Astschere mit Bums: Die MOVA GPS201 im Test

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04.09.2026public

In den letzten Wochen habe ich MOVA's neue Akku-Astschere getestet und an verschiedenen Aststärken ausprobiert. Wie kraftvoll die Gartenschere ist und ab welcher Aststärke das Gerät versagt, erfahrt Ihr im Folgenden.

Kraft auf Knopfdruck statt mühsamer Handarbeit

Mit der MOVA GPS201 bringt MOVA eine Akku-Gartenschere ins Programm, die genau dort ansetzt, wo klassische Handscheren bei längeren Einsätzen anstrengend werden. Laut Hersteller sind Schnitte an Ästen bis 38 mm möglich. In der Praxis macht sie damit vor allem bei Sträuchern, Gehölzen und umfangreicheren Rückschnitten einen spürbaren Unterschied, weil die eigentliche Kraftarbeit nicht mehr aus der Hand kommen muss.

Ich habe die GPS201 deshalb nicht nur an dünnen Zweigen ausprobiert, sondern gezielt auch an kräftigerem Holz getestet. Unter anderem musste ein dichter Lorbeerbusch herhalten, um herauszufinden, wie nah die Schere an ihre angegebene Maximalleistung herankommt. Für mich war dabei nicht nur die reine Schnittleistung interessant, sondern ebenso Tempo, Ergonomie und die Frage, wie sicher sich ein derart kräftiges Werkzeug im Alltag bedienen lässt.

Schon nach kurzer Zeit war klar: Die GPS201 arbeitet sehr zügig und hat bei robusteren Ästen mehr Reserven, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

MOVA GPS201 Akku-Gartenschere im Praxistest
Die erste Gartenschere von MOVA - Ein echtes Kraftpaket im Test

Verarbeitung und Handling: Hochwertig, aber kein Leichtgewicht

Bereits beim ersten Griff vermittelt die MOVA GPS201 einen soliden Eindruck. Das Gehäuse wirkt sauber montiert, nichts klappert oder wirkt billig. Der Griff ist großzügig gummiert und bietet auch dann noch sicheren Halt, wenn man über längere Zeit arbeitet. Mit eingesetztem Akku liegt das Gewicht bei rund 1,5 kg. Das ist natürlich deutlich mehr als bei einer klassischen Gartenschere, für ein motorisiertes Modell aber noch in einem Rahmen, den ich im Test gut einhändig kontrollieren konnte.

Im praktischen Einsatz ließ sich die Schere präzise führen. Gerade bei vielen aufeinanderfolgenden Schnitten macht sich das Gewicht zwar bemerkbar, gleichzeitig entfällt aber fast der komplette Kraftaufwand beim Schneiden selbst. Genau darin liegt am Ende der eigentliche Komfortgewinn.

Positiv fiel mir außerdem auf, dass die Schneiden austauschbar sind. Wenn die Klinge irgendwann nachlässt oder ersetzt werden muss, kann sie gelöst werden; passendes Werkzeug liegt bereits bei. Die Klinge selbst besteht aus Carbonstahl und ist mit einer DLC-Beschichtung versehen, die Verschleiß reduzieren und ein sauberes Schnittbild unterstützen soll. Für Transport und Aufbewahrung gibt es zusätzlich einen Klingenschutz.

Austauschbare Klingen der MOVA GPS201
Austauschbare Scherenklingen
Klingenschutz der MOVA GPS201
Klingenschutz

Bedienung und Sicherheit: Zwei Schnittweiten für unterschiedliche Aufgaben

Die GPS201 arbeitet mit zwei Öffnungsweiten. Für schnelle Serienschnitte lässt sich ein Modus mit 28 mm Klingenöffnung nutzen. Wer stärkere Äste bearbeiten möchte, wechselt auf die volle Öffnung von 38 mm. Im Alltag ist diese Unterscheidung tatsächlich sinnvoll und nicht bloß ein technisches Detail.

Vor allem der kleinere Modus erwies sich in meiner Praxis als besonders nützlich. Hier schließt die Klinge sehr schnell, etwa in 0,3 Sekunden, was dünnere und mittelstarke Äste deutlich flotter bearbeitbar macht. Im großen Modus ist der Weg der Klinge naturgemäß länger, daher arbeitet die Schere etwas langsamer, bietet dafür aber mehr Spielraum bei kräftigerem Holz.

Modus

Klingenöffnung

Einsatzbereich

Schnellmodus

28 mm

Dünnere Äste und schnelle Schnittfolgen

Große Öffnung

38 mm

Stärkere Äste bis nahe an die Praxisgrenze

Zwei Schneidmodi der MOVA GPS201
Zwei Schneidmodi

Weil hier viel Kraft und Tempo im Spiel sind, ist das Thema Sicherheit besonders wichtig. MOVA setzt auf einen zweistufigen Auslöser, bei dem zwei Eingaben nötig sind, bevor die Klinge schließt. Nach kurzer Gewöhnung funktionierte das im Test zuverlässig und verhinderte, dass ein einzelner unbeabsichtigter Tastendruck sofort einen Schnitt auslöst. Trotzdem gilt: Sobald die Schere arbeitet, gibt es kein Zurück. Die freie Hand sollte also konsequent weg vom Arbeitsbereich bleiben.

Praktisch finde ich zudem, dass sich das Gerät nur mit geschlossener Klinge komplett ausschalten lässt. Das ist beim Verstauen und Transport ein sinnvolles Detail.

Schnittleistung im Praxistest: 3,2 Zentimeter ohne Probleme

Entscheidend ist bei einer elektrischen Gartenschere nicht nur die Größe der Klingenöffnung, sondern was sie draußen im Garten tatsächlich schafft. Genau hier hat die GPS201 in meinem Test einen sehr überzeugenden Eindruck hinterlassen.

An dünnen und mittelstarken Ästen arbeitete sie schnell, sauber und mit einem für diese Geräteklasse erfreulich präzisen Schnittbild. Auch größere Mengen Rückschnitt ließen sich zügig bewältigen, weil die Klinge ohne starkes Ruckeln durch das Holz ging. Besonders beim Auslichten dichter Sträucher merkt man schnell, wie groß der Unterschied zur manuellen Schere ist.

Spannend wurde es bei kräftigeren Ästen am Lorbeerbusch. Einen Ast mit etwa 3,2 cm Durchmesser trennte die GPS201 in meinem Test ohne erkennbare Mühe. Das ist bereits ein Bereich, in dem man mit vielen klassischen Gartenscheren ordentlich Druck aufbauen muss.

MOVA GPS201 im Härtetest am Lorbeerbusch
Härtetest: Lorbeerbusch mit bis zu 4 cm dicken Stamm
Lorbeerbusch nach dem Rückschnitt mit der MOVA GPS201
Der Lorbeerbusch war schnell beseitigt
Zerkleinern von Ästen für den Kompost mit der MOVA GPS201
Anschließend ging das Astschneiden für den Kompost leicht von der Hand

Bei rund 4 cm Aststärke war im Test dann allerdings Schluss. Die Klinge biss sich zwar an, blieb anschließend aber im Holz stecken. Das überrascht kaum, denn die nominelle maximale Öffnung liegt bei 38 mm. Aus meiner Sicht zeigt das ziemlich klar, wo der sinnvolle Arbeitsbereich endet.

Unterm Strich eignet sich die GPS201 vor allem für Äste bis ungefähr 3 cm und leicht darüber. Für dickeres oder besonders hartes Holz bleibt eine kompakte Astsäge die vernünftigere Lösung. Gerade bei vielen mittelstarken Ästen spielt die elektrische Schere ihre Vorteile aber voll aus: Statt jeden Schnitt mit Handkraft aufzubauen, genügt ein kurzer Impuls am Auslöser. Das war beim Rückschnitt größerer Sträucher deutlich spürbar.

Akku und Geräuschentwicklung: Ausdauer für größere Rückschnitte

MOVA nennt für die GPS201 eine Reichweite von bis zu 1.000 Schnitten pro Akkuladung. Eine exakte Überprüfung bis zur vollständigen Entladung habe ich nicht durchgeführt, im Test wirkte die Ausdauer aber absolut ausreichend für ausgedehntere Arbeiten im Garten.

Hilfreich ist die Ladestandsanzeige direkt am Akku. Mehrere LEDs zeigen auf einen Blick, wie viel Energie noch verfügbar ist. Das kennt man sonst eher aus etablierten Akkusystemen und es ist im Alltag tatsächlich praktisch, weil man vor dem Start nicht raten muss. Ist der Akku leer, dauert eine vollständige Ladung laut Hersteller ungefähr 1,5 Stunden.

Ladestandsanzeige am Akku der MOVA GPS201
Akku-Ladestandanzeige

Akustisch ist die GPS201 erwartungsgemäß präsenter als eine rein mechanische Schere, bleibt aber weit entfernt von der Lautstärke einer Astsäge. Während des Einsatzes war zudem ein leichtes Summen hörbar, das von der Motorkühlung stammt. Im Freien empfand ich das nicht als störend. Da der Motor jeweils nur kurz beim Schnitt arbeitet, hält sich auch die Geräuschbelastung insgesamt in Grenzen.

Fazit: Stark bei vielen Schnitten, klare Grenze bei sehr dicken Ästen

Die MOVA GPS201 hat sich in meinem Test als leistungsstarke Akku-Gartenschere erwiesen, die besonders bei regelmäßigem Rückschnitt ihre Stärken ausspielt. Der größte Vorteil liegt in der Kombination aus hohem Arbeitstempo und deutlich reduziertem Kraftaufwand. Wer häufig Sträucher, Heckenbereiche oder Gehölze mit vielen mittelstarken Ästen schneidet, arbeitet damit spürbar komfortabler als mit einer klassischen Handschere.

Überzeugend fand ich vor allem die reale Leistung: Äste bis 3,2 cm schnitt die GPS201 sauber und ohne Probleme. Bei etwa 4 cm war im Test Schluss. Damit positioniert sie sich sehr klar zwischen manueller Gartenschere und kleiner Astsäge.

Die beiden Klingenöffnungen bringen im Alltag echten Mehrwert. Der 28-mm-Modus beschleunigt schnelle Schnittfolgen, während die große Öffnung Reserven für kräftigeres Holz bietet. Dazu kommen eine solide Verarbeitung, ein griffiger Griff und sinnvolle Sicherheitsfunktionen.

Das Gewicht von rund 1,5 kg bleibt bei längeren Einsätzen spürbar, allerdings übernimmt der Motor im Gegenzug nahezu die komplette Schneidarbeit. Einen abschließenden Eindruck beim Preis-Leistungs-Verhältnis kann ich noch nicht geben, da die Schere aktuell noch nicht regulär verfügbar ist. Rein technisch hat sie aber einen starken Eindruck hinterlassen.

MOVA GPS201 Astschere im Testfazit
Hat im Test überzeugt - Die MOVA GPS201 Astschere
  • Sehr schnelle und saubere Schnitte

  • Hohe Praxisleistung bis über 3 cm

  • Zwei sinnvoll abgestufte Klingenöffnungen

  • Griffiger, gut gummierter Griff

  • Sicherheitskonzept im Alltag überzeugend

  • Ladestandsanzeige direkt am Akku

  • Kurze Ladezeit

  • Rund 1,5 kg auf Dauer spürbar

  • Bei etwa 4 cm Aststärke im Test am Limit

  • Leichtes Summen der Kühlung hörbar

  • Preis derzeit noch nicht bekannt

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