Hand aufs Herz: Wie oft schleppst du Wasserkisten durch die Gegend? Und wie oft stehst du in der Küche und wartest darauf, dass der Wasserkocher endlich fertig wird? Genau hier möchte der Hydrofast C300 ansetzen. Das Gerät kombiniert Umkehrosmose-Wasserfilter, Wassersprudler, Heißwasserspender und Kaltwasserspender in einem einzigen Gerät.

Klingt erstmal nach einem weiteren Küchengadget. Nach einer Woche im Test bei uns zu Hause kann ich aber schon vorwegnehmen: Der Hydrofast C300 ist deutlich mehr als nur ein Wasserfilter.
Unboxing – Auspacken statt Aufbauen

Der Hydrofast C300 wird in einem recht großen Karton geliefert. Bereits beim Auspacken fällt auf, dass das Gerät sehr sicher verpackt wurde. Alles sitzt ordentlich in passgenauen Schutzeinlagen und kommt unbeschadet an.
Zum Lieferumfang gehören:
- Hydrofast C300 Wasseraufbereiter
- Auffangschale
- bereits eingesetzte Filterkartusche
- Bedienungsanleitung (auch auf Deutsch)
- 400 ml PET-Sprudelflasche
Nicht im Lieferumfang enthalten ist ein CO₂-Zylinder. Wer Sprudelwasser nutzen möchte, muss diesen separat erwerben.

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Viel zusammenzubauen gibt es erfreulicherweise nicht. Lediglich die Auffangschale wird vorne angesteckt. Anschließend entfernt man die Transportklebebänder, welche während des Versands den Wassertank und weitere Komponenten sichern.
Danach ist das Gerät bereits einsatzbereit.
Einrichten und Installieren
Das Schöne am Hydrofast C300: Es wird weder ein Wasseranschluss noch ein Abwasseranschluss benötigt.
Der herausnehmbare Rohwassertank fasst 5 Liter und wird einfach mit Leitungswasser befüllt. Nach dem Einsetzen hört man direkt, wie das Wasser ins Gerät läuft und die internen Leitungen befüllt werden.
Anschließend startet automatisch ein Reinigungsprogramm.

Und genau hier kommt der klassische Männerfehler ins Spiel.
Natürlich habe ich die Anleitung zunächst nicht vollständig gelesen. Entsprechend durfte die Familie bereits das erste Glas Wasser probieren. Das Ergebnis: Das Wasser hat einen leicht säuerlichen Nachgeschmack.
Erst danach fiel mir auf, dass der Reinigungsprozess laut Anleitung insgesamt drei Mal durchgeführt werden soll.
Nach den drei Reinigungsdurchläufen war davon nichts mehr zu merken. Das Wasser schmeckte sauber, frisch und angenehm.
Die Sprudelfunktion
Für die Sprudelfunktion benötigt der Hydrofast C300 einen CO₂-Zylinder mit Schraubgewinde. Passende Zylinder sind unter anderem von SodaSmart erhältlich.
Beim ersten Einbau war ich kurz irritiert, weil sich auf dem Verschluss noch eine schwarze Sicherung befand die ich erst nicht gesehen hatte. Nach deren Entfernung ließ sich die Flasche problemlos einsetzen.
Unten wird die federnd gelagerte Aufnahme heruntergedrückt, oben die Flasche eingeschraubt und anschließend kann das Aufsprudeln beginnen.

Die mitgelieferte 400 ml PET-Flasche wird zum Aufsprudeln benötigt. Diese passt an die entsprechende Vorrichtung von rechts und wird dort mit einer halben Umdrehung fixiert. Danach kann über den großen Knopf oben nach eigenem Gusto losgesprudelt werden.

Inzwischen habe ich auch eine CO₂-Flasche aus dem Kaufland entdeckt, die sogar Apfelgeschmack verspricht.
Hier musste ich feststellen das diese etwas stark sprudelt und man extrem vorsichtig beim dosieren sein muss. Aber der leichte Apfelgeschmack "fetzt" und gibt dem ganzen einen frischen Kick.
Das Gerät im Alltag
Mit seinen Abmessungen von 27,5 × 44,5 × 46 cm ist der Hydrofast C300 alles andere als klein.
Zusätzlich muss rund um das Gerät etwas Platz bleiben, da die seitlichen und hinteren Lüftungsöffnungen (wahrscheinlich für den Kühlkompressor) nicht verdeckt werden dürfen.
Aktuell steht das Gerät bei uns in der Küche und nimmt dort durchaus einen spürbaren Teil der Arbeitsplatte ein. Die Überlegung ist tatsächlich bereits vorhanden, das Gerät künftig ins Wohnzimmer in die Nähe des Esstisches umziehen zu lassen. Da kein Wasseranschluss benötigt wird, ist das problemlos möglich.

Durchdachtes Display
Besonders gut gefällt mir das Display.
Es ist hell, auch bei Tageslicht hervorragend ablesbar und logisch aufgebaut. Noch besser: Man muss es nicht ständig aktivieren.
Sobald ein Glas unter den Wasserauslauf gestellt wird, erkennt ein Sensor dies und schaltet die Anzeige automatisch ein.
Das klingt nach einer Kleinigkeit, sorgt aber im Alltag für eine angenehm intuitive Bedienung.

Beleuchteter Wasserauslauf
Ein weiteres Detail, das ich inzwischen wirklich schätze, ist die Beleuchtung des Ausgabebereichs.
Wer nachts nur schnell ein Glas Wasser trinken möchte, muss nicht gleich das große Licht einschalten. Ja, bei uns heißt die Deckenbeleuchtung tatsächlich immer noch „das große Licht“.
Der beleuchtete Wasserauslauf reicht völlig aus, um nachts sicher ein Glas zu befüllen.

Übrigens ist die Höhe ideal, so dass nicht nur Gläser sondern auch beispielsweise Glaskaraffen darunter passen.
Ein wirklicher Pluspunkt für den Hydrofast.
Temperaturen
Kaltes Wasser wird mit 7 °C ausgegeben. Hier liegt gleichzeitig mein größter Kritikpunkt. Die nächste Stufe ist bereits Raumtemperatur.
Eine Zwischenstufe von beispielsweise 10 bis 14 Grad hätte ich mir gewünscht. Warmwasser kann dagegen sehr flexibel eingestellt werden. Los geht es bei 40 °C und anschließend kann die Temperatur schrittweise bis 100 °C erhöht werden.
Für Tee, löslichen Kaffee oder Babynahrung ist das ausgesprochen praktisch. Die eingestellten 100 °C kommen allerdings nicht vollständig am Auslauf an. Gemessen habe ich eher Werte um 96 bis 97 °C. Für die Praxis spielt das jedoch kaum eine Rolle.
Für schnell mal ein, zwei oder drei Tassen Tee super praktisch, aber ein Wasserkocher wird dadurch nicht ersetzt. Wer mehrere Liter Wasser benötigt, zum Beipsiel Nudelwasser vorkochen zum Energie sparen ect., ist weiterhin mit einem klassischen Wasserkocher besser bedient.

Kühlsystem
Die Kühlung lässt sich bei Bedarf aktivieren oder deaktivieren. Ist sie eingeschaltet, erscheint ein Schneeflockensymbol im Display.
Was mir dabei aufgefallen ist: Beim Aktivieren der Kühlung spült das Gerät zunächst eine kleine Menge Wasser durch das System. Das dauert nur kurz, wirkt im ersten Moment aber etwas ungewohnt. Vermutlich dient dieser Vorgang der Hygiene, damit kein Wasser längere Zeit in den Kühlleitungen verbleibt.
Nervig ist es manchmal trotzdem. Außerdem springt der Kühler regelmäßig an und ist deutlich hörbar. In unserer geschlossenen Küche stört das nicht weiter. In einer offenen Wohnküche würde ich das allerdings durchaus als hörbar und potenziell störend einstufen.
Für die Energiesparzähler unter euch: Der getaktete Kühler hat eine Leistungsaufnahme von 60 Watt.
Aktuell haben wir Draußen um die 40°C, daher ist mir für die Kühlfunktion jedes Watt an Strom wert! Eine wirklich herrliche Erfrischung aktuell.
Nach zwei Wochen Nutzung
Nach zwei Wochen ist aus dem anfänglichen Testgerät inzwischen ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden.
Die Kinder nutzen begeistert die Sprudelfunktion. Meine Frau trinkt regelmäßig Wasser nach ihren Walkingpad-Runden.
Sie übt dort übrigens weiterhin das Weglaufen von mir, tritt bislang aber noch erfolgreich auf der Stelle. :-)
Auch ich greife deutlich häufiger zum Wasser als vorher. Besonders praktisch finde ich den herausnehmbaren 1,5-Liter-Reinwassertank. Das gefilterte Wasser wird dort zwischengespeichert und der Behälter kann einfach entnommen werden. So lässt sich beispielsweise der Kaffeevollautomat schnell und unkompliziert mit gefiltertem Wasser befüllen. Der Geschmack des Wassers überzeugt. Noch besser finde ich persönlich das Sprudelwasser.

Kritikpunkte
Ganz ohne Kritik kommt der Hydrofast C300 aber nicht davon.
Die mitgelieferte PET-Sprudelflasche fasst lediglich 400 ml. Für Familien wären 500 ml oder sogar 1 Liter deutlich praktischer. Zudem ist die Flasche nicht spülmaschinengeeignet. Noch lieber hätte ich eine Glasflasche gesehen. Gerade bei einem Gerät, das auf gesundes und hochwertig gefiltertes Wasser setzt, wäre Glas aus meiner Sicht die passendere Wahl gewesen.
Auch die Folgekosten sollte man im Blick behalten. Der HF04-Kombifilter kostet aktuell rund 100 Euro und muss je nach Nutzung etwa alle sechs bis zwölf Monate ersetzt werden.
Fazit
Der Hydrofast C300 ist weit mehr als ein klassischer Wasserfilter.
Er kombiniert Umkehrosmose, UV-Sterilisation, Heißwasserfunktion, Kühlung und Sprudelfunktion in einem Gerät und macht dabei vieles richtig.
Besonders gefallen haben mir die einfache Inbetriebnahme, das durchdachte Display, die flexible Aufstellung ohne Wasseranschluss und die sehr gute Wasserqualität.
Weniger begeistert bin ich von der Kunststoff-Sprudelflasche, den fehlenden Kaltwasser-Zwischenstufen und dem durchaus beachtlichen Platzbedarf. Trotzdem hat der Hydrofast C300 nach einer Woche einen Platz in unserem Alltag gefunden. Und das ist für mich oft das beste Kompliment, das man einem Smart-Home-Gerät machen kann.
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