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Homematic Wassersensor selber bauen

YESLY Smart Home
by crissxcross5. Juli 2014

Toller sonniger Tag- die Dachfenster quasi dauer offen. Wenn dann ein kleiner Regenschauer einsetzt, kann es schon mal passieren das man just in diesem Moment nicht mehr an die offenen Fenster denkt. Sollten da die eigenen vier Wände nicht intelligent mitdenken?Zwar gibt es einen Wassersensor von Homematic, allerdings kann dieser nur eine Stelle überwachen. Was wenn an mehreren Stellen geprüft werden soll ob eventuell Wasser austritt, oder der Homematic Wassersensor aufgrund seiner Bauform dort nicht zum Einsatz kommen kann. Jörg Pawelzik hat sich dazu ein paar Gedanken gemacht. Wem der Name bekannt vor kommt – Jörg war auch der welcher die geniale Idee zum Homematic Sonnensensor selbst bauen hatte.

Mithilfe eines Homematic HM-SCI-3-FM 3-Kanal-Funk-Schließerkontakt-Interface welcher etwas Zweck entfremdet wird und Wassersensoren für den Arduino lassen sich so bis zu 3 Prüfpunkte erstellen. Netter Nebeneffekt, der Eigenbau ist deutlich günstiger als der Homematic eigene Wassersensor.

Bild © elv.de

Homematic batteriebetriebener Schließkontakt
Bild © elv.de

Der batteriebetriebene Homematic HM-SCI-3-FM 3-Kanal-Funk-Schließerkontakt kann eingesetzt werden um analoge Schalter in die Homematic Hausautomatisierung einzubinden und prüft diese auf ihre Schaltposition. Sobald sich der  Zustand ändert wird dies an die HomeMatic-Zentrale gemeldet. Auf diesem Weg lassen sich aber auch bereits vorhandene Überwachungskontakte überprüfen, welche den Zustand geöffnet oder geschlossen annehmen können.

Bild © Jörg Pawelzik

Homematic Schließerkontakt meldet Wassererkennung
Bild © Jörg Pawelzik

Genau das kannst du dir bei dem Homematic Wassersensor in Eigenbau zu Nutze machen. Den HM-SCI-3-FM 3-Kanal-Funk-Schließerkontakt kannst für um die 35 Euro als Bausatz (Link) erwerben, möchtest du nicht selbst zum Lötkolben greifen so gibt es diese Komponente auch als Komplettsatz auf Amazon (Link).

Den Sensor bekommst du bei eBay für unter 2 Euro, meist von Händlern aus Übersee. Wer lieber bei Händlern in Deutschland kauft wird auf Amazon fündig (allerdings um einiges teurer). Der Sensor wird einfach an einen der Eingänge gesteckt und kann so Regentropfen oder austretendes Wasser melden. Im Homematic System wird dann der Zustand „geschlossen“ gemeldet.

Bild © Jörg Pawelzik

Regen / Wassersensoren an Homematic Schließerkontakt angeschlossen
Bild © Jörg Pawelzik

Man könnte zum Beispiel eine Lampe blinken lassen um zu signalisieren wenn das Dachfenster offen ist und Regentropfen erkannt wurden oder einen alarmierenden Ton über den Homematic Funkgong abspielen. Tipp: Es lassen sich aber auch Komponenten direkt mit dem Homematic HM-SCI-3-FM 3-Kanal-Funk-Schließerkontakt verknüpfen. So ist der Einsatz einer Homematic CCU gar nicht nötig.

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crissxcross
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Chris, Gründer und Blogger von siio. Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.
14 Comments
  • Markus
    11. November 2014 at 12:37

    Hallo,

    nette Geschichte, aber sobald es Regnet, sendet der HM Aktor die ganze Zeit und dann ist bald das Funkkontingent aufgebraucht und schon geht gar nichts mehr.

    • crissxcross
      12. November 2014 at 22:07

      Hallo,

      warum sollte dies so sein? Es gibt doch nur eine Änderung zu übertragen. Wenn es regnet wird der Zustand als geschlossen erkannt. Dieser wird an die Zentrale übertragen. Solange es regnet ändert sich der Zustand nicht, also muss er nichts übertragen. Wenn die Logik so wäre müsste der Akku bzw. das Funkkontingent ja bei schönen Wetter auch andauerd leer sein. Solange Sonne scheint ist der Kontakt „offen“ der Zustand ändert sich doch auch nicht bis es anfängt zu regnen, also gibt es keine Statusänderung zu übertragen.

  • Henning
    30. Januar 2015 at 22:48

    Tolle Idee,
    Super erklärt!

    Habe Zuhause einen Sickerschacht mit Pumpe und möchte gerne den möglichen Defekt der Pumpe überwachen. Wenn ich richtig verstanden habe, sollte das möglich sein.

    Gibt es eine Möglichkeit auch andere Wasserressourcen anzuschließen? Oder muss der Widerstand bei anwesendem Wasser fast 0 sein?

    Ich habe einen Zweidraht Sensor mit zwei kontaktstiften am anderen Ende. Tauche ich den in Wasser (Salzwasser) erkennt das Messgerät keinen Durchgang und der Widerstand ist immer noch recht hoch. Kenne diese Arduino Sensoren nicht. Würde aber dann welche besorgen.

    Danke im Voraus!
    Henning

    • crissxcross
      31. Januar 2015 at 2:24

      Hallo,
      danke zunächst für dein Lob. Es freut uns das dir siio gefällt.
      Ich weis nicht so recht ob der Arduino Sensor das richtige ist in deinem Fall. Es klingt so als wenn bei dir schon immer permanent Wasser in der Grupe steht oder? Ich denke das die Tauchpumpe ja nicht bis ganz leer pumpt. Oder hast du diese in eienr Vertiefung? Der Sensor würde schon bei geringen Wassermengen anschlagen. Er ist eher für den Innenbereich gedacht. Ich denke du benötigst eher eine Art Wasserstandsmelder / Überwachung. Freue mich auf dein Feedback!

  • Henning
    30. Januar 2015 at 22:59

    Und der Sensor wird ohne das Modul angeschlossen? Oder ist im Gehäuse unter der hm Komponente noch jeweils eine Platine für einen Sensor?

  • Henning
    31. Januar 2015 at 14:38

    Hallo, danke für die Antwort!
    Ich dachte daran solche Sensoren zu verbauen:

    http://www.conrad.de/ce/de/product/1299303/?gclid=Cj0KEQiAl7KmBRDW6s-Xi_uT9OgBEiQAZdbbSSwh0VrbET9nyldVuTRTDuiR-QYW_9XcrMoqJfgOlPQaAkZN8P8HAQ&insert_kz=VQ&hk=SEM&WT.srch=1&WT.mc_id=google_pla&s_kwcid=AL!222!3!48257440017!!!g!!&ef_id=Utgp-wAAAfzavx6f:20150131133457:s

    Der sollte ja im Prinzip ähnlich funktionieren.

    • crissxcross
      1. Februar 2015 at 22:17

      genau, geht auch damit. Am Tagesende muss eben nur ein Kontakt geschlossen werden.
      Würde michf euen wenn du berichtest, sobald du es nachgebaut hast.
      Gruß

  • Hoggle
    Hoggle
    25. Juni 2015 at 23:14

    Und für Fibaro würde man hier den Fensterkontakt „missbrauchen“, oder?

    • crissxcross
      26. Juni 2015 at 0:02

      ich hab es in der Tat mal mit dem Fenstersensor versucht und es ging nicht. kann aber viele gründe haben, vielleicht Modul defekt, vielleicht brauch es selbst zuviel Strom wenn der Kontakt geschlossen wird. Keine Ahnung. Würde es nochmal mit dem universal Binär sensor versuchen

  • Hoggle
    Hoggle
    26. Juni 2015 at 9:28

    Da brauchst Du dann aber noch eine extra Stromquelle?

  • crissxcross
    28. Juni 2015 at 23:52

    Hi,

    jo das schon, aber ich kann es mit bei dem Teil nicht vorstellen. Der macht nur einen Kontakt auf oder zu, so das die Komponente, was auch immer dran hängt es mit einem geringen Strom erkennen muss. Eigentlich muss es mit dem Fensterkontakt funktionieren.

  • Friedhelm
    9. August 2015 at 10:23

    Gute Idee, werde ich nachbauen. Mit dem Fensterkontakt HM-SEC-SC-2 sollte es auch klappen, dieser erkennt auch leitendes Wasser.
    Kannst Du bitte das Gehäuse und eine Bezugsquelle benennen? Ich möchte damit mein Regenfass überwachen, deshalb muss der Sender regenfest bleiben.
    Vielen Dank!
    Friedhelm

  • Jörg
    28. August 2015 at 20:15

    Ich würde es auch gerne nachbauen und ich würde auch gerne wissen was das für ein Gehäuse ist und wo man es beziehen kann. Danke schon mal.

    Gruß
    Jörg

  • Hardy
    4. Dezember 2017 at 15:06

    Hallo! Super Beitrag! Vielen Dank dafür! :)

    Ich bin noch Frischling in dem Thema.
    Ich möchte gern in unserem Altbau (altes Reetdachhaus aus Mitte 19. Jhrh.), den wir gerade kernsanieren, das eine oder andere „Gimmick“ in Form von SmartHome/Homematic Komponenten verbauen.
    Ich würde das auf Basis „Raspberry Pi“ realisieren – was aber für meine eigentliche Frage unerheblich ist.

    Bei uns hat sich ein Schornstein als mögliche Schwachstelle herausgestellt. Bei sehr starkem Regen leckte er bisher in nicht gerade bescheidenen Mengen. Dummerweise möchten wir den alten Schornstein hinter einer Trockenbauverkleidung verschwinden lassen, da er in neu gewonnenem Wohnraum steht und (ist halt ein Altbau – nicht gerade ansehnlich und ziemlich windschief ist).
    „Eigentlich“ sollte der Schornstein nun dicht sein, aber ich würde aber gern auf Nummer sicher gehen und ein Alarmsystem integrieren, das uns dann rechtzeitig informiert, wenn wieder Wasser einlaufen sollte.
    Ich würde die aktiven Komponenten in einer winddichten Hohlwanddose verbauen und die Sensoren auf den Fußboden zwischen Verkleidung und Schornstein platzieren (da, wo das Wasser hintropft).

    Meinst du, dass dieses System hier funktinieren könnte?
    Halten die Sensoren auch so rußige Wassermischungen aus, die ein Schornstein produziert? Die Suppe sieht aus wie dünner Kaffee.

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