Heizen & Energiesparen
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Zeit zu lüften! Afriso CO2 EnOcean Sensor am homee

von am18. August 2016
 

Na, wie fühlen wir uns heute? Etwa müde und schlapp? CO2 kann unsere Leistungsfähigkeit stark herabsetzen und uns müde machen. Zeit zu lüften – Wir schauen uns den EnOcean CO2 Sensor von Afriso an.

Das homee Smart Home Gateway lässt sich dank der vielen bunten Würfel durch verschiedene Funkstandards aufrüsten. Neben Z-Wave und Zigbee ist hier auch EnOcean möglich – ein Funkstandard der eigentlich ziemlich cool ist wie ich finde, aber in vielen Smart Home Blogs (auch auf siio – Asche auf unser Haupt) völlig untergeht.

Einen Tür- Fensterkontakt mit EnOcean hatte ich bereits hier schon einmal vorgestellt – und in diesem Artikel möchte ich euch ein sehr praktisches EnOcean Gerät aus dem Hause Afriso vorstellen, welches die Luftqualität überwacht und euch vielleicht auch hilft, diese zu verbessern.

Ihr habt sicher nicht immer im Blick wann ihr lüften solltet. Das kann der Afriso CO2 Sensor ändern – und Ihr könnt die Werte im Diagramm darstellen. Schön für alle Zahlenjunkys wie unseren Hamashi.

Wer kennt das Problem nicht? Der Frau war wiedermal kalt und die Fenster mussten die ganze Nacht zu bleiben. Früh morgens hat man sie dann: Die stickige Luft im Schlafzimmer. Oder Abends gemütlich im Wohnzimmer verbracht, bei Kerzenschein – welche zusätzlich Sauerstoff verbrannt haben und das Lüften verpasst? Auch hier kann Smart Home mit ein paar einfachen kleinen Szenarien helfen. Daniel – alias BoomX hatte für die Freunde des Fibaro Home Center in Kombination mit dem netatmo Sensor ein kleines Script gebaut, welches via RGB Leuchten im Ampelprinzip die Luftqualität signalisiert hat. (mehr dazu hier).

Dies ist auch mit dem homee – zusammen mit dem Afriso CO2 Sensor (welchen wir uns hier ansehen möchten) möglich. Wie? Das zeige ich euch weiter unten in diesem Artikel in einem homeegramm.

Warum CO2 Wert in der Luft messen?

Der CO2 Wert ist ein wichtiger Indikator für die Luftqualität. 1858 hat Max von Pettenkofer einen Richtwert von 1.000ppm (parts per million) für eine angenehme Raumluftqualität empfohlen. Dieser Wert wird heute noch als Richtwert angenommen. Auch neuere Studien zeigen, das bereits Konzentrationen über der 1.000 ppm Grenze schnell zu Leistungsverlusten führen können.

Wo es viel CO2 gibt, werden auch besonders viele Keime gefunden – so die amerikanischen Wissenschaftler Rudnick und Milton. Diese untersuchten 2003, wie hoch das Grippe Ansteckungsrisiko in einem Klassenraum ist. Dabei waren 30 Personen, vier Stunden lang in einem Klassenraum, wobei eine Person akut Grippe aufwies. Das Ergebnis: Bei 1.000 ppm CO2 steckten sich fünf Personen an, bei 2.000 ppm waren es zwölf und bei 3.000 ppm sogar 15 Personen

Eure Raumluft sollte also zwischen 1.000-1.400ppm liegen. Dies erreicht ihr nur durch mehrmaliges, tägliches lüften. Aber wann sind diese 1400ppm erreicht? Hier hilft uns der Afriso CO2 Sensor.

Installation & Anlernen am homee

In diesem Fall ist die Erstinstallation recht einfach – der EnOcean Co2 Sensor ist in Form eines Steckernetzteils, welches einfach in die Steckdose kommt.

Stecker in der Steckdose

Ihr startet den Anmeldevorgang im homee über das Plus (+) Symbol und wählt EnOcean. Klickt danach auf Start. Nun habt ihr ein Zeitfenster von 60 Sekunden, um auch den EnOcean Sensor in den Anlernmodus zu versetzen. Hierzu den „LRN-Knopf“ auf der Unterseite des EnOcean Sensors drücken. Wenn der Anmeldevorgang erfolgreich war, wird euch dieser in der Homee Web- oder Smartphone App angezeigt und Ihr könnt dem CO2 Sensor einen beliebigen, eigenen Namen vergeben.

Homeegramm:

Nun wo der CO2 Sensor angemeldet und einem Raum hinzugefügt wurde, kann es losgehen.

Zum einen signalisiert der Afriso CO2 Sensor die Messwerte direkt am Gerät via LED Indikator:

  • grün: bis 1450ppm
  • gelb: ab 1450ppm
  • rot: ab 1950ppm

(Messgenauigkeit ca 30ppm)

Nun wäre es ja nicht so smart, einen Wert aufgrund einer LED Farbe zu schätzen…

Daher lasst uns mal den homee mit einem Homeegramme ins Spiel bringen. Ich habe den CO2 Sensor im Wohnzimmer in einer Steckdose installiert und folgendes damit umgesetzt: Da ich ein Fan von optischen Benachrichtigungen bin, verwende ich meine Philips Hue LED Stripes am TV, um die Luftqualität zu signalisieren. WENN der CO2 Wert über 1.400ppm ansteigt, DANN lasse ich für 5 Minuten lang die Hue rot aufleuchten.

Die 5 Minuten nehme ich als Lüftungszeitraum an, so weiß ich, wenn die Hue grün aufleuchten, kann ich das Fenster wieder schließen. Eine Push Meldung auf mein Handy habe ich ebenfalls eingerichtet. Hier könnt ihr die Meldung natürlich auch an das Handy eurer Frau senden, damit diese das Fenster öffnet und ihr weiter auf der Couch chillen könnt ;-)

Hier mein Homeegramm:

Homeegramm

Wenn CO2 Sensor meldet über 1400ppm Hue Stripe einschalten, Dimmwert 100% und Farbwert rot. Nach 5 Minuten auf Farbwert grün. Im Wohnzimmer ist dies tagsüber kein Problem.

Was passiert aber im Schlafzimmer? In der Nacht steigt der ppm Wert in unserem Schlafzimmer auf bis zu 2000ppm innerhalb von 2 Stunden an!

Diagramm CO2

In dem Diagramm variiert der Spitzenwert immer Nachts zwischen 00:00-03:00 – je nach Schlafenszeit. Im Diagramm auch sehr schön zu sehen, wann wir im Urlaub waren.

In neu gebauten Häusern ist meist ein Belüftungssystem integriert, Raumluft wird alle 2 Stunden komplett ausgetauscht. Was ist aber nun mit Bestandsbau?

Ich konnte nicht immer meine Frau dazu bewegen, das sie die Fenster zum lüften öffnet, wenn der CO2 Sensor einen zu hohen ppm Wert anzeigt. Vor allem Nachts war Sie da recht zickig :-) . Hier könnte man ein Dachfenstermotor und ein Z-Wave Schalter montieren und alles in einem Homeegramm abbilden. Alternativ könnte man auch den Z-Wave Fakro Fensteröffner einsetzen, den hatte Chris hier mal im Video vorgestellt.

Der Motor könnte zum Beispiel zusätzlich über den Netamto Regensensor gesteuert werden, so dass das Fenster nur zum Lüften geöffnet wird, wenn es nicht regnet.

Den CO2 Sensor gibt es im Handel ab ca 260€.

 
  • Peter
    19. August 2016 at 10:05

    Moin,

    wer 250 Euro für so ein Ding ausgibt ist selber Schuld. Die meisten Internet-of-Things „Gadets“ sind doch total überteuert. Diese ganzen Anbieter sollten mal von Ihren hohen Rössern runter kommen und sich der Realität angleichen.

    Gruss,
    Peter

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