TEST | DREO TurboPoly 765S: Vielseitiger Ventilator für smarte Luftzirkulation

ProDuck Guest Article
|
83
visibility
13.08.2026autorenew

Von der Luftleistung bis zur Lautstärke - Wir haben den DREO TurboPoly 765S ausführlich im heißen Sommeralltag getestet und fanden ihn erfrischend gut. Alle Details gibt's nachfolgend.

Erfrischend von oben bis unten – der DREO TurboPoly 765S oszilliert

Rekordhitze über Rekordhitze führt dazu, dass der Ventilator, ob auf Arbeit oder im Wohnzimmer, unverzichtbar wird. Wer ein leistungsfähiges Gerät einsetzen möchte, aber auch kein Vermögen ausgeben will, landet schnell im oberen Mittelklasse-Segment. Genau in diesem Bereich siedelt sich der [url="https://www.amazon.de/dp/B0GXB9FWWN?tag=produck-21",name="DREO TurboPoly 765S",title="DREO TurboPoly 765S bei Amazon"] an - Nicht ganz günstig, aber dafür vielseitig in den Funktionen. So arbeitet er zum Beispiel mit horizontaler und vertikaler Oszillation und verteil damit den Luftzug nicht bloß vor dem Gerät, sondern im gesamten Raum. Laut Hersteller sind bis zu 1.500 CFM sowie eine Reichweite von bis zu 120 Fuß beziehungsweise etwa 36 Metern möglich. Dazu kommen zwölf Geschwindigkeitsstufen, sechs Betriebsarten, App-Steuerung, MotionSync und Matter-Support. Auf dem Papier klingt das nach einem außergewöhnlich umfassenden Paket für alle, die Frische in jede Ecke ihres Zuhauses und zugleich ins Smart Home bringen wollen.

Der DREO TurboPoly 765S verteilt Luft im Raum
Der DREO TurboPoly 765S bringt Luft in jede Ecke des Raumes

Die Ausstattung wirkt ambitioniert, keine Frage. Gleichzeitig stellt sich bei einem Gerät dieser Klasse zwangsläufig die Frage, ob der Funktionsumfang im Alltag wirklich einen Unterschied macht oder ob hier vor allem Datenblatt und Marketing glänzen. Genau das habe ich mir im Praxistest genauer angesehen – von Luftleistung und Lautstärke bis hin zu Bedienkomfort und Einbindung ins Smart Home.

[asin="B0GXB9FWWN",type="standard"]

[toc]

Design und Handhabung

Der DREO TurboPoly 765S kommt sauber verpackt an und ist schnell montiert. Im Karton liegen unter anderem der Ventilatorkopf, Standrohr, Standfuß, ein separater Tischfuß, Netzteil, Fernbedienung inklusive Halterung, Batterien und das notwendige Montagematerial. Der Aufbau ist in wenigen Minuten erledigt. Positiv ist mir direkt der beschwerte Standfuß aufgefallen: Trotz der schlanken Bauweise steht das Gerät sicher und bleibt auch bei flotter Schwenkbewegung stabil.

Lieferumfang des DREO TurboPoly 765S
Unboxing
Zusammenbau des Ventilators
Das Gerät ist in wenigen Minuten zusammengbaut, Der Lieferumfang enthält alles, was dafür nötig ist.

Mit einer Höhe von etwa 99 bis 112 Zentimetern passt der 765S gut neben Bett, Sofa oder Schreibtisch. Praktisch finde ich, dass sich die obere Einheit auch als Tischventilator nutzen lässt. Dafür wird sie vom Standrohr getrennt und auf den beiliegenden Dreifuß gesetzt, wodurch die Höhe auf rund 49 Zentimeter sinkt. Die Umrüstung klappt zuverlässig, erfordert wegen der Verschraubung aber etwas Geduld. Ein schnelleres Steck- oder Klicksystem hätte ich an dieser Stelle komfortabler gefunden. Ebenfalls schade: Das Stromkabel wird nicht unten am Sockel angeschlossen, was die Handhabung beim Umbau noch eleganter gemacht hätte – wenn auch technisch aufwendiger.

Fernbedienung am Gerät eingehängt
Praktisch, die Fernbedienung kann am Gerät eingehängt werden
DREO TurboPoly 765S als Standventilator
Ventilator mit Standfunktion

Tipp: Laut Anleitung wird der kleine Tischfuß vor dem Einsetzen in den großen Standfuß entfernt. In der Praxis lässt sich die Scheibe in der Öffnung des Standfußes aber vorsichtig am Rand lösen. Danach kann der Tischfuß mit in der Öffnung verstaut werden. Das spart Umbauarbeit und sorgt für eine deutlich aufgeräumtere Aufbewahrung.

Die Verarbeitung wirkt insgesamt ordentlich. Zwar dominiert Kunststoff, doch die matte Oberfläche mit leicht bläulichem Schimmer und grauen Akzenten sieht aus meiner Sicht hochwertiger aus, als es der Materialmix zunächst vermuten lässt. Das LED-Display sitzt mittig und bleibt dadurch gut ablesbar. Im Wohnraum fügt sich der Ventilator damit angenehm unauffällig in moderne Einrichtungen ein. Ich habe tatsächlich auch schon mehrfach an Lob für die Optik erhalten.

LED-Display des Ventilators
Das Display ist jederzeit gut erkennbar
Graue Akzente am Gehäuse
Die graue Absetzung lässt das Gerät noch hochwertiger wirken
Aufhängung auf der Rückseite
Aufhängung an der Rückseite
Design des DREO TurboPoly 765S
Harmonisches Design

Dank des geringen Gewichts lässt sich der 765S unkompliziert von Raum zu Raum tragen. Hinten am Gehäuse gibt es eine gut erreichbare Greifmöglichkeit, was im Alltag tatsächlich hilfreich ist. Auf einen Akku verzichtet DREO allerdings. Der Ventilator braucht also dauerhaft eine Steckdose in der Nähe, was bei der Platzierung berücksichtigt werden sollte.

Luftzirkulation und Lautstärke

Seine größte Stärke entfaltet der DREO TurboPoly 765S aus meiner Sicht nicht nur über die reine Luftmenge, sondern vor allem über die Art der Verteilung. Statt simpel von links nach rechts zu pendeln, schwenkt der Kopf horizontal um bis zu 150 Grad und vertikal um bis zu 100 Grad. DREO spricht hier von 3D-Oszillation – und im Alltag ist dieser Begriff tatsächlich mehr als nur ein Werbewort. Wer den Luftstrom gegen Wand oder Decke richtet, bekommt eine deutlich gleichmäßigere Luftzirkulation im Raum, statt einen schmalen, direkten Luftkorridor vor dem Gerät.

Gerade in Kombination mit einer Klimaanlage kann das sehr sinnvoll sein, weil sich kühle Luft besser im Raum verteilt. Für mich ergab sich im Test noch ein ganz praktischer Vorteil: Mein Schlafzimmer unter dem Dach verfügt nicht über einen Balkon, das Nachbarzimmer aber schon. Nachts konnte ich dadurch kühlere Außenluft gezielt durchs Fenster ins Schlafzimmer lenken. Auf hoher Stufe sank die Temperatur im Test innerhalb einer Stunde von 27 auf 22 Grad, bei etwa 18 Grad Außentemperatur. Anschließend lief der Ventilator leiser weiter. Besonders hilfreich war dabei der nach oben gerichtete Luftstrom, weil sich warme Luft bekanntlich unter der Decke staut und so besser verdrängen ließ.

Die großflächige 3D-Luftzirkulation eröffnet damit mehrere sinnvolle Einsatzszenarien:

  • kühle Außenluft nach dem Lüften schneller im Raum verteilen

  • eine Klimaanlage bei der Luftverteilung unterstützen

  • warme Luft in der Heizsaison besser umwälzen

  • Wäsche zügiger trocknen lassen

  • größere Räume gleichmäßiger belüften

Wichtig ist die Einordnung: Ein Ventilator kühlt einen Raum nicht aktiv herunter wie eine Klimaanlage. Er setzt die Luft in Bewegung und verstärkt die Verdunstung auf der Haut. Dadurch fühlt sich die Umgebung deutlich angenehmer an. Besonders im Schlaf-, Wohn- oder Arbeitszimmer spielt der 765S diese Stärke sehr überzeugend aus.

Zur Luftleistung selbst: Schon im mittleren Bereich der zwölf Stufen liefert der 765S spürbar Druck. Für den Arbeitsplatz oder neben dem Sofa reichen meist die unteren bis mittleren Einstellungen. Wer dagegen nach dem Lüften schnell Frischluft verteilen möchte, kann auf höhere Stufen oder den Boost-Modus wechseln. Die Herstellerangabe von 1.500 CFM und rund 36 Metern Reichweite lässt sich im normalen Wohnalltag zwar kaum exakt nachmessen, doch die Luftbewegung war im Test auf 5 Meter sehr deutlich und selbst auf 10 Meter noch klar wahrnehmbar.

Luftleistung des DREO TurboPoly 765S auf Distanz
Starker Luftzug auch bei 5 Meter Abstand. Der TurboPoly macht richtig Wind.

Einstellung

Typischer Einsatz

Geräusch

Stufe 1–3

Schlafzimmer, Nachtbetrieb

sehr leise

Stufe 4–6

Schreibtisch, Wohnzimmer

gut hörbar, aber unaufdringlich

Stufe 7–12

schnelle Raumlüftung

deutlich hörbar

Turbo Boost

maximale Luftleistung

laut

Die beworbenen 20 dB sind aus meiner Sicht realistisch nur auf der niedrigsten Stufe erreichbar. Dort läuft der Ventilator tatsächlich angenehm zurückhaltend und eignet sich gut fürs Schlafzimmer. Mit steigender Leistung nimmt die Lautstärke jedoch deutlich zu. Vor allem auf den höchsten Stufen und im Boost-Modus ist der 765S klar präsent. Das ist angesichts der kräftigen Luftförderung wenig überraschend, sollte aber bei der Kaufentscheidung ehrlich mitgedacht werden.

Neben der manuellen Regelung gibt es sechs Modi. Im Nachtmodus fährt das Gerät die Leistung schrittweise herunter, während der Naturmodus wechselnde Windstärken simuliert. Letzteres fühlt sich oft angenehmer an als ein dauerhaft gleichförmiger Luftstrom. In sehr ruhiger Umgebung können die Schwankungen aber auch etwas unruhig wirken.

[topdeals]

Steuerung

Die Bedienung endet beim DREO TurboPoly 765S nicht am Gerät selbst. Neben den Tasten auf dem Ventilatorkopf liegt eine Fernbedienung bei, zusätzlich steht die DREO-App bereit. Darüber lassen sich nahezu alle Funktionen feiner justieren als direkt am Gerät. Dazu zählen nicht nur die zwölf Stufen und sechs Modi, sondern auch die horizontale und vertikale Ausrichtung des Luftstroms.

Bedienfeld am Ventilator
Bereits am Gerät lassen sich nahezu alle Funktionen steuern
Fernbedienung des DREO TurboPoly 765S
Die Fernbedienung sieht nicht nur edel aus, sondern bildet alle Funktionen der Haupteinheit ab

Besonders nützlich fand ich die Möglichkeit, die Oszillationswinkel gezielt festzulegen. Der Ventilator muss also nicht immer den vollen Bereich von 150 Grad horizontal und 100 Grad vertikal abfahren. Stattdessen lässt sich der Luftstrom auch auf bestimmte Zonen konzentrieren, etwa zwischen Sofa und Esstisch. In der App können darüber hinaus Positionen gespeichert, Zeitpläne angelegt und temperaturabhängige Automationen definiert werden. Für den ersten Start ist nicht zwingend ein Konto notwendig. Einige Funktionen bleiben Gastnutzern aber verwehrt, sodass man für den vollen Umfang letztlich doch ein DREO-Konto anlegen muss.

Dashboard der DREO App
Dashboard
Oszillation in der App einstellen
Schwingung einstellen
Automodus in der App
Automodus Stufen
Steuerungsansicht in der DREO App
Steuerungsansicht in der App

Ein eher ungewöhnliches Extra ist MotionSync. Dabei richtet man die Fernbedienung auf die gewünschte Stelle, und der Ventilatorkopf folgt dieser Ausrichtung. Beim ersten Test wirkt das fast spielerisch, im Alltag ist es aber durchaus praktisch, wenn der Luftstrom spontan auf einen anderen Sitzplatz oder eine andere Ecke gelenkt werden soll.

Smart Home Integration

Wer ein vernetztes Zuhause nutzt, dürfte sich besonders für WLAN und Matter interessieren. Darüber lässt sich der TurboPoly 765S in Plattformen wie Apple Home, Google Home, Alexa oder Home Assistant einbinden und mit anderen Geräten koppeln. Grundlegende Funktionen wie Geschwindigkeit und Oszillation stehen dort zur Verfügung. So lassen sich zum Beispiel Routinen erstellen, die den Ventilator abhängig von Anwesenheit oder Tageszeit anpassen.

Ganz ohne die Hersteller-App geht es allerdings nicht. Matter ersetzt die DREO-App nur teilweise. Exakte Winkel, MotionSync und einige Spezialfunktionen bleiben exklusiv in der DREO-Umgebung. Fortgeschrittene Integrationen, etwa in Home Assistant, bieten teils mehr Möglichkeiten, arbeiten dafür aber in Teilen über die DREO-Cloud. Eine komplett internetunabhängige Steuerung ist damit nicht in jedem Fall gegeben. Für einfache Automationen reicht Matter aus meiner Sicht aber völlig aus. Wer sämtliche Feinheiten kontrollieren will, kommt an der App kaum vorbei.

Im Test lief die Kopplung mit Alexa problemlos. Danach standen zahlreiche Sprachbefehle zur Verfügung, was den Bedienkomfort im Alltag nochmals erhöht.

Sprachbefehle für den Ventilator
Sprachbefehle für den Ventilator (Quelle: produck.de)

Energieverbrauch

Trotz der kräftigen Luftleistung arbeitet der DREO TurboPoly 765S erfreulich sparsam. Im Normalbetrieb lag der Verbrauch im Test bei ungefähr 10 bis 13 Watt. Im Standby mit aktivem Matter habe ich rund 0,7 Watt gemessen. Zehn Stunden Naturmodus auf etwa Stufe 3 inklusive Oszillation kamen auf ungefähr 0,1 kWh. Damit bleiben selbst bei regelmäßigem Einsatz die Stromkosten überschaubar.

Leistung

Laufzeit / Zeitraum

Stromverbrauch

Kosten bei 0,30 €/kWh

10 W

10 Stunden

0,100 kWh

3,0 Cent

13 W

10 Stunden

0,130 kWh

3,9 Cent

10 W

24 Stunden

0,240 kWh

7,2 Cent

13 W

24 Stunden

0,312 kWh

9,4 Cent

10 W

10 Stunden × 30 Tage

3,000 kWh

0,90 €

13 W

10 Stunden × 30 Tage

3,900 kWh

1,17 €

Preis-Leistung

Mit einem Straßenpreis von rund 190 Euro bewegt sich der DREO TurboPoly 765S in der gehobenen Mittelklasse der Tisch- und Standventilatoren. Wer ausschließlich etwas Luftbewegung sucht, findet deutlich günstigere Alternativen. Der Aufpreis steckt deshalb weniger in der Grundfunktion als in der Kombination aus 3D-Oszillation, spürbar hoher Leistung, leisem Betrieb auf kleinen Stufen und der sehr umfangreichen Steuerung per Fernbedienung, App, WLAN und Matter.

[asin="B0GXB9FWWN",type="standard"]

Vor allem die 3D-Oszillation, das Display, die starke Luftleistung und die vielseitigen Steuerungsoptionen unterscheiden den 765S klar von klassischen Standventilatoren. Dazu kommt die flexible Nutzung als Stand- oder Tischgerät. Allerdings lohnt sich dieses Paket nur dann wirklich, wenn man diese Extras auch nutzt. Für einen einfachen Platz am Schreibtisch oder neben dem Bett ist das Modell aus meiner Sicht fast schon zu umfangreich dimensioniert.

Der Preis ist daher nicht bedingungslos günstig, aber nachvollziehbar. Für größere Räume und Smart-Home-Nutzer bietet der TurboPoly 765S ein rundes und durchdachtes Gesamtpaket. Wer auf App, Matter und die besonders flexible Luftverteilung verzichten kann, zahlt hier womöglich für Funktionen, die im Alltag kaum zum Einsatz kommen. Dann sind einfachere Modelle oft die vernünftigere Wahl.

[asin="B0GSVFT5RY",type="standard"]

Testfazit

Der DREO TurboPoly 765S punktet in meinem Eindruck vor allem mit kräftiger Luftleistung, einer sehr flexiblen 3D-Oszillation und angenehm ruhigem Betrieb auf niedrigen Stufen. Gerade in größeren Räumen verteilt er Luft spürbar vielseitiger als ein klassischer Ventilator. Auch die präzise Steuerung per App, MotionSync und die Einbindung via Matter bringen echten Mehrwert – vorausgesetzt, man möchte diese Möglichkeiten auch wirklich nutzen.

  • starke und weitreichende Luftzirkulation

  • sehr leise auf niedrigen Stufen

  • flexible horizontale und vertikale Oszillation

  • umfangreiche App- und Smart-Home-Steuerung

  • als Stand- und Tischventilator nutzbar

  • hoher Preis von rund 200 Euro

  • auf hohen Stufen klar hörbar

  • für den vollen App-Umfang ist ein Benutzerkonto sinnvoll

  • Matter deckt nicht alle Funktionen ab

Für Smart-Home-Fans und größere Räume ist der TurboPoly 765S aus meiner Sicht eine hochwertige und vielseitige Lösung. Wer dagegen nur einen einfachen Ventilator sucht, fährt mit einem günstigeren DREO-Modell meist wirtschaftlicher.

DREO
Ventilator
Standventilator
Dyson