Vom Fachmann installiert vs. Smart Home Marke Eigenbau

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Geschrieben von Nase
smaart-Haus

Ganz grob können Smart-Home-Lösungen in zwei Kategorien eingeteilt werden: Vom Fachmann installierte Technik bei Neubau oder Renoveriung und nachrüstbare Technik.


Beim Festeinbau die Nase vorn hat die Heimautomations-Bustechnik KNX, auch EIB genannt (Europäischer Installationsbus). Mittels einem Steuerungsprotokoll kommunizieren Aktoren (etwa Lichtschalter) mit Sensoren (z.B. Bewegungsmelder). Dazu werden Unterputzdrähte verlegt und mit einer Relaisteuerung verknüpft.
Vorteil: Das ganze funktioniert auch, wenn die KNX-Zentrale mal nicht erreichbar ist.
Nachteil: Der hohe Preis.
Anbieter für KNX: z.B. Gira, Jung und Revox
Komplette Lösungen bietet auch das US-Unternehmen Creston (basiernd auf dem Cresnet-Protokoll) und die Firma Digitalstrom. Letzere setzt auf intelligente Lüsterklemmen mit einem Chip, der über die Stromleitung Signale empfängt. Der Server sitzt im Sicherungskasten.


Für Mietwohnungen geeignet sind hingegen eher Systeme, die selbst installiert werden können und bei Umzug einfach mitgenommen werden. Da hätten wir das HomeKit von Apple (was genau das alles kann, lest ihr hier). Entscheidender Marktvorteil gegenüber KNX-Anbietern ist die riesige Marktbedeutung von Apple. Auch Nest (z.B. lernfähige Rauchmelder), Honeywell (intelligente Heizungssteuerung) und Samsung (z.B. per App steuerbare Waschmaschinen) bieten Einzellösungen an.


Ganz wichtig für den Selbsteinbau: Es sind keine Kabel nötig, all diese Systeme kommunizieren per Funk.
Etliche Unternehmen versuchen sich zudem darin, diverse Einzellösungen irgendwie zu vernetzen. RWE setzt auf ein Funk-Gateway als Zentrale, die mit einem Internet-Router verbunden ist und den Kontakt zu verschiedenen Geräten hält. Die RWE-Lösung funktioniert auch mit den Produkten andererer Firmen, z.B. Philips-Hue-Leuchten.
Die Qivicon-Plattform der Deutschen Telekom steuert ebenfalls per Funk allerhand Geräte, die nicht zwingend von der Telekom stammen. Es funktioniert zum Beispiel auch mit Technik von Miele, Samsung, D-Link oder EnBW.
Weitere Ansätze stammen von Gigaset (Elements), D-Link (Mydlink Home), Tado und Archos


Aufbereitet hat das ganze golem.de. In Zukunft will man dort in loser Folge weiter über Hausautomatisierung berichten.

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juicyfields

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Nase

Hallo, ich bin die Franzi und als Freiberuflerin vor allem im Dresdner Lokaljournalismus unterwegs. Von mir lest ihr hier vor allem News und Bookmarks. Mit ganz viel Stolz hab ich vor Kurzem erst die ersten Smart Home-Komponenten in meinem Zuhause installiert - stolz, weil mir technisch manchmal ein bisschen der Durchblick fehlt.
Wenn ich nicht arbeite, bin ich meist am zocken und ich liebe Katzencontent.

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