wird vom Smart Meter erfasst, aufbereitet und dann auf dem zweiten Weg umgehend an dessen Eigentümer, dem Energieunternehmen gesendet. Für den Hauseigentümer bedeutet das neben einer fehlerresistenteren Abrechnung auch der Gewinn von Unabhängigkeit. Das Warten auf den Ablesedienst entfällt gänzlich.

Das Center for Electrosmog Prevention (CEP) aus Kalifornien warnt nun allerdings, dass die dabei entstehende Strahlenbelastung jene von beispielsweise Mobiltelefonen um das Hundertfache übersteige. Während Handys bloß punktuell die Strahlenbelastung erhöhen, ist die Belastung, die von den smarten Stromzählern ausgehen hingegen konstant. Sie strahlen 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche und zwar im gesamten Haushalt. Als Beispiel heißt es, wäre das gleichbedeutend mit 160 Handys, mit denen man gleichzeitig in der Wohnung telefonieren würde.

„Die Gesamtbelastung, die ein Smart Meter aus einem Meter Entfernung auf den Körper ausübt, ist im Durchschnitt doppelt so groß wie die durch ein Mobiltelefon – nicht etwa halb so groß.“ (Daniel Hirsch, Strahlungsexperte und Dozent an der University of California, San Diego)

Die Zahl von 160 Mobiltelefonen ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn Laboruntersuchungen haben ergeben, dass die Strahlenbelastung, die besonders von Smartphones verschiedener Hersteller ausgeht, ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.

Smart Meter erzeugen konstanten Elektrosmog

Elektromagnetische Belastungen, auch teils als Elektrosmog bezeichnet, können negative Effekte auf den menschlichen Körper haben. So ist nachgewiesen, dass sie unter anderem Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel, Tinnitus sowie weitere Krankheitsbilder hervorrufen können. Erste Hinweise, dass solche Erkrankung signifikant häufiger nach dem Installieren von Smart Meter auftreten, haben Studien bereits nachgewiesen.

„In einem Haushalt, in dem Personen mit neurologischen oder neurodegenerativen Erkrankungen, genetischen Defekten (sic!), Krebs und anderen Krankheiten leben, sollten keine Smart Meter installiert werden. Zudem sollten Smart Meter im näheren Umfeld um die Behausungen von Patienten entfernt werden.“ (American Academy of Environmental Medicine, AAEM)

Dass Smart Meter eine zusätzliche Strahlenquelle im Haushalt darstellen, ist unbestritten. Ob und inwieweit diese sich auch negativ auf den menschlichen Körper auswirken, ist zwar noch nicht zu 100% erwiesen, dennoch verdichten sich die Indizien. Zwar sind wir noch weit von US-amerikanischen Zuständen entfernt, dennoch sollte man das Thema im Blick behalten. Das hat im Übrigen auch das Thema Powerline gezeigt, über das wir ja auch schon berichtet haben: Powerline keine strahlungsarme Alternative zum WLAN!

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tobias

tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

3 Kommentare

  • Bei uns in der Stadt werden schon seit 2009 Smart Meter des amerikanischen Herstellers Echelon eingesetzt. Diese befinden sich meist weit weg vom Wohnbereich (Keller bzw. Hausanschlussraum). Kommuniziert wird über Powerline zur nächsten Ortsnetzstation, in der ein Datenkonzentrator installiert ist und die Daten über eigene Kupferleitungen an den Server schickt. Das heißt, die einzige „gefährliche“ Strecke ist vom Hausanschluss bis zur Ortsnetzstation. In wie weit das problematisch sein soll, kann ich nicht ganz nachempfinden. Gerne lass ich mich aber eines Besseren belehren!:)

  • Wenn man die Quellen genauer anschaut ist ziemlich klar wie ernst zu nehmen solche Horror-Nachrichten sind. Ein Alu-Hut schütz hier sicher….

    Man könnte allerdings ohne Strahlungswahn die Sinnhaftigkeit (und Kosten) für flächendeckende Smart-Meter hinterfragen.

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