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Tertill: Roomba-Erfinder präsentiert Unkrautroboter für den Garten

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Geschrieben von tobias
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Joe Jones ist einer der Miterfinder der erfolgreichen Staubsaugerroboter-Reihe Roomba. Dieser Erfolg beflügelt ihn nun dazu, sich seinerseits unsere Gärten vorzunehmen. Tertill, der Unkrautroboter soll Gartenbeete unkrautfrei halten – und zwar ohne Chemie. Das Crowdfunding beginnt schon bald.

Wer kennt sie nicht, die smarten Helferlein im Haushalt. Der Staubsaugerroboter ist hier sicherlich einer der erfolgreichsten Vertreter dieser Spezies. Joe Jones, der Miterfinder der Roomba-Reihe hat sich nun mit seiner Firma Franklin Robotics mit einem neuen Projekt an die Öffentlichkeit gewagt.

Geht es nach Jones, wird der „Tertill“ getaufte Unkrautroboter schon bald unseren Alltag noch komfortabler machen. Besonders dann, wenn wir über einen Garten mit Beeten verfügen. Doch wie funktioniert eigentlich so ein Unkrautroboter?

Wie funktioniert der Unkrautroboter Tertill?

Es ist klar, dass ein Unkrautroboter ungleich feinere Gartenarbeiten zu bewältigen hat, als beispielsweise ein Rasenmähroboter. Immerhin soll nur schlechtes Kraut der Garaus gemacht werden, nicht aber unseren wertvollen Pflanzen.

Nicht aber die Pflanzen selbst werden taxiert, sondern lediglich deren Größe. Groß = nützlich, klein = Unkraut. In einem Beet mit kleinen Sprösslingen sollte das Gerät also besser erst einmal nicht zum Einsatz kommen. Um hier Abhilfe zu schaffen, kann man als Gartenbesitzer allerdings spezielle Überzieher über die Pflanzen setzen, welche kleiner 2,5 Zentimeter sind – um sie vor dem Roboter zu schützen. Ganz ohne menschliche Hilfe kommt der Gartenroboter bei seiner schwierigen Aufgabe also nicht aus.

Ebenfalls zu beachten: Schon beim Setzen der Sprösslinge muss natürlich darauf geachtet werden, dass zwischen den Pflanzen ausreichend Platz ist, damit Tertill das Beet auch sicher durchfahren kann. Ist dies erst einmal gewährleistet, bewegt sich der Roboter ähnlich einem Mars-Fahrzeug durch das Beet. Ob er für seine Unkrautpatrouillen einen besonderen Algorithmus zu Grund legt, scheint unwahrscheinlich, denn: Das Beet selbst muss wiederum physikalisch eingegrenzt werden, damit der Unkrautroboter nicht aus Versehen in Richtung Grünfläche fährt. Im Gegensatz zu seinen Roomba-Kollegen scannt Tertill seinen Arbeitsbereich nicht und kann dementsprechend auch nicht vorher festgelegt werden.

Die Vorteile des Unkrautroboters

Zugegeben, in manchen Punkten erscheint das Projekt alles andere als smart. Da sind wir wesentlich elegantere Lösungen gewohnt. Dennoch sollte man auch die positiven Seiten von Tertill nicht unerwähnt lassen:

Zum einen ist das Gehäuse des Unkrautroboters wasserdicht. Lässt man ihn also buchstäblich im Regen stehen, sollte ihm das nicht ausmachen. Zum anderen speist sich der kleine Gartenhelfer aus Sonnenenergie. Damit sind recht flexible Einsatzzeiten garantiert – anstatt für mehrere Stunden an der Basisstation laden zu müssen. Sollte die Sonne mal nicht ausreichend scheinen, lässt sich der Roboter auch via USB aufladen.

Ebenfalls nicht unerheblich ist die Tatsache, dass das Unkraut nicht mit chemischen Unkrautvernichtern bearbeitet, sondern lediglich kontinuierlich abgeschnitten wird. Die Idee dahinter ist, dass eine Pflanze, die am Wachstum stets gehindert wird, bald schon von allein absterben wird.

Übrigens: Auch eine Smartphone-App soll es bei Auslieferung geben. Inwieweit sich der Gartenroboter dann auch ins eigene Smart Home einbinden lassen wird, bleibt natürlich abzuwarten.

Der Gartenroboter Tertill braucht dich

Die Crowdfunding-Kampagne beginnt am 13. Juni 2017 auf Kickstarter. Bei erfolgreicher Finanzierung sollen schon vor Ablauf des Jahres die ersten serienreifen Unkrautroboter ausgeliefert werden. Kostenpunkt: 300 Dollar pro Stück.

Sobald die Kampagne live geht, ergänzen wir den Link hier und geben euch ein Update! Für weitere Informationen, könnt ihr auch auf die Webseite von Franklin Robotics gehen.

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tobias

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Tobias schreibt die News auf siio.de, ist Buchautor in Sachen Smart Home und fährt privat einen ziemlich wilden Gerätemix - Hallo aus Berlin.

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