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Sonos stellt Sprachsteuerung in Aussicht

by tobias12. April 2016

John MacFarlane, CEO vom Multiroom-Hersteller Sonos spricht in einem offiziellen Blogeintrag davon, auch in schwierigen Zeiten auf die Zukunft setzen zu wollen. Inspiriert von Amazon Echo und Alexa stellt er nun unter anderem die Integration einer Sprachsteuerung in Aussicht.

MacFarlane, der Sonos 2002 mit drei Geschäftspartnern in Santa Barbara, USA gegründet hatte, möchte den Fokus seines Unternehmens zukünftig nicht mehr nur auf das Wireless Soundsystem legen.

„Wenn wir in die Zukunft blicken, dann sehen wir zwei große Bereiche, in die wir weiter vorstoßen wollen: bezahlte Streaming-Dienste und Sprachsteuerung“

, so der CEO.

Sprachsteuerung ist derzeit in aller Munde. Die Stimme als natürliches Steuerungselement verspricht schnelles Wachstum. Auch John MacFarlane ist dies nicht entgangen. Im übrigen wäre Sonos‘ neuer Play:5 SmartSpeaker mit seinem integrierten Mikrofon für diesen Richtungswechsel bereits bestens gerüstet. Einzig auf das passende Software-Update darf noch gewartet werden.

Sonos: Alles auf Zukunft

Sonos nimmt sich ganz konkret an Amazon ein Beispiel. Der Online-Händler bietet mit Amazon Echo in den USA bereits Lautsprecher an, die über die Sprachsteuerung Alexa bedienbar sind. Hier sieht MacFarlane die Technik, die langfristig Erfolge am Markt liefern soll. Gemeinsam mit kostenpflichtigen Musik-Streaming-Diensten könnte man so Einnahmen generieren, um wiederum andere Produktpaletten wie das Multiroom-System zu stärken.

Das bedeutet allerdings auch, dass sich das Unternehmen derzeit in einer Phase des Umbruchs befindet. So musste eine nicht weiter bestimmte Anzahl von Mitarbeitern bereits den Hut nehmen. Nach offiziellen Angaben beschäftigt das Unternehmen zur Zeit etwa 1200 Mitarbeiter.

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Sonos Play:5 SmartSpeaker – Bald sprachgesteuert?

Sonos und Smart Home?

Zum Thema Smart Home hat John MacFarlane in seinem Beitrag nichts verlauten lassen. Ein Satz lässt aber durchaus Raum für Interpretation:

„Jetzt, wo Musikfreunde endlich alles überall abspielen und hören können, werden wir uns auf neue Produkte konzentrieren können, die noch komplett undenkbar waren, als wir das Unternehmen gegründet haben.“

Das von Sonos auserkorene Vorbild Amazon Echo zeigt, dass sich smarte Lautsprecherboxen eben nicht nur dazu eignen, Musik zu streamen, sondern auch, um beispielsweise das Internet nach Wetterdaten zu durchforsten. Oder, um sie als sprachgesteuerte Smart-Home-Elemente zu nutzen. Nichts anderes ist mit Amazon Echo und dessen Sprachsteuerung Alexa bereits möglich. Auch Google verfügt mit Google Now bereits über diese Möglichkeit.

Der Smart Home Markt wächst. Auch MacFarlane dürfte dies nicht entgangen sein. Man darf also durchaus darauf gespannt sein, was Sonos zukünftig noch alles aus der pipeline holt.

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tobias
Tobias. Freunde nennen mich Johnny. Ein einfaches "Hey, Kaffee?!" tut's aber auch. Ich schreibe am liebsten über brandfrisches Zeug - gern auch mit HomeKit-Anbindung. Aus Berlin - aber da passiert sonst ja auch nicht viel!
  • Hoggle
    Hoggle
    12. April 2016 at 11:59

    Schade nur, das das sicherlich noch einige Zeit dauern wird, bis Sonos so weit ist!

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