Sprachassistentin Alexa im Auto: VW und Ford machen es vor!

Geschrieben von tobias
ssmaart-Haus

Eines der spannendsten Themen auf der diesjährigen CES in Las Vegas war das Thema: Alexa im Auto. Amazons Sprachsteuerung erobert nach unseren Wohnzimmern auch unsere geliebten Begleiter auf vier Rädern. Wie Sprachsteuerung im Auto in Zukunft aussehen könnte, dafür haben Ford und VW jeweils gute Beispiele geliefert.

Ford will mehr als nur Alexa

Eine Vision davon, wie die Sprachsteuerung Alexa im Auto funktionieren könnte, will der amerikanische Automobilhersteller Ford schon sehr bald auf die Straße bringen. Bereits im letzten Jahr kündigte Ford die Integration von Sprachassistentin Alexa an – und lässt nun Taten folgen. Schon in den kommenden Wochen sollen bereits erste Modelle via Sync 3 Entertainment System bzw. MyFord Mobile in den Genuss von Alexa kommen. Das bedeutet, Modelle wie der Focus Electric oder auch der C-MAX Energi geben dann nicht nur den Benzinstand per Alexa preis – oder verriegeln auf Befehl die Türen. Auch soll es per Sprachsteuerung möglich sein, den Motor zu starten bzw. das Auto vorzuheizen: “Alexa, MyFord Mobile soll das Auto starten”.

Doch das ist noch nicht alles: Gemeinsam mit dem Kommunikationsdienstleister AT&T sollen Autos der Marke Ford zu einem rollenden LTE Hotspot aufgerüstet werden, welcher bis zu zehn Geräte gleichzeitig verbinden kann.

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Volkswagen und das “connected car”

Auch von VW wurde das Thema Sprachsteuerung zum absoluten Zukunftsthema auserkoren. Dementsprechend visionär will man die Sache angehen – das “connected car” samt neuem Eco-System ist das Ziel. Hierbei soll das vernetzte Automobil dank Anbindung an den Car-Net Service realisiert werden. Dieser verfügt wiederum über eine Alexa-Integration, wenn auch derzeit noch experimentell. Gekoppelt an eine individuelle “Volkswagen User-ID” bzw. “Elektroauto I.D” können so Benutzereinstellungen wie auch Dienste vom Fahrzeug unabhängig konfiguriert und angewendet werden, heißt es im Rahmen der CES 2017.

Bild: Volkswagen AG

Bild: Volkswagen AG

So lässt sich auch von unterwegs via Freisprecheinrichtung auf das heimische Amazon-Echo-System zugreifen und Smart Home Elemente wie Leuchtmittel oder Heizungsregulierung steuern. So kommt man zu Hause an, während die Einfahrt bereits beleuchtet und das Wohnzimmer schön vorgeheizt ist. Auch Wetter-Infos und Nachrichten lassen sich zusätzlich per Stimme von Alexa abfragen und vorlesen. Doch es geht auch umgekehrt: Wer bequem am Küchentisch über Benzinstand oder Routenplanung informiert werden möchte, der fragt ebenfalls einfach bei Alexa bzw. beim Auto selbst nach: “Volkswagen, hast Du noch ausreichend Benzin, um zur Arbeit zu fahren?”

Bis es soweit ist, wird es aber wohl noch ein wenig dauern. Die Volkswagen User-ID soll gemeinsam mit einem AR Head up Display (HUD) erst im Jahr 2020 in Serie gehen. Dann soll es ebenfalls möglich sein, das Smartphone als digitalen Schlüssel zu nutzen. Als erstes Auto wird der Passat 2018 das neue Eco-System mit Alexa implementieren, heißt es.

Diese zwei Beispiele zeigen, dass das Thema Sprachsteuerung erst ganz am Anfang seiner Entwicklung steht. Je tiefer es in andere Bereiche eindringt, desto tiefer wird auch die Integration der Smart Home Steuerung insbesondere durch Alexa erfolgen – Ford und VW machen es vor. Doch auch freie Plattformen wie OpenCAR von INRIX werden ihren Beitrag hierfür sicherlich leisten.

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tobias

Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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