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eufy RoboVac G10 Hybrid: wie schlägt sich der Saug-/Wischroboter ohne Laser im Test?

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Marcus
Geschrieben von Marcus
siio-App
  • Installation
  • Funktionsumfang
  • Bedienung
  • Nutzen
  • Preis/Leistung
3.8

Summary

Auch ohne Laser-Navigation schlägt sich der eufy RoboVac G10 Hybrid in meinem Test erstaunlich gut – dank Smart Dynamic Navigation. Abgesehen von einigen fehlenden Funktionen kann der günstige Saug- und Wischroboter überzeugen.

Pros

+ günstiger Preis
+ auch ohne Laser gute Orientierung
+ einfache Einrichtung
+ übersichtliche App
+ hohe Saugleistung
+ solide Wischleistung

Cons

– keine Lasernavigation
– damit begrenzte Möglichkeiten

Vor wenigen Wochen habe ich euch den Saugroboter eufy RoboVac L70 Hybrid vorgestellt. Das Gerät verfügt über eine Laser-Navigation für gezieltes Reinigen, kostet aber eben auch UVP 500 Euro. Mit dem RoboVac G10 Hybrid hat eufy (gehört zu Anker) kürzlich einen weiteren neuen Saug- und Wischroboter herausgebracht. Dieser hat keinen Laser-Turm verbaut, bietet dafür aber laut Hersteller „Smart Dynamic Navigation“. Wie gut funktioniert der nur rund halb so teure G10 Hybrid? Das verrät euch mein Test.

Der G10 Hybrid im Überblick

Bevor ich zu meinen Testeindrücken komme, möchte ich euch erst einmal einen Überblick geben, was der eufy RoboVac G10 Hybrid zu bieten hat – und was eben nicht. Die fehlende Laser-Navigation hatte ich bereits angesprochen. Dennoch soll er laut Hersteller Räume dennoch systematisch abfahren – mehr dazu weiter unten in meinem Testbericht.

eufy RoboVac G10 Hybrid Test

Der eufy RoboVac G10 Hybrid von unten.

Zunächst geht es an die harten Fakten. Auffällig ist, dass der G10 mit zwei Seitenbürsten ausgestattet ist. Das ist heute keine Selbstverständlichkeit. Dafür hat er aber keine große Hauptbürste, sondern nur eine Saugöffnung. Das ist weniger vorteilhaft beim Lösen des Drecks von Teppich und Co. Vorteil ist hingegen, dass sich keine Haare um die Bürste wickeln können, was in der Praxis bei anderen Modellen ständig passiert. Insgesamt ist das Modell mit dieser Ausstattung primär für glatte Hartböden ausgelegt. Den einen oder anderen Teppich saugt er auch solide mit ab. Für reine Teppichreingung gibt es daber definitiv geeignetere Modelle als diesen hier.

Beachtlicher Lieferumfang

Positiv zu erwähnen ist die Saugleistung, die bei 2.000 pa im stärkeren der zwei Saugmodi liegt. Das ist ein gutes Niveau und wird auch in ähnlicher Dimension von den bekannten Platzhirschen geboten – wenn überhaupt. Ebenfalls lobenswert zu erwähnen ist die mit 7,2 cm geringe Bauhöhe sowie der überschaubare Durchmesser von 32 cm. Das ist positiv beim Saugen unter Möbeln wie Sofas und Co. Hier kommt dem G10 der fehlende Laser-Turm zugute.

Der eufy RoboVac G10 Hybrid im Vergleich zum L70 Hybrid des gleichen Herstellers.

Auch beim Lieferumfang sammelt der RoboVac G10 Hybrid einige Pluspunkte. Zur Ladestation legt eufy eine Unterlage aus schwarzem Kunststoff (finde ich schicker als die sonst meist milchigen Plastikteile), den Wassertank (130 ml) samt Ersatz-Wischtuch sowie zwei Ersatz-Seitenbürsten, einen Ersatz-Filter für den Staubbehälter sowie vier Ersatzfilter für den Wassertank bei. Da kann man dem Hersteller wahrlich keinen Vorwurf machen. Gerade die Ersatzteilausstattung ist selbst bei vielen teureren Saugrobotern deutlich schlechter!

Schnell und einfach eingerichtet

Bevor es an die Reinigung der Wohnung bzw. einer Etage im Haus gehen kann, muss auch der RoboVac G10 Hybrid kurz eingerichtet werden. Das ist schnell erledigt. Ihr müsst euch einfach die eufyHome App auf euer Smartphone oder Tablet mit iOS bzw. Android laden. Dann tippt auf das Pluszeichen oben rechts, um ein neues Gerät hinzuzufügen.

Die Einrichtung klappt schnell und einfach.

In dem dann sich öffnenden Menü wählt ihr erst „Staubsaugerroboter“ und dann den RoboVac G10 Hybrid aus der Liste aus. Danach müsst ihr euer WLAN auswählen und das Passwort eingeben, euch mit dem vom Saugroboter aufgespannten WLAN verbinden und etwas warten. Schon ist die Verbindung des Saugroboters mit eurem WLAN hergestellt und die Arbeit kann losgehen.

Macht seine Sache erstaunlich gut

Ich gebe ja ehrlich zu, dass ich anfangs doch etwas skeptisch war. In letzter Zeit hatte ich einige Saugroboter mit Laser im Test. Und ich musste jedes Mal feststellen, wie überlegen diese den chaotisch vorgehenden „dummen“ Kontrahenten sind.

Saugroboter RoboVac G10 Hybrid in Aktion.

Allerdings ist der RoboVac G10 Hybrid kein ganz „dummer“ Saugroboter, sondern geht mit der vom Hersteller so getauften „Smart Dynamic Navigation“ vor. Das bedeutet, dass der Saugroboter den Raum dennoch einigermaßen systematisch und eben nicht komplett chaotisch abfährt. Das bedeutet, dass er beim Auftreffen auf ein Hindernis eben nicht nur etwas zur Seite, sondern um 180 Grad dreht und so Bahn für Bahn durch das Zuhaue fährt.

Und das klappt in der Praxis tatsächlich erstaunlich problemlos. Er macht seine Sache für einen Saugroboter ohne Laser-Navigation richtig gut, hat die Flächen in meinem Erdgeschoss nahezu komplett abgearbeitet. Erst hat er mein Wohnzimmer systematisch abgefahren, indem er bei Hindernisse (die er nur selten berührt) um 180 Grad dreht. Danach fährt er noch einmal teilweise außen rum den Rand ab. Selbst im Stuhlgewirr unter meinem Esstisch kam er zurecht. So hat er die Etage recht gut und kaum schlechter als ein Laser-Kontrahent abgedeckt. Und auch er findet hinterher eigenständig zurück zur Ladestation, was im Test in den meisten Fällen recht reibungslos und erstaunlich effektiv funktioniert hat.

Nicht verschweigen möchte ich natürlich auch die Nachteile, die mit der fehlenden Laser-Navigation einhergehen. So kann der eufy RoboVac G10 Hybrid keine virtuelle Karten in der Map anlegen. Das hat zur Folge, dass auch keine gezielte Reinigung von einzelnen Räumen oder das Anlegen von virtuellen Sperrzonen möglich ist. Eine Spotreinigung hat er aber zumindest an Bord. Hierfür müsst ihr ihn an den gewünschten Ort tragen, damit er dort in begrenztem Umkreis für Sauberkeit sorgt.

Impressionen der App für die Steuerung.

Positiv hingegen ist aufgefallen, dass der RoboVac G10 Hybrid vor allem im schwächeren der beiden Saugstärke-Modi angenehm leise arbeitet. An die Arbeit könnt ihr ihn per App, per Taste auf dem Saugroboter sowie auch per Sprachbefehl via Alexa oder Google Assistant schicken. Auch eine Planung ist für die jeden Wochentag mit einer jeweils individuellen Uhrzeit per App möglich.

Zudem kann er als Hybridmodell eben auch wischen. Hier weist er zwar nicht den dreistufig einstellbaren Wassertank auf, der dem eufy RoboVac L70 Hybrid gegönnt ist. De Wassermenge ist also nicht regulierbar. Nach dem Füllen und Unterclippen des Wassertanks hinterlässt er dann aber deutlich sichtbar eine nebelfeuchte Spur. Am Ende hat mich das Wischergebnis bei diesem günstigeren Staubsaug-Roboter mehr überzeugt als z. B. bei dem kürzlich getesteten und rund doppelt so teuren 360 S7. Und noch einen Pluspunkt gibt es: Ich habe selten einen so einfach zu leerenden und reinigenden Staubbehälter (450 ml) gesehen.

Der G10 kann auch wischen.

Mein Fazit zum eufy RoboVac G10 Hybrid

Ich muss sagen, dass ich durchaus positiv überrascht bin von diesem Saugroboter. Ich war skeptisch, ob ein Modell ohne Lasernavigation effektiv und gründlich vorgehen kann. Hier hat mich der G10 von eufy eines besseren belehrt. Auch ohne Laser-Turm und LDS kann ein Saugroboter offensichtlich systematisch Räume abfahren.

Sicherlich hat das Fehlen der Laser-Navigation auch ein paar Nachteile, da dies einfach zu weniger Funktionsumfang und Möglichkeiten führt. Dafür kommt er dank geringerer Bauhöhe besser unter Möbel. Wer aber über ein relativ einfach zu reinigendes Zuhause verfügt und den Schnickschnack mit virtuellen Sperrzonen und Co nicht benötigt, der trifft nach meinen Testeindrücken mit dem eufy RoboVac G10 Hybrid eine gute Wahl – und spart im Vergleich zu Laser-Saugrobotern auch noch einiges an Geld…

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

Marcus

Marcus

Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

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