Der MOVA P70 Pro Ultra ist gut ausgestattet und das zu einem vernünftigen Preis: Hohe Saugleistung, starke Wischfunktion und vollautomatische Station - Wir haben die Stärken und Schwächen im Alltag überprüft und sämtliche Funktionen ausführlich getestet.
Der MOVA P70 Pro Ultra tritt mit einer Ausstattung an, die vor wenigen Monaten noch klar der Oberklasse vorbehalten war. Bis zu 30.000 Pa Saugleistung, ein schwenkbarer Wischmopp aka RoboSwing™, eine ausfahrbare Seitenbürste sowie eine nahezu vollautomatische Reinigungsstation lesen sich zunächst wie die Zutaten eines teuren Flaggschiff-Saugroboters.
Auf dem Papier fehlt dem P70 Pro Ultra damit erstaunlich wenig. Trotzdem zeigt sich bei Saugrobotern immer wieder, dass hohe Leistungswerte allein noch keinen guten Haushaltshelfer ausmachen. Im Alltag entscheidend sind vor allem Navigation, Hinderniserkennung, tatsächliche Reinigungsleistung und Zuverlässigkeit.

Genau hier wird es beim MOVA interessant. Die bisherigen Tests bescheinigen ihm eine ausgesprochen starke Reinigungsleistung und eine hervorragend ausgestattete Station, berichten aber gleichzeitig von kleineren Schwächen bei Navigation und Detailarbeit.
Wir schauen uns deshalb genauer an, wo der P70 Pro Ultra tatsächlich auf Flaggschiff-Niveau arbeitet – und an welchen Stellen MOVA für den günstigeren Preis Kompromisse eingehen musste. Seid gespannt...
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Design und Basisstation: weitestgehend automatisiert
Optisch erweckt der MOVA P70 Pro Ultra einen dezent-modernen Eindruck. Die schwarzmatte Oberfläche, die gebürstete Abdeckung an der Basisstation, all das lassen den Saugroboter schick und angenehm unauffällig im Haushalt wirken.
Tipp: Wer Tiere mit weißem Fell Zuhause hat oder etwas weniger staubempfindliches sucht, der sollte besser zur weißen Version des P70 Pro Ultra greifen!
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Der Roboter misst 350 × 350 × 103,8 mm und bewegt sich damit im üblichen Format aktueller Premium-Saugroboter, mit einem Unterschied. Durch den fest verbauten LiDAR-Turm fällt er etwas höher aus als Modelle mit versenkbarer Sensoreinheit. Unter sehr niedrigen Möbeln kann das zum Ausschlusskriterium werden – knapp 10,4 Zentimeter Bauhöhe sollte man daher vor dem Kauf im Hinterkopf behalten.

An der Unterseite zeigt sich deutlich, wo MOVA den Schwerpunkt setzt. Neben der Hauptbürste kommen eine ausfahrbare Seitenbürste sowie zwei rotierende Wischpads zum Einsatz. Die Seitenbürste lässt sich um bis zu 9 mm anheben, die Mopps um 10,5 mm. Zusätzlich kann der rechte Wischmopp per RoboSwing™ seitlich ausfahren, um näher entlang von Sockelleisten und Möbelkanten zu reinigen.
Spannend ist zudem die Basisstation. Mit 420 × 458 × 470 mm benötigt sie spürbar mehr Stellfläche als eine einfache Ladestation, übernimmt dafür aber einen Großteil der Wartungsarbeit automatisch.

Im Inneren sitzen ein 4 Liter Frischwassertank und ein 3,5 Liter Abwassertank. Nach der Reinigung entleert die Station den Staubbehälter, wäscht die Wischpads mit sehr heißem Wasser, trocknet sie anschließend und dosiert bei Bedarf automatisch Reinigungsmittel. Die Mopps können zudem für reine Saugeinsätze automatisch in der Station zurückgelassen werden – vor allem bei größeren Teppichflächen ein sinnvolles Feature, um die Teppiche nicht unnötig zu beschmutzen.
Der manuelle Aufwand im Alltag fällt dank der Station erstaunlich gering aus. Wasser nachfüllen, Abwasser entleeren und gelegentlich Waschbereich reinigen sowie Verbrauchsteile tauschen bleiben zwar weiterhin notwendig, doch verglichen mit einfacheren Systemen nimmt die Station dem Nutzer einen Großteil der Routinearbeit ab.
Kleine Abstriche gibt es beim Lieferumfang, in dem sich nur wenige Ersatz-Verbrauchsteile finden. Zusätzliche Staubbeutel oder Ersatzpads wären durchaus willkommen gewesen.
Unterm Strich wirkt das Gesamtpaket rund: Der Roboter selbst bleibt funktional und kompakt genug, während die große Station konsequent auf Komfort und möglichst wenig Handarbeit ausgelegt ist.
Reinigungsleistung: stark beim Saugen, solide beim Wischen
Die Reinigungsleistung gehört klar zu den größten Stärken des MOVA P70 Pro Ultra. Schon die technischen Daten setzen mit maximal 30.000 Pa Saugleistung ein Ausrufezeichen. Wichtiger als der reine Zahlenwert ist jedoch, wie viel Schmutz am Ende tatsächlich aufgenommen wird – und genau hier schneidet der P70 Pro Ultra in unserem Test überzeugend ab.
Sehr starke Saugleistung auf Hartboden
Auf Fliesen und anderen Hartböden zeigt der P70 kaum Schwächen. Sowohl feiner Staub als auch gröbere Partikel wurden im Test zuverlässig aufgenommen. Bei Haferflocken auf Fliesen erzielt er eine Aufnahmequote von rund 95 Prozent. Auch andere Krümel-Alltagsherausforderungen meistert der P70 sehr gründlich.
Auf Teppich nimmt die Leistung etwas stärker ab. Im Test landeten rund 83 Prozent der Haferflocken und 81 Prozent des Sands im Staubbehälter. Das ist weiterhin ein gutes Ergebnis, zeigt aber gleichzeitig, dass die reine Saugkraft stark von der Unterkonstruktion abhängt.
Testdisziplin | Gemessene Schmutzaufnahme |
|---|---|
Haferflocken auf Fliesen | ca. 95 % |
Haferflocken auf Teppich | ca. 83 % |
Sand auf Teppich | ca. 81 % |
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Für Haushalte mit überwiegend Hartboden ist der P70 Pro Ultra damit besonders interessant. Wer dagegen viele dicke Teppiche besitzt, bekommt zwar weiterhin eine gute Reinigungsleistung, sollte von den 30.000 Pa aber keine Wunder erwarten.




Ein kleiner Schwachpunkt zeigt sich bei langen Haaren. MOVA liefert serienmäßig eine relativ klassische Gummiwalze mit. Anders als bei Dual-Rollen oder Gummiwalzen mit Zerkleinerungsfunktion können sich hier gelegentlich lange Haare um die Bürste wickeln. Für Haushalte mit langhaarigen Bewohnern oder Haustieren kann sich daher die optional erhältliche Schneidbürste lohnen.
Rotierende Mopps mit ordentlich Druck
Beim Wischen setzt MOVA auf zwei rotierende Wischpads, die mit bis zu 260 Umdrehungen pro Minute arbeiten. Hinzu kommt ein hoher Anpressdruck von 12 Newton, der heute bei vielen Saug-Wischrobotern zu finden ist. Das sorgt dafür, dass der Roboter Verschmutzungen nicht einfach nur mit einem feuchten Tuch überfährt, sondern mechanisch bearbeitet.
Im Alltag funktioniert das gut. Frische Flecken, Staub und leichte Verschmutzungen werden zuverlässig entfernt. Bei eingetrockneten Flecken gehen bisherige Testergebnisse allerdings auseinander. Während einzelne Tests selbst bei Kaffee gute Resultate beobachten, berichten andere davon, dass hartnäckige Verschmutzungen mehrere Durchgänge benötigen oder leichte Schlieren zurückbleiben. Das deckt sich mit meinen Beobachtungen. Der P70 Ultra ist mit den Mopps gut ausgestattet. Von Natur aus haben diese aber bestimmte Limitierungen, insbesondere die Tendenz Flecken zu verschmieren, was Reinigungswalzen, wie die des MOVA S70 Pro Ultra, besser meistern. Dennoch sind die Mopps des P70 schön flauschig und erreichen damit auch bei unebenem Boden alle Bereiche im Test zufriedenstellend, wie nachfolgendes Bild zeigt.


Kantenreinigung mit RoboSwing und ausfahrbarer Seitenbürste
Für die Randbereiche fährt MOVA gleich zwei zusätzliche Techniken auf. Wie oben bereits erwähnt, kann die Seitenbürste ausgefahren werden, ebenso schwenkt der rechte Wischmopp mit RoboSwing™ weit nach außen. Dadurch erreicht der P70 Bereiche, die bei klassischen runden Saugrobotern häufig ungereinigt bleiben.
In der Praxis funktioniert das grundsätzlich richtig gut. Rund um Tischbeine und in Ecken verrichtet der P70 gute Arbeit, selten bleiben kleinere Mengen entlang der Sockelleisten zurück.
Auch Teppiche berücksichtigt MOVA beim Wischen. Die Mopps lassen sich um 10,5 mm anheben. Noch praktischer: Für reine Saugrunden kann der Roboter die Wischpads sogar vollständig in der Station zurücklassen. Gerade bei Wohnungen mit größeren und hellen Teppichflächen verhindert das, dass feuchte Mopps unnötig über den Teppich geführt werden.
Unterm Strich gehört die Reinigungsleistung klar zu den stärksten Argumenten für den P70 Pro Ultra. Auf Hartboden saugt er sehr gründlich, die Wischfunktion geht deutlich über einfaches Feuchtwischen hinaus und die ausfahrbaren Reinigungselemente helfen an Kanten. Kleine Einschränkungen bleiben bei Teppichen, langen Haaren und sehr hartnäckigen Flecken – angesichts des Gesamtpakets sind das jedoch eher Feinheiten, als grundlegende Schwächen. Pragmatisch gesagt: Wenn ich nach hause komme, sieht der Boden sauber aus - Punkt.

Navigation und Hindernisse: gute Orientierung mit kleinen Aussetzern
Bei der Navigation hinterlässt der MOVA P70 Pro Ultra einen etwas gemischteren Eindruck als bei der Reinigungsleistung. Die Kartierung selbst funktionierte im Test schnell und zuverlässig. Räume wurden sauber erfasst, anschließend liesen sich Bereiche in der App aufteilen, zusammenlegen oder mit Sperrzonen versehen.

Während der eigentlichen Reinigung fuhr der Roboter meist systematisch und nachvollziehbar durch die Räume. In einzelnen Situationen blieb der P70 Pro Ultra kurz stehen und fuhr ungewöhnliche Wege oder bereits gereinigte Bereiche erneut ab. Solche Aussetzer waren allerdings selten. Hier ist auf weitere Updates zu hoffen.
Wichtig ist zudem die Abgrenzung zwischen Navigation und Hinderniserkennung. Denn obwohl die Wegplanung gelegentlich etwas eigenwillig wirkte, erkennt der MOVA dank KI-basiertem "SmartSight" viele Objekte sehr zuverlässig. Schuhe, Spielzeug oder größere Gegenstände wurden in der Regel rechtzeitig erkannt und umfahren.


Schwieriger war es für den P70 bei sehr kleinen oder flachen Hindernissen. Kabel, dünne Gegenstände oder einzelne Socken können je nach Position erst spät erkannt oder sogar überfahren werden. Andere Ich hatte den Eindruck, dass dies mit der Zeit seltener wurde, evtl. durch Updates oder KI-Training. Letztlich gilt: Wer häufig kleine Gegenstände auf dem Boden liegen lässt, sollte vor dem ersten unbeaufsichtigten Einsatz etwas aufräumen.
Eine klare technische Grenze zeigt sich bei Türschwellen. Laut Hersteller überwindet der Roboter Hindernisse bis zu 22 mm Höhe. Für normale Übergangsschienen und flache Schwellen reicht das problemlos aus. In Altbauten oder Häusern mit höheren Holzschwellen kann diese Grenze jedoch schnell erreicht sein. Anders als einige aktuelle Premium-Modelle besitzt der P70 Pro Ultra kein aktiv anhebbares Fahrwerk. Dafür allerdings einen Schwellenmodus, bei der er quasi mit Anlauf und mehr Schwung über die Schwelle "schießt". Das klappt gut, man sollte nur aufpassen, dass hinter der Schwelle kein Treppenabgrund ist.
Auch die Bauhöhe spielt im Alltag eine Rolle. Mit 10,38 cm ist der MOVA nicht außergewöhnlich hoch, durch den feststehenden LiDAR-Turm kommt er jedoch nicht unter jedes Sofa oder Sideboard. Wer niedrige Möbel besitzt, sollte daher vorher nachmessen.
Positiv fällt dagegen auf, dass der Roboter nach Unterbrechungen zuverlässig zur Station zurückfindet und anschließend seine Arbeit fortsetzt. Auch größere Wohnflächen stellen die Orientierung grundsätzlich nicht vor Probleme.
Insgesamt ist die Navigation damit gut, aber nicht ganz auf Flaggschiff-Niveau. Die Kartierung überzeugt, größere Hindernisse werden meist sicher erkannt und die Reinigung erfolgt überwiegend strukturiert. Kleine Aussetzer bei der Routenplanung sowie die begrenzte Schwellenhöhe zeigen jedoch, wo MOVA Luft zu den Premium-Modellen wie dem V70 Ultra Complete gelassen hat.
MOVAhome-App: viele Möglichkeiten
Die Steuerung des P70 Pro Ultra erfolgt über die MOVAhome-App. Einrichtung und erste Kartierung gehen in den Tests meist schnell von der Hand: Roboter mit dem WLAN verbinden, Räume erfassen lassen und anschließend die Karte anpassen. Bereiche können geteilt, zusammengeführt oder mit Sperrzonen und virtuellen Wänden versehen werden. Nachfolgend findet ihr ein paar Eindrücke aus der App:




Besonders umfangreich fallen die Einstellungsmöglichkeiten für die eigentliche Reinigung aus. Für einzelne Räume lassen sich unter anderem Saugkraft, Wassermenge und Reinigungsintensität individuell festlegen. Auch die Reihenfolge der Räume oder mehrere Durchgänge sind möglich.
Funktion | Möglichkeiten |
|---|---|
Raumreinigung | einzelne Räume oder Bereiche auswählen |
Saugkraft | je nach Raum und Boden anpassen |
Wischen | Wassermenge und Intensität festlegen |
Karten | Räume teilen, verbinden und benennen |
Sperrzonen | virtuelle Wände und No-Go-Bereiche |
Automatisierung | Zeitpläne und wiederkehrende Reinigung |
Damit eignet sich der P70 Pro Ultra besonders gut für Wohnungen und Häuser mit unterschiedlichen Bodenbelägen. Teppiche können anders behandelt werden als Fliesen oder Parkett, während für besonders stark beanspruchte Räume eine intensivere Reinigung hinterlegt wird.
Praktisch ist außerdem, dass der Roboter nicht nur seine Mopps anheben, sondern sie für reine Saugrunden komplett in der Station zurücklassen kann. Gerade bei größeren Teppichflächen ist das der Königsweg, im Vergleich zum einfachen Anheben.
Viel Funktion, etwas wenig Übersicht
Die Kehrseite des großen Funktionsumfangs: Die App ist stellenweise etwas überladen. Die grundlegenden Funktionen sind schnell erreichbar, bei den zahlreichen Detailoptionen muss man sich jedoch zunächst etwas einarbeiten.


Ein zusätzliches Feature ist die integrierte Kamera-Funktion. Über sie kann der Roboter auch zur Fernansicht des Wohnraums genutzt werden. Positiv ist, dass diese Funktion nicht automatisch aktiv ist, sondern bewusst freigeschaltet und per PIN abgesichert werden muss. Besser wäre noch, wenn eine Sichtkappe vorne eingebaut wäre, da der Roboter mit Kamera nach vorne parkt, was allerdings auf nahezu alle modernen Saugroboter mit Kamera zutrifft.
Insgesamt bietet MOVA eine sehr umfangreiche App, deren Funktionsumfang gut zum hohen Automatisierungsgrad des P70 Pro Ultra passt. Bei Übersicht und Menüführung haben etablierte Konkurrenten teilweise noch die Nase vorn – an den eigentlichen Möglichkeiten mangelt es dem MOVA jedoch kaum.
Sprachsteuerung
Auch die Sprachsteuerung gehört zum Funktionsumfang des P70 Pro Ultra. Über Amazon Alexa und Google Assistant lässt sich der Roboter beispielsweise starten, pausieren oder zurück zur Basisstation schicken. Die Einbindung erfolgt über den MOVA-Skill beziehungsweise Google Home. Gerade für einfache Befehle ist das praktisch, ersetzt die MOVAhome-App mit ihren deutlich umfangreicheren Raum- und Reinigungseinstellungen aber nicht.
Akku und Wartung: gemacht für möglichst wenig Handarbeit
Mit einem 5.200-mAh-Akku ist der MOVA P70 Pro Ultra auch für größere Wohnflächen geeignet. Im Test erzielte er eine lange Laufzeit : Selbst bei höherer Saugleistung bleibt genügend Reserve, um größere Etagen in einem Durchgang zu reinigen. In meiner Wohnung waren nach rund 45m² Reinigungsfläche (~85m² Wohnfläche) noch gut 65 Prozent Akkukapazität übrig.
Geht die Energie während einer Reinigung doch einmal zur Neige, fährt der Roboter selbstständig zur Station zurück, lädt nach und setzt den begonnenen Auftrag anschließend fort. Dadurch hat er auch bei Häusern mit 150 m² oder bei mehreren Reinigungsfahrten nacheinander kaum Probleme.
Die Station übernimmt einen Großteil der Pflege
Der eigentliche Komfortgewinn zeigt sich bei der Wartung, die von der Station überwiegend übernommen wird:
Staubbehälter entleeren
Wischpads mit heißem Wasser reinigen
Mopps mit Warmluft trocknen
Frischwasser für den nächsten Wischvorgang bereitstellen
Reinigungsmittel automatisch dosieren
Wischpads bei reinen Saugrunden in der Station zurücklassen
Damit reduziert sich die regelmäßige Pflege im Wesentlichen auf das Nachfüllen des 4-Liter-Frischwassertanks, das Entleeren des 3,5-Liter-Abwassertanks sowie den gelegentlichen Austausch von Staubbeutel, Bürsten und Filtern.



Ganz wartungsfrei ist das System natürlich nicht. Die Waschschale der Station sollte gelegentlich kontrolliert und gereinigt werden.
Auch die Geräuschentwicklung fällt im normalen Reinigungseinsatz angenehm aus. Deutlich lauter wird es naturgemäß, wenn die Basisstation den Staubbehälter absaugt – dieser Vorgang dauert jedoch nur kurz.
Insgesamt gehört der geringe Pflegeaufwand zu den großen Alltagstärken des P70 Pro Ultra. Wer einen Saugroboter sucht, der nicht nach jedem zweiten Einsatz selbst Aufmerksamkeit verlangt, bekommt hier ein weitgehend automatisiertes Reinigungssystem, bei dem Wasser und Verbrauchsmaterialien die wichtigsten verbleibenden Handgriffe darstellen.
Preis-Leistung: wo der P70 Pro Ultra spart – und wo nicht
Der MOVA P70 Pro Ultra versucht nicht, in jeder Disziplin die absolute Spitze zu erreichen, sondern ein besonders gute Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen. Mit aktuell 515 € gelingt ihm das meiner Ansicht nach auch sehr gut! Denn gemessen an der Ausstattung ist der P70 Pro Ultra nahe an den Oberklassemodellen. Features wie das Ablegen der Wischpads, die ausfahrbare Seitenbürste, RoboSwing™ oder die Reinigung der Mopps mit sehr heißem Wasser sind längst nicht in jeder Preisklasse selbstverständlich.
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Gespart wurde dagegen an Stellen, auf die die Mehrzahl der Haushalte sowieso verzichten kann. Der LiDAR-Turm lässt sich beispielsweise nicht versenken, höhere Schwellen bleiben mit maximal 22 mm eine Grenze und die serienmäßige Hauptbürste besitzt keine integrierte Haar-Schneidfunktion. Auch bei der Navigation zeigen teurere Konkurrenten teilweise noch etwas mehr Feinschliff. Daher würde ich das Modell wie folgt empfehlen:
Sehr gut geeignet für | Weniger gut geeignet bei |
|---|---|
Haushalten mit viel Hartboden | vielen hohen Türschwellen |
Nutzern, die möglichst wenig selbst reinigen möchten | sehr niedrigen Möbeln |
gemischten Flächen aus Teppich und Hartboden | ausschließlich dicken Teppichflächen |
Wohnungen mit regelmäßigem Wischbedarf | sehr vielen langen Haaren ohne Zusatzbürste |
Käufern mit Fokus auf Ausstattung pro Euro | Nutzern, die maximale Navigations-Perfektion erwarten |
Entscheidend beim PLV ist, auf wie wenige relevante Komfortfunktionen man gegenüber der Oberklasse verzichten muss. Und da gilt für den P70 Pro Ultra - Wer mit kleinen Einschränkungen bei Navigation, Bauhöhe und Schwellenüberwindung leben kann, bekommt ein ungewöhnlich umfangreich ausgestattetes Gesamtpaket.
Fazit: viel Oberklasse, wenige schmerzhafte Kompromisse
Der MOVA P70 Pro Ultra überzeugt vor allem dort, wo es im Alltag zählt: bei der Reinigungsleistung und beim Komfort. Auf Hartböden saugt er sehr gründlich, die rotierenden Wischpads arbeiten mit ordentlich Druck und die Basisstation übernimmt einen großen Teil der anschließenden Pflege automatisch.
Besonders stark ist das Gesamtpaket aus 30.000 Pa Saugleistung, ausfahrbarer Seitenbürste, RoboSwing™, automatisch ablegbaren Mopps und der umfangreichen Reinigungsstation. In dieser Kombination bietet der P70 Pro Ultra erstaunlich viele Funktionen, die sonst eher bei deutlich teureren Modellen zu finden sind.

Ganz ohne Kompromisse geht es allerdings nicht. Die Navigation wirkt stellenweise weniger ausgereift als bei den besten Modellen von Roborock oder Dreame, die maximale Schwellenhöhe von 22 mm kann in älteren Häusern problematisch werden und auch die feststehende Bauhöhe von 103,8 mm sollte man bei niedrigen Möbeln berücksichtigen. Bei sehr langen Haaren kann zudem die optionale Schneidbürste sinnvoll sein.
sehr starke Saugleistung auf Hartboden
kräftiges Wischsystem mit 260 U/min und 12 N Anpressdruck
ausfahrbare Seitenbürste und RoboSwing™
Mopps können für reine Saugrunden komplett abgelegt werden
umfangreiche, weitgehend selbstreinigende Basisstation
große Wasserbehälter mit 4,0 / 3,5 Litern
viele App- und Automatisierungsfunktionen
insgesamt starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
Navigation nicht immer ganz so souverän wie bei der Spitzenklasse
nur 22 mm Schwellenüberwindung
feststehender LiDAR-Turm begrenzt die Unterfahrhöhe
serienmäßige Hauptbürste kann bei langen Haaren Pflege benötigen
App stellenweise etwas unübersichtlich
Unterm Strich ist der P70 Pro Ultra deshalb kein kompromissloses Flaggschiff, aber ein sehr überzeugender Allrounder mit ungewöhnlich viel Ausstattung fürs Geld. Wer vor allem Wert auf starke Reinigung, gutes Wischen und möglichst wenig Handarbeit legt, findet hier eines der interessanteren Gesamtpakete seiner Preisklasse.
S70 Ultra Roller oder P70 Pro Ultra?
Wer sich bei MOVA im Preisbereich um 600 bis 700 Euro umsieht, stößt fast zwangsläufig auch auf den P70 Pro Ultra. Auf dem Datenblatt liegen beide Modelle erstaunlich dicht beieinander: Der P70 Pro Ultra ist mit 30.000 Pa angegeben, der S70 Ultra Roller mit 32.000 Pa. Aus meiner Sicht entscheidet dieser Vergleich aber weniger über die reine Saugleistung als über die Frage, wie wichtig gutes Wischen im Alltag wirklich ist.
Genau dort trennen sich die Konzepte. Der P70 Pro Ultra arbeitet mit dem bekannten System aus zwei rotierenden Mopps, während der S70 Ultra Roller auf eine 27 Zentimeter breite HydroForce-Walze setzt. Das klingt zunächst nach einem technischen Detail, macht in der Praxis aber einen spürbaren Unterschied.
Eigenschaft | P70 Pro Ultra | S70 Ultra Roller |
|---|---|---|
Max. Saugleistung | 30.000 Pa | 32.000 Pa |
Wischsystem | Zwei rotierende Mopps | 27-cm-HydroForce-Walze |
Wischbewegung | 260 U/min, 12 N | Kontinuierliche Walze, 17 N |
Frischwasser während des Wischens | Nein | Ja |
Schmutzwasseraufnahme während der Fahrt | Nein | Ja |
Teppichschutz | Mopps anheben oder ablegen | 12-mm-Hub + AutoShield |
Akku | 5.200 mAh | 6.400 mAh |
Bauhöhe | 103,8 mm | 91,5 mm |
Schwellenüberwindung | 22 mm | Bis 30 mm einstufig |
Frisch-/Abwassertank | 4,0 / 3,5 l | 5,0 / 4,5 l |
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Der P70 Pro Ultra ist der klassischere Kandidat. Seine Mopps drehen mit bis zu 260 Umdrehungen pro Minute und drücken mit 12 N auf den Boden. Für alltäglichen Schmutz auf Hartböden reicht das nach meiner Erfahrung problemlos aus. Zudem hat dieses System einen praktischen Vorteil: Wenn nur gesaugt werden soll, kann der Roboter die Mopps in der Station zurücklassen. Das ist im Alltag angenehm unkompliziert.
Der S70 Ultra Roller geht beim Wischen deutlich konsequenter vor. Die Walze wird während der Fahrt laufend mit Frischwasser benetzt, zugleich abgestreift und Schmutzwasser direkt wieder aufgenommen. Gerade auf größeren Flächen oder bei stärker beanspruchten Hartböden wirkt dieses Prinzip für mich überzeugender, weil nicht dieselbe Moppfläche immer schmutziger durch den Raum gezogen wird. Das ist einer der seltenen Fälle, in denen ein anderes Wischsystem nicht nur auf dem Papier moderner aussieht, sondern sich auch sachlich begründen lässt.
Wenn Saugen die Hauptaufgabe ist, liegen beide Modelle näher zusammen, als es ihre unterschiedliche Technik vermuten lässt. Wenn Wischen wichtig ist, hat der S70 Ultra Roller den klareren Vorsprung.
Auch abseits der Walze ist der S70 das modernere Gerät. Er baut mit 91,5 Millimetern deutlich flacher als der P70 Pro Ultra mit 103,8 Millimetern, was unter niedrigen Möbeln durchaus relevant sein kann. Hinzu kommen der größere 6.400-mAh-Akku, höhere Schwellen mit StepPro 2.0 und das ausgereiftere Teppichmanagement. Im Vergleich dazu bleibt der P70 Pro Ultra eher der solide Allrounder, der bei der täglichen Reinigung vieles richtig macht, aber nicht ganz so spezialisiert auf starke Wischleistung ist.
Interessant bleibt der P70 Pro Ultra trotzdem. Vor allem dann, wenn Wischen für Sie nicht an erster Stelle steht und das Modell im Handel spürbar günstiger zu haben ist. Seine Saugleistung und seine allgemeine Alltagstauglichkeit liegen näher am S70, als man nach den technischen Unterschieden zunächst erwarten würde. Wer also vor allem Staub, Haare und normalen Wohnungsalltag im Blick hat, bekommt hier weiterhin ein sehr vernünftiges Paket.
Unterm Strich ist die Wahl aus meiner Sicht recht klar: Der P70 Pro Ultra ist der klassische, gut ausgestattete Allrounder mit starker Station und bewährter Technik. Der S70 Ultra Roller rechtfertigt den Aufpreis vor allem durch sein aufwendigeres und im Ergebnis stärkeres Wischsystem, die flachere Bauweise und die modernere Technik bei Teppichen und Hindernissen.
Weitere Details zu den Modellen finden sich direkt bei MOVA: [url="https://de.mova.tech/products/saugroboter-p70-pro-ultra",name="P70 Pro Ultra bei MOVA",title="Diese Seite führt zum P70 Pro Ultra bei MOVA"] und [url="https://de.mova.tech/products/s70-ultra-roller-saugroboter-schwarz",name="S70 Ultra Roller bei MOVA",title="Diese Seite führt zum S70 Ultra Roller bei MOVA"]
