Im Test der X-Sense XS0B-MR121 ging es darum, wie gut die Rauchmelder in Sachen Raucherkennung, Vernetzung, Sprachansage und App in einem Wohnhaus funktionieren.
X-Sense XS0B-MR121: Smarte Rauchüberwachung
Es war höchste Zeit, die Annehmlichkeiten einer smarten Rauchüberwachung in mein Zuhause zu bringen. Damit wollte ich ein grundlegendes Problem im Ernstfall vermeiden: Schlägt z.B. der Melder im Keller Alarm, bekommt man davon im Schlafzimmer im ungünstigen Fall nichts mit und falls doch, ist es schwer zu rauszuhören, welcher Melder genau anschlägt und somit wo der Rauch erkannt wurde. Orientierungslosigkeit in einer Gefahrensituation ist kein Spaß - und genau hier setzen die smarten X-Sense XS0B-MR121 Rauchmelder an.
Gesagt, getan - Meine Entscheidung fiel also auf das Set von X-Sense, das zwölf miteinander vernetzte XS0B-MR Rauchmelder + SBS50-Basisstation liefert. Erkennt einer der Melder Rauch, schlagen auch die übrigen Geräte Alarm. Besonders hilfreich ist dabei die zusätzliche Sprachansage mit Raumangabe: Das System warnt also nicht nur akustisch, sondern teilt gleichzeitig mit, in welchem Bereich der Alarm ausgelöst wurde.

Über die X-Sense Home Security App kommen zudem Push-Benachrichtigungen, Statusinformationen und verschiedene Komfortfunktionen hinzu. Sehr wichtig: Die eigentliche Alarmvernetzung ist jedoch nicht vom WLAN abhängig – ein wichtiger Unterschied zu reinen WLAN-Rauchmeldern.
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Im Test habe ich mir insbesondere angesehen, wie zuverlässig die Vernetzung über mehrere Räume und Etagen, die Sprachwarnung und die App funktionierten und welche Vorteile das umfangreiche Set im Alltag tatsächlich bietet.
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Ausstattung und technische Daten: Viel Technik unter der weißen Haube
Optisch gibt sich der X-Sense XS0B-MR klassisch modern. Das weiße Kunststoffgehäuse fällt an der Decke einerseits kaum auf und wirkt etwas wie ein klassischer Deckenlautsprecher durch das Wabenmuster. Laut meiner Frau durchaus schick und akzeptabel. Im Inneren beherbergt jeder Rauchmelder einen photoelektrischen Rauchsensor. Die Stromversorgung übernimmt eine austauschbare CR123A-Lithiumbatterie. Das gefällt mir grundsätzlich besser als fest verbaute Batterien, weil nach einigen Jahren nicht zwangsläufig der komplette Rauchmelder entsorgt werden muss. Die Haltbarkeit der Rauchmelder selbst ist dennoch mit 10 Jahren angegeben. Auf jedem Melder ist ein entsprechendes Fälligkeitsdatum aufgeklebt.





Die eigentliche Besonderheit sitzt jedoch im Funkmodul. Bis zu 24 kompatible Link⁺- beziehungsweise Link⁺-Pro-Melder können direkt miteinander kommunizieren. Zusätzlich bindet die SBS50-Basisstation die Geräte an die App an und unterstützt insgesamt bis zu 50 X-Sense-Geräte, darunter auch CO-Melder und weitere Sensoren.
Merkmal | X-Sense XS0B-MR / SBS50 |
|---|---|
Rauchsensor | Photoelektrisch |
Batterie | CR123A, austauschbar |
Batterielaufzeit | ca. 5 Jahre bzw. 3–5 Jahre mit Basisstation |
Alarm Rauchmelder | ≥ 85 dB in 3 m |
Alarm SBS50 | bis 100 dB |
Funkfrequenz EU | 869,25–869,3 MHz |
Reichweite Melder | bis 500 m im Freifeld |
Direkt vernetzbare Melder | bis 24 |
Geräte an SBS50 | bis 50 |
WLAN | 2,4 GHz, IEEE 802.11b/g/n |
App | X-Sense Home Security für Android/iOS |
Link zum Herstellerangebot |
Die angegebenen 500 Meter Funkreichweite gelten ausdrücklich im freien Gelände. Für den Alltag ist daher viel entscheidender, wie gut das Signal durch Wände und Geschossdecken kommt – dazu später mehr.

Einrichtung und Montage: Zwölf Rauchmelder ohne Einstellungs-Marathon
Bevor die Melder an die Decke kamen, richtete ich zunächst die SBS50-Basisstation ein. Sie wird über ein 5-V-Netzteil versorgt und verbindet sich ausschließlich mit einem 2,4-GHz-WLAN. Ein 5-GHz-Netzwerk alleine reicht entsprechend nicht aus.

Die Einrichtung über die X-Sense Home Security App verlief in meinem Test insgesamt unkompliziert. Nach der Registrierung fügte ich die Basisstation hinzu und verband anschließend die einzelnen Rauchmelder. Gerade bei zwölf Geräten ist es hilfreich, dass jedem Melder direkt ein Standort am Gerät zugewiesen werden kann.
Hilfreich ist dabei die Sprachfunktion. Zwar lassen sich Geräte in der App individuell benennen, für die gesprochene Raumangabe steht allerdings nur eine Auswahl vordefinierter Bezeichnungen zur Verfügung. Das reicht für typische Räume wie Schlafzimmer, Küche, Flur oder Keller aus, schränkt die Individualisierung aber etwas ein. Beispielsweise hätte ich gerne einen Hobbyraum zugeordnet, bin dann aber auf Gemeinschaftsraum ausgewichen.
Die Montage selbst erfolgt klassisch über eine mit 3 Schrauben an der Decke verschraubte Halteplatte. Anschließend wird der Rauchmelder eingedreht. Wer zwölf Geräte montiert, verbringt zunächst erstmal einige Zeit auf der Leiter. Ich habe ca. 3 Stunden für die Installation im ganzen Haus benötigt.
Nun ging es ans Pairing - Am Rauchmelder kurz zweimal drücken (Sprachansage "Pairing aktiv" ertönt) und in der App die Suche starten. Das Ganze lief in meinem Test reibungslos und obwohl man nahe an der Basisstation bleiben soll, auch über zwei Etagen. Danach hat man zahlreiche Möglichkeiten, um den Zustand der Melder zentral zu kontrollieren. Statt jeden Rauchmelder einzeln prüfen zu müssen, konnte ich die Geräte in der App sauber zuordnen und ihren jeweiligen Status einsehen.

Praxistest: Zwölf Melder, ein Alarm – und sofort ist klar, wo es brennt
Rauch erkennen und dann die Vernetzung nutzen, das war die zentrale Anforderung im Test. Wenn ich also einen einzelnen Rauchmelder auslöse, sollten alle eingebundenen Geräte reagieren. Das klappte im Testlauf wunderbar. Zusätzlich zum klassischen Warnton folgte die Sprachansage mit dem Standort des auslösenden Melders. Dadurch muss ich ab nun nicht erst durchs Haus laufen und die blinkende LED suchen, sondern kann direkt handeln - Ich will nicht zu dramatisch klingen, aber Zeit kann definitiv Überleben bedeuten.

Das Set ist natürlich insbesondere für Ein- oder Mehrfamilienhäuser ausgelegt und bringt in einer überschaubaren Wohnung weniger Mehrwert.
Die Rauchmelder selbst erreichen laut Hersteller mindestens 85 dB in drei Metern Entfernung, während die SBS50-Basisstation mit bis zu 100 dB alarmieren kann. Im Praxistest war die Warnung sehr laut und für meine Kinder durchaus abschreckend. Wichtiger fand ich jedoch, dass die gesprochene Raumbezeichnung trotz des lauten Alarmtons verständlich blieb. Wem der Ton gar nicht gefällt zumindest für die Basisstation 2 alternative Töne auswählen und auch die Lautstärke reduzieren.

Auch die Funkverbindung erwies sich im Test als stabil. Die Melder kommunizieren im europäischen Modell über den 869-MHz-Bereich direkt miteinander. Das bedeutet: Die SBS50 ist für die eigentliche Alarmweitergabe nicht erforderlich. Die Geräte können auch ohne Station miteinander vernetzt werden.
Auch das habe ich ausprobiert und ohne aktive Internetverbindung eine lokale Vernetzung der Rauchmelder problemlos herstellen können. Ebenso funktioniert der grundlegende Alarm unabhängig davon, ob gerade eine Verbindung zur Cloud besteht oder nicht.
Die SBS50 erweitert entsprechend vielmehr das System um einige smarte Funktionen. Fällt sie aus, verliert man unter anderem Push-Mitteilungen und Fernzugriff – die Rauchmelder können also natürlich weiterhin Rauch erkennen und sich gegenseitig alarmieren.
Die vom Hersteller angegebenen bis zu 500 Meter Funkreichweite sollte man dabei nicht mit der tatsächlichen Reichweite in einem Gebäude verwechseln. Wände, Decken und andere Hindernisse reduzieren sie erheblich. Für die Verteilung über mehrere Räume und Etagen reichte die Verbindung in meinem Test jedoch problemlos aus. Lediglich die Basisstation im 1. OG verlor die Verbindung zu den Rauchmeldern im Keller.
Auch eine temporäre Stummschaltung ist möglich. Der Alarm kann für maximal rund neun Minuten stummgeschaltet werden. Das ist beispielsweise bei einem eindeutigen Fehlalarm praktisch, z.B. wenn klar ist, dass auf dem Herd was angebrannt ist, aber alles unter Kontrolle ist.
App und Smart Home: Mehr als nur eine Push-Nachricht
Die X-Sense Home Security App übernimmt im Alltag vor allem Komfortfunktionen. In meinem Test zeigte sie unter anderem den Status der einzelnen Rauchmelder, den Batteriezustand und zurückliegende Ereignisse an. Außerdem lassen sich Geräte testen, ohne jedes Mal den Knopf an der Decke drücken zu müssen.
Bei zwölf Rauchmeldern empfand ich das als echte Zeitersparnis. Noch wichtiger sind die Push-Benachrichtigungen, die das Handy empfängt, sobald ein Ereignis ausgelöst wird. Damit kann das System auch dann informieren, wenn niemand zu Hause ist.
Zu den weiteren Funktionen zählen unter anderem:
Status- und Batteriekontrolle
Alarm- und Ereignisverlauf
Testfunktion über die App
Nachtmodus für die LEDs
Teilen des Systems mit weiteren Nutzern
Stummschaltung bei unterstützten Alarmzuständen



Für klassische Smart-Home-Nutzer gibt es allerdings Grenzen. Das System ist nicht als Matter- oder HomeKit-Rauchmelder konzipiert und lässt sich nicht einfach in jedes beliebige Ökosystem integrieren.
Eine Anbindung an Home Assistant ist dennoch grundsätzlich möglich, unter anderem über MQTT beziehungsweise entsprechende Integrationen. Wer jedoch komplexe Automationen oder vollständige lokale Kontrolle erwartet, muss deutlich mehr Aufwand einplanen als bei einem nativ unterstützten Smart-Home-Gerät. In Verbindung mit Home Assistant lassen sich dann einfache Automationen einrichten, z.B. Rollos hochfahren, Licht einschalten etc.
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Batterie und Ausfallsicherheit: Die Rauchmelder laufen weiter, die Basisstation nicht
Bei der Stromversorgung verfolgt X-Sense zwei Ansätze. Die XS0B-MR Rauchmelder arbeiten mit austauschbaren CR123A-Lithiumbatterien, während die SBS50 dauerhaft am Stromnetz hängt. Netzstecker und USB-C Kabel liegen dem Lieferumfang bei.
X-Sense nennt für die Rauchmelder eine Batterielaufzeit von rund fünf Jahren, wenn sie lediglich drahtlos miteinander vernetzt sind und einmal pro Woche getestet werden. In Verbindung mit der Basisstation werden drei bis fünf Jahre angegeben.
Damit erreicht das System nicht die Laufzeit typischer Rauchmelder mit fest verbauter Zehn-Jahres-Batterie. Dafür lässt sich die Batterie anschließend einfach ersetzen.
Ein nennenswerter Schwachpunkt liegt meiner Ansicht nach bei der SBS50: Die Basisstation besitzt keinen eigenen Notstromakku. Bei einem Stromausfall fällt damit auch die App-Anbindung aus. Die Rauchmelder selbst bleiben dank ihrer Batterien jedoch aktiv und alarmieren weiterhin untereinander.
Auch bei der Platzierung sollte man die Herstellergrenzen beachten. X-Sense gibt einen Betriebsbereich von 4,4 bis 37,8 °C und maximal 85 Prozent relative Luftfeuchtigkeit ohne Kondensation an. Für feuchte Kellerräume oder Badezimmer sind die Melder daher nicht automatisch die beste Wahl.
Im normalen Wohnbereich arbeitete das System dagegen zuverlässig.
Fazit zum X-Sense XS0B-MR121: Besonders stark im größeren Haus
Das X-Sense XS0B-MR121 überzeugte mich im Test vor allem dort, wo einfache Rauchmelder an ihre Grenzen kommen: bei der Absicherung eines größeren Hauses mit mehreren Räumen und Etagen. Die zwölf Melder arbeiteten als gemeinsames System, und die Sprachansage des betroffenen Raums erwies sich dabei als deutlich mehr als nur ein nettes Zusatzfeature. Im Alarmfall wusste ich unmittelbar, wo der Auslöser lag.


Auch die Trennung zwischen lokaler Sicherheitsfunktion und Smart-Funktionen ist sinnvoll gelöst. Raucherkennung und Funkvernetzung funktionieren unabhängig von WLAN und Internet, während die SBS50 mit Push-Mitteilungen, Statusanzeige und Fernzugriff zusätzlichen Komfort bietet. Gerade bei zwölf installierten Meldern erleichterte die zentrale Verwaltung den Alltag spürbar.
Ganz ohne Kompromisse kommt das System jedoch nicht aus. Die Batterielaufzeit von drei bis fünf Jahren fällt kürzer aus als bei Rauchmeldern mit fest verbauter Zehn-Jahres-Batterie. Zudem besitzt die SBS50 keinen Notstromakku, wodurch bei einem Stromausfall die App-Anbindung entfällt. Und wer eine tiefe Integration in Matter, HomeKit oder andere Smart-Home-Systeme erwartet, findet passendere Lösungen.
Wer dagegen vor allem ein zuverlässig vernetztes Rauchmeldersystem mit verständlicher Raumansage und sinnvoller App-Erweiterung sucht, bekommt mit dem XS0B-MR121 ein überzeugendes Gesamtpaket. Nicht zuletzt ist auch der Preis mit ca. 17 Euro pro Rauchmelder durchaus fair.
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zuverlässige lokale Funkvernetzung
Sprachansage mit Angabe des betroffenen Raums
App mit Push-Mitteilungen und zentraler Statusübersicht
Alarmfunktion unabhängig von WLAN und Internet
austauschbare Batterien
besonders interessant für größere Häuser
SBS50 ohne Notstromversorgung
nur etwa 3–5 Jahre Batterielaufzeit bei Nutzung der Basisstation
eingeschränkte Integration in andere Smart-Home-Systeme
Sprachansagen nur mit vorgegebenen Raumbezeichnungen
