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Homematic IP – ein neues Smart Home System von eQ-3

YESLY Smart Home
by MaxPower15. November 2015

Homematic IP – schon wieder ein neues System am Smarthome Markt, der durch die verschiedenen Systeme eh schon überlaufen zu sein scheint. Schon wieder ein System, was vieles anders machen will. Kennen wir das nicht schon?

Aber schauen wir uns dieses „neue“ System mal genauer an.

Das System stammt aus dem Hause eQ-3, die ebenfalls schon (wer hätte das gedacht) Homematic entwickelt haben. Zur Martkeinführung gibt es nur Komponenten, die eine intelligente und einfache Heizungssteuerung zulassen. So gibt es bereits die Zentrale (auch Access Point genannt), einen Tür/Fensterkontakt, einen Schalter zur Anwesenheitskontrolle, eine Schaltsteckdose sowie zwei Thermostate (eins für den Heizkörper und eins als Wandgerät).

Später soll das Angebot der Geräte dann erweitert werden.

Was ist jetzt anders an Homematic IP?

Anders, als gegenüber dem „alten“ Homematic ist, dass sich die Geräte sehr einfach einbinden lassen. Jedes Gerät verfügt über einen QR-Code. Mit Hilfe des Codes kann man dann die Geräte mit eins System einbinden.

Fangen wir einmal von vorne an. Nachdem die Zentrale mit Strom und Netzwerk verbunden wurde, installieren wir uns auf dem Smartphone die Homematic IP App. Ja – richtig gelesen – auf dem Smartphone! Eine Konfiguration via PC (wie beim bisherigen Homematic System) ist nicht nötig – aber auch nicht möglich.

Ist der Access Point also mit dem Internet verbunden scannen wir mit der Homematic IP App den QR Code ein, der sich auf der Rückseite des Gerätes befindet. Sobald dies geschehen ist verbindet sich automatisch das Smartphone mit dem Accesspoint – und dies über die Cloud.

Ja – nun ist der Aufschrei sicherlich groß! Jedoch ist es so, dass die Verbindung zum einen anonym geschieht (keinerlei Daten werden bei der Einrichtung erhoben) und zum anderen wird eine gesicherte Verbindung hergestellt. Nach Rücksprache mit eQ-3 wurde besonders großen Wert darauf gelegt, dass die Verbindung absolut sicher zwischen den Geräten aufgebaut wird.

 

 

Das Smartphone und der Accesspoint sind nun also miteinander verbunden. Nun können wir beginnen die einzelnen Komponenten mit in das System einzubinden. Hierfür nehmen wir die Schaltsteckdose zur Hand und verbinden diese mit Strom. Auf einem kleinen Aufkleber, der der Steckdose beiliegt, ist der QU Code zu finden. Dieser wird wiederrum eingescannt – wir weisen der Steckdose einen Raum zu und das war’s schon.

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Ebenso einfach ist die Einbindung des Wandthermostates. Auch hier scannen wir den QR Code – weisen dem Gerät einen Raum zu und schon funktioniert das Gerät. Der Clou kommt an dieser Stelle – Homematic IP erkennt das diese beiden Geräte zusammenarbeiten (die Schaltsteckdose ist für eine Elektroheizung vorgesehen) und verknüpft automatisch die beiden Geräte miteinander, da sie sich im selben Raum befinden.

Registrieren wir dazu noch einen Tür/Fensterkontakt, so wird auch dieser mit in die Heizungssteuerung integriert. Dies ist für den Anfänger im Bereich Smart Home sehr simpel zu realisieren.

Programmieren?

Die Programmierung der Heizung ist ebenfalls recht einfach über das Smartphone zu realisieren. In der App können wir verschiedene Heizungsprofile erstellen, so dass diese dann den Räumen zugeordnet werden kann. Beispielsweise können wir hierbei festlegen, dass Werktags von 6:00 – 7:00 sowie von 17:00 – 22:00 im Bad eine Temperatur von 21Grad sein soll. Am Wochenende ganztags. Mit wenigen „Klicks“ ist dieses eingestellt und dem Raum zugeordnet.

Möchte man nun „mehr“ steuern und tiefer in das System eingreifen, so soll es zum Ende des Jahres ein Firmwareupdate für die Homematic CCU2 geben. Dieses ermöglicht es, auch mit Geräten von Homematic IP zu kommunizieren. Sollte man also später „mehr“ wollen und tiefer in die Smarthome Welt einsteigen wollen, kann man die Homematic IP Geräte weiterhin nutzen. Praktisch, wie ich finde.

FAZIT:

Homematic IP ist kein System, was den Markt revolutionieren wird. Dennoch muss ich sagen, dass für Einsteiger im Smarthome Bereich dieses System sehr einfach ist. Alles lässt sich einfach über das Smartphone steuern und später kann ohne weiteren auf Homematic umsteigen, da die Homematic IP Komponenten nach dem CCU2 Firmwareupdate (welches Ende 2015 erscheinen soll) kompatibel ist.

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Hallo! Mein Name ist Stefan - bin 34 Jahre alt - und wohne im schönen Ostfriesland. Ich beschäftige mich seit mehreren Jahren mit dem Thema Smart Home - insbesondere mit homematic von eq3. Nebenbei bin ich grosser Apple Fan und liebe meine kleine Holzwerkstatt :)
  • Denis
    15. November 2015 at 18:28

    Und mal wieder ein Grund mehr für OpenHab.

  • Karl
    18. November 2015 at 17:32

    Wo sind die Schalter und andere Sensoren die nicht mit einer Batterie arbeiten? Alle 5-10 Jahre im ganzen Haus Batterien tauschen?

  • Sickboy
    18. März 2019 at 15:29

    Schöner Artikel zu Homematic! Inzwischen kann man ja Homematic und Homematic IP Komponenten gemeinsam einsetzen, was ich derzeit auch mache. In meinem ersten Projekt mit Rolladensteuerung habe ich gute Erfahrung damit gemacht und kann es nur weiter empfehlen!

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