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Review

Belkin WeMo Switch+Motion im Test: Heimautomatisierung leicht gemacht

by 7. Juli 2014
Postiv

Einfache Einrichtung
Intuitive Bedienung
Gute Verarbeitung
ifttt-Integration

Negativ

Verbindungsprobleme vor Firmwareupdate
Recht hohe Anschaffungskosten

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Installation
Funktionsumfang
Bedienung
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Preis-Leistung
Fazit

Dank intuitiver Bedienung und unkomplizierter Einrichtung ermöglichen Belkins WeMo Switch sowie das WeMo Switch+Motion-Kit einen einsteigerfreundlichen Zugang in die Thematik Heimautomatisierung. In Kombination mit dem ifttt-Dienst sind der Fantasie des Anwenders dabei nur wenige Grenzen gesetzt. Aufgrund der guten Verarbeitung müssen sich die WeMo-Produkte dabei auch nicht in dunklen Ecken verstecken und können durchaus als wohnzimmertauglich angesehen werden.
Ein letzter Hinweis: Während des Tests gab es zunächst gelegentliche Probleme mit der WLAN-Verbindung zu den Geräten. Ein aktualisieren der Firmware konnte in diesem Fall jedoch Abhilfe schaffen.

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Kommunizieren, spielen, das Wetter checken, Einkaufen, Musik genießen: die Möglichkeiten aktueller Smartphones könnten vielfältiger kaum sein. Laut dem Statistischen Bundesamt verwendet bereits jeder Zweite deutsche Internetnutzer regelmäßig einen „smarten Begleiter“. Warum also das Ganze nicht auch als Schaltzentrale zur Steuerung der heimischen Elektrogeräte einsetzen? Diesen Ansatz verfolgt Hersteller Belkin mit seiner Produktreihe „WeMo“.

Bild © siio

Belkin WeMo Switch + Motion

Das Portfolio umfasst aktuell den WeMo Switch als eine per WLAN fernsteuerbare Steckdose, das getestete Kit WeMo Switch+Motion inklusive eines Bewegungsmelders, sowie den WeMo Insight Switch, eine fernsteuerbare Steckdose mit integriertem Leistungsmesser. Abgerundet wird die Serie durch zwei WLAN-fähige Netzwerkkameras mit Nachtsichtmodus.

Doch genug des Vorgeplänkels, wir wollen uns die Produkte genauer ansehen.

Verpackung und Äußeres

Das WeMo Switch+Motion Kit kommt in einer schlichten, weiß-grünen Verpackung daher. Neben dem Gerät selbst erwartet den gebannten Heimautomatisierer nur eine knappe Installationsanleitung.

Die Produkte wurden aus weißem Kunststoff gefertigt, wirken unauffällig und sind sauber verarbeitet. Die Front des WeMo Switch ziert neben einem mechanischen Ein-/Austaster mit blauer Beleuchtung nur eine Euro Steckdose und eine kleine Status-LED. Auf der Rückseite befindet sich eine Reset-Taste, um das Gerät zurückzusetzen. Letzteres wird jedoch nur nötig, wenn z.B. das WLAN-Netzwerk gewechselt wird. Tipp dazu: Die Reset-Taste sollte während des Einsteckens gedrückt und gehalten werden.

Am WeMo Motion dagegen hängt zusätzlich ein kompakter Bewegungsmelder, verbunden über ein 1,8m langes Kabel. So lässt sich der Sensor gut ausrichten. Der Stecker selbst bietet kein „Pass-Through“, d.h. an ihm kann kein Gerät direkt angeschlossen werden.

Einrichtung

Um den Wemo Switch in Betrieb zu nehmen, bedarf es glücklicherweise keines Raketenwissenschaftlers: Einfach das iPhone oder einen Android Device in die Hand nehmen und im jeweiligen Store nach „WeMo“ suchen. Während die App lädt, kann der Switch bereits in einer freien Steckdose (Eurostecker) platziert werden. Beachtet werden sollte hier, dass bei Mehrfachsteckdosen bauartbedingt gleich 2 „Slots“ verdeckt werden.

Im nächsten Schritt öffne ich die Netzwerkeinstellungen meines iPhones und siehe da: eine ungeschützte Verbindung zum WeMo Switch wird angezeigt. Weiter geht es mit der zuvor heruntergeladenen WeMo App. Diese zeigt mir nun vorhandene Drahtlosnetzwerke an. Ein kurzes Antippen genügt und das Gerät ist integriert.

Auf diese Weise lassen sich auch weitere Produkte der WeMo Familie hinzufügen und miteinander kombinieren. So können beispielsweise mehrere Switches im Haus auf den Input des selben Bewegungsmelders reagieren. Sehr praktisch: Damit die Übersicht nicht verloren geht, bietet die WeMo App die Möglichkeit jedem „Mitglied“ einen individuellen Namen zu vergeben. So sehe ich nun nicht nur „Stecker 1- 3“, sondern z.B. Kaffemaschine, Ventilator und Schreibtischlampe.

Übrigens: Nach der entsprechenden Einrichtung lässt sich die WeMo Familie auch von unterwegs aus kontrollieren, d.h. ich habe von überall aus Zugriff auf meine heimischen Gerätschaften – Internetzugang natürlich vorausgesetzt.

Der Alltag

Die WeMo Switches und der WeMo Motion sind installiert, doch was fange ich damit nun alles an? Das manuelle Fernsteuern meiner Geräte per Smartphone ist zwar durchaus komfortabel, doch auf Dauer nicht das non plus ultra. Praktischerweise lassen sich mit der App daher auch Regeln aufstellen, welche die Steuerung automatisieren. So ist es möglich einzelne oder alle Switches (und die daran angeschlossenen Geräte) zu bestimmten Uhrzeit ein- bzw. auszuschalten. Damit lege ich beispielsweise fest wann morgens Küchenradio und Kaffemaschine anspringen. Das gleiche funktioniert natürlich auch mithilfe des Bewegungssensors. Möchte ich, dass meine Lampe nach Verlassen der Wohnung automatisch ausgeht, hilft mit der WeMo Motion dabei: Per Regel lege ich fest, dass die angeschlossenen Lampen und das Radio automatisch ausgeschalten werden, wenn 20min lang keine Bewegung mehr stattgefunden hat. Ein Segen für diejenigen unter uns welche morgens schonmal Hals über Kopf das Haus verlassen müssen, weil der Wecker zu leise war… Erfahrungsgemäß reagiert der Sensor zuverlässig auf alle Bewegungen in einem Abstand von etwa 2,5m.

Kombination mit ifttt

Nach und nach finden sich auf diese Weise immer mehr Anwendungsmöglichkeiten um das Alltagsleben komfortabler zu gestalten. Sein wirkliches Potenzial entfalten die Belkin WeMo Produkte jedoch erst in Verbindung mit dem Web-Dienst „ifttt“ (if this then that). Das Prinzip dahinter ist so einfach wie genial: ein festgelegtes Ereignis (if this) löst eine Reaktion (then that) aus.

Nach der kostenlosen Registrierung auf der (englischsprachigen) Homepage, stehen dem Nutzer ungeahnte Möglichkeiten zur Verfügung. Über 110 Dienste lassen sich derzeit kombinieren: Instagram, Whatsapp, Evernote, Ebay, Dropbox, Twitter und viele, viele mehr. Mit der Einbindung seiner WeMo Produkte hat Belkin hier einen echten Volltreffer gelandet.

Das schöne daran: Um die sogenannten „Rezepte“ zu erstellen, benötigt man kein Fachwissen. Per ifttt – Webseite oder über die iOS- bzw. Android-App kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen oder sich von den bereits vorhanden (und täglich erweiterten) Rezepten der Community inspirieren lassen. Wer ein iPhone sein eigen nennt, kann beispielsweise Siri dazu nutzen seine Geräte per Sprachsteuerung ein- oder auszuschalten. Auch die Wetterstation Netatmo lässt sich bereits in ifttt-Regeln integrieren. Ich stelle mir schon vor, wie mich im kommenden Winter die per Rezept verbunden Netatmo und der WeMo Switch bei nächtlichem Schneefall 10min früher wecken, damit morgens genügend Zeit bleibt das Auto freizuschaufeln.

siio-App
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Philipp

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