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iHaus – die App fürs Internet der Dinge

by DigiPlan2. Dezember 2014

Nun ist die iHaus-Applikation seit einer guten Woche kostenlos im App-Store erhältlich. iHaus verknüpft vorhandene SmartHome-Geräte unterschiedlicher Hersteller. Ziel ist es, jegliche Anwendungen über diese App steuern zu können. In der ersten Version lassen sich SONOS, Philips Hue und iBeacons von Estimote einbinden.

Um das Internet der Dinge Realität werden zu lassen, ist es wichtig, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller verbunden werden können. Die Anzahl netzwerkfähiger Haushaltsgeräte wird in nächster Zeit extrem ansteigen. Dabei ist es wichtig, nicht für jedes Geräte eine separate App öffnen zu müssen. Die iHaus-App erleichtert den Anwendern den Alltag und bietet die Möglichkeit, die netzwerkfähigen Geräte effizient zu nutzen.

Die Installation ist recht einfach. Nach dem Download im App-Store und der Installation erhältst du eine E-Mail mit dem Bestätigungslink, mit dem verifiziert wird, dass du tatsächlich deine (korrekte) Mailadresse angegeben hast. Bei der Anmeldung wird ein sicheres Passwort verlangt, das bedeutet dass du mindestens 8 Zeichen, einen Grossbuchstaben, eine Zahl und ein Sonderzeichen eingegeben musst. Im ersten Moment mag dass störend sein, doch aus sicherheitstechnischer Sicht ist dieses Kennwort absolut sinnvoll.

 

Inbetriebnahme

Nach der Anmeldung erscheint zunächst ein kleines Tutorial. Danach findest du in der App eine schnell überschaubare Oberfläche vor. Bei der Anmeldung und Inbetriebnahme muss der Anwender mit dem eigenen WLAN-Netz verbunden und die IP-fähigen Smart Home Geräte darin erreichbar sein. Dies bedeutet, dass zum Beispiel die SONOS Bridge oder die Philips Hue Bridge sich in dem gleichen Netzwerk befinden.

Im oberen Bereich der Oberfläche befinden sich die Favoriten, während im unteren Bereich alle integrierten Geräte und erstellten Szenen aufgelistet sind.

Geräte einbinden

Über das „Plus“-Symbol lassen sich nun einzelne Geräte (sogenannte LINKITs), Funktionen bzw. Szenarien (sogenannte SUMITs) und Gerätegruppen integrieren. Bei LINKITs werden nun alle, sich im Netzwerk befindlichen Geräte automatisch gesucht und angezeigt. Durch ein Klick lassen diese sich in die App integrieren. Die eingefügten Geräte sind jetzt in der Oberfläche ersichtlich und lassen sich mit einem Icon-Tipp steuern. Die Reaktionszeit ist extrem schnell, die Funktionen werden direkt ausgeführt.

Um näher auf die Funktionalität der einzelnen LINKITs eingehen zu können, ist der „Einstellungsbutton“ anzutippen. Einfach den Button, des entsprechenden Geräts, gedrückt halten und dann das Einstellungszahnrad auswählen. Dort lassen sich zum Beispiel die Lieder und Playlisten von SONOS auswählen. Bei Philips Hue lassen sich an dieser Stelle die Lichtfarben einstellen. Das Ziel der iHaus-App ist, die wichtigsten Funktionen der einzelnen Hersteller Applikationen einzubinden.

Funktionen

Zu diesen Grundfunktionen lassen sich über den „Plus“-Button die sogenannten SUMITs integrieren. Dabei handelt es sich um eine Art Szenen- also eine Abfolge von Aktionen die ausgeführt werden. Hier lässt sich zum Beispiel eine Lichtstimmung in Verbindung mit einer Sonos-Playliste verbinden.

Auch eine Wecker-Funktion ließe sich so zum Beispiel realisieren. Über den „Hinzufügen“-Button, lässt sich der SUMITs eine Zeitfunktion in Verbindung mit der Philips Hue Leuchte oder der Sonos-Anlage erstellen.

Auch eine Verknüpfung mit dem Verkehr ist möglich. Gibt es auf dem Weg zur Arbeit Verkehrsbehinderungen, so startet die Weckfunktion um die Zeit der Verzögerung früher.

Bleibt man mit dem Finger auf einem LINKIT, fungiert das Handy wie ein Drehknopf und führt die Funktionen (lauter, leiser, heller, dunkler) durch drehen des Smartphones aus.

iHaus App auf iOS Gerät

iHaus App auf iOS Gerät

iBeacons lassen sich übrigens ebenfalls in die SUMITs einbinden. So ist es möglich, bestimmte Funktionen auszuführen wenn man sich einem Bereich nähert. Beim betreten des Wohnzimmer erhellt sich der Raum durch die Philips Hue Leuchten und die SONOS Anlage startet wie von Geisterhand. Die Standorterkennung durch den iBeacon fungiert dabei als Trigger – also als Auslöser einer „Wenn-Dann-Funktion“.

Diese einzelnen Szenarien werden nun auch auf der Hauptoberfläche abgebildet. Die wichtigsten Funktionen lassen sich als „Favoriten“ markieren und sind somit im oberen Bereich ersichtlich. Im unteren Teil werden alle angezeigt. Im Einstellungsbereich der jeweiligen Funktion lassen sich diese auch deaktivieren.

Über das Wolkensymbol im oberen Bereich lassen sich Wetterdaten eines Wunschortes integrieren, womit man einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Wetterdaten in der Nähe hat.

Falls du uns deine Freundin beide iHaus nutzen möchten, so kannst du dich mit deinem Account auch auf mehreren Geräten anmelden. Jeder hat dann die identischen Geräte und Funktionen in seiner App, Änderungen können von beiden Geräten ausgeführt werden. Die angepassten Funktionen werden im 30-Sekunden-Takt in einer Cloud synchronisiert.

Sicherheit

Bei der Account Erstellung wird neben der eMail Verifizierung auch auf ein starkes Kennwort geachtet. Ein weiterer Punkt ist die vorerst fehlende Fernsteuerung, zu Beginn ist alles nur im sicheren Inhouse-WLAN zu steuern. Dennoch werden die Daten in die Cloud synchronisiert, was wohl nicht so jedermanns Sache ist. Vor allem wenn man Standortbezogene Daten durch iBeacon nutzt.

Übrigens soll ein neues Passwort erstellt werden, erhält man einen nur einmal gültigen Erneuerungscode. Dadurch wird vermieden, dass beliebig viele Passwörter ausprobiert werden können.

Ausblick

Laut  Twitter Account  von iHaus, sollen noch diverse Video-Clips zu den einzelnen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten folgen ,Account von iHaus berichtet. In den nächsten Monaten soll es für die Anwender einen iHaus Online Account geben, dieser wird vielleicht ein Vorreiter für den Fernzugriff werden.

Die Android-App ist für Anfang 2015 geplant. Ab Frühjahr/Sommer 2015 soll es eine Pro Version geben, mit welcher es möglich ist, die Geräte und Funktionen von extern zu steuern.

Das Geschäftsmodell von iHaus sieht vor, weitere SUMITs kostenpflichtig anzubieten, diese können vorher 30 Tage lang getestet werden. Es bleibt abzuwarten, welche Möglichkeiten sich hier entwickeln werden. Ausserdem wurde angekündigt weitere Geräte von verschiedenen Herstellern zu integrieren, was umfangreiche Kombinationsmöglichkeiten zulässt.

Derzeit werden Geräte von Sonos wie die Sonos Play1, Play3, Play5, Sonos Connect, Sonos Playbar, usw. unterstützt, sowie Geräte aus der Philips Hue Famile wie die Hue Connect Bulb, LightStripes, Hue Single GU10, Hue Friends, Living Colour Bloom usw.

In Planung sind Smart TVs von LG und Samsung, die Wetterstation von Netatmo, Gegensprechanlagen, WLAN Steckdosen, Rauchmelder, OSRAM Lightify und Ring Steuerung.

Fazit

Der Grundgedanke der iHaus App geht in die richtige Richtung. Aus meiner Sicht ist es für den SmartHome-Markt unabdingbar, Lösungen zur Verknüpfung von Produkte unterschiedlicher Hersteller zu finden. Geräte müssen untereinander kommunizieren.

Diese sicher und einfach bedienbar umzusetzen, will iHaus mit Ihrer App lösen. Die erste Version der iHaus App setzt dies ganz gut um. Die einfache Installation und Integration der Geräte überzeugt.

Dennoch gibt es Punkte die es gilt zu verbessern und anzupassen. Wünschenswert sind viele weitere Geräte, denn erst dann kann man hier umfangreiche SUMITS bauen.

Ich bin überzeugt, dass sich dieser Ansatz durchsetzen wird. Was ist für euch der wichtigste Punkt für eine Umsetzung des „Internet der Dinge“? Wie sind eure Erfahrungen in diesem Bereich, im Speziellen mit der iHaus-App und anderen herstellerunabhängigen Applikationen?

Wir freuen uns auf Rückmeldungen und rege Diskussionen zu diesem Thema. Es würde uns freuen, wenn ihr uns auf unseren Social Media Kanälen folgen würdet.

Links:

iHaus: www.ihaus.de

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About The Author
DigiPlan
DigiPlan
  • 2. Dezember 2014 at 21:17

    Um langfristig in dieser Branche überleben zu können, müssen solche Anwendungen nicht nur die Gadget-Ebene abdecken, sondern auch mit der Gebäudesystemtechnik kommunizieren können. Projekte wie OpenHAB machen das zwar jetzt schon möglich, allerdings ist in meinen Augen die Einstiegshürde noch zu groß.
    Es ist außerdem zwingend nötig dabei sichere Protokolle zu verwenden!

    Grüße
    Arne

    • crissxcross
      3. Dezember 2014 at 9:52

      Ich denke das es auf der Gadget Ebene beim Endunden beginnen muss um, wie sagt man so schön: “Blut zu lecken”
      Nicht jeder wird direkt tausende Euro in ein Smart Home investieren, so eine Geschichte muss mit der Zeit aus verschiedenen Komponenten wachsen.
      welche Anforderungen sind es Beispiel, damit das Protokoll in deinen Augen sicher ist?

  • 3. Dezember 2014 at 13:54

    Es braucht eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Außerdem sollte man nicht alles in die Cloud auslagern.

  • marko
    5. Dezember 2014 at 1:11

    Der Text ließt sich, als würde hier das Unternehmen hinter iHaus für Ihr Produkt werben…
    Wirklich gekennzeichnet ist das aber nicht!
    Ist dieser Text hier gesponsert oder ein rein journalistisch Beitrag des Blogs?

  • DigiPlan
    5. Dezember 2014 at 11:14

    Hallo Marko,
    vielen Dank für deine Frage. Es handelt sich bei dem Text nicht um einen gesponserten Beitrag. Es war mein erster Beitrag hier und den wollte ich möglichst „perfekt“ schreiben. Sorry wenn der Text den Eindruck von Werbung vermittelt hat. Ich war einfach sehr begeistert bei der Installation. Einen ziemlich identischen Ansatz verfolgt auch die Yonomi App http://yonomi.co .

    Wie schon von meinen Vorredner erwähnt, geht es bei diesen Apps darum den Endkunden auf SmartHome „aufmerksam“ zu machen und sie dafür zu begeistern. Ich bin auch der Meinung dass diese Applikationen in Zukunft mit der Gebäudesystemtechnik kommunizieren müssen um ein wirkliches SmartHome zu realisieren.

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