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Thecus N4560 NAS – 4-Bay mit HDMI – Installation & Test

by 11. August 2014
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Installation
Funktionsumfang
Bedienung
Nutzen
Preis-Leistung
Fazit

Der anfangs hochwertige Eindruck konnte aufrecht erhalten werden. Die Installations- und Konfigurationsoberfläche ist übersichtlich und intuitiv bedienbar. Verbesserungswürdig ist hierbei allerdings noch die fehlende Sprachumsetzung währen der Installation obwohl mich das denglish schon zum Schmunzeln gebracht hat.

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Über den kleinen Bruder das Thecus N2520 mit dem HDMI Port hatten wir hier schon einmal berichtet, heute schau ich mir das 4-Bay Thecus N4560 NAS mit HDMI Port an.

Unboxing des Thecus N4560 NAS

Euer neues Spielzeug kommt sicher verpackt in einem Karton bei euch an. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem obligatorischen NAS, dem Stromstecker und der Anleitung praktischerweise auch ein 2m langes Lan-Kabel sowie Befestigungsmaterial und 4 Schlüssel. Wenn sich zusätzlich noch ein HDMI-Kabel darin befunden hätte, wäre ich noch glücklicher.

Ebenfalls findet sich eine CD, auf der sich das Installationsprogramm, eine Kurzanleitung und ein Link zu Video-Tutorials befinden.

Zu meiner Überraschung befand sich ebenfalls ein 8 GB USB-Stick mit einem kleinem gelben Zettel (englischer Erklärung des USB-Sticks) im Lieferumfang. Darauf befindet sich die aktuelle Firmware.

Wichtig: Dieser muss nach Anschluss aller Kabel vor der Installation und Einrichtung der Software angesteckt werden. Dazu unter „Installation“ mehr.

Das Metallgehäuse macht einen sehr wertigen Eindruck. Dies kann man für diesen Preis auch erwarten, leider sehen das nicht alle Hersteller so. Einzig die Frontblende ist auch Kunststoff, was erst beim anfassen auffällt. Die Festplattenschächte sind im inneren aus Metall, was der Wärmeleitfähigkeit zugute kommt, außen und vorn jedoch aus Kunststoff (mit Ausnahme des Schlosses), welches die sonst hohe Wertigkeit etwas nach unten korrigiert.

Der Gesamteindruck des NAS ist auf den ersten Blick sehr gut, äußerlich fügt es sich durch seine geringe Größe gut ins Wohnzimmer ein und technisch kann es mit HDMI, Gigabit-LAN und USB 3.0 punkten.

Hardware des Thecus N4560 NAS

  • Intel Atom Dual-Core SoC CE5335 Prozessor (1.6GHz)
  • 2 GB DDR3 Ram

Ein-/Ausgänge:

    • HDMI Ausgang
    • SPDIF Audioausgang
    • 1x USB 3.0 Front und 2x USB 2.0 Heck (auch für zusätzliche Externe Festplatten)
    • 4 Schächten für 3,5“ Festplatten
    • Gigabit-LAN: RJ-45 x1: 10/100/1000 BASE-TX Auto MDI/MDI-X mit WOL-Unterstützung

Noch Detaillierte Informationen finden sich auf der Herstellerseite: http://german.thecus.com/product.php?PROD_ID=95

Installation des Thecus N4560 NAS

Nach dem Auspacken geht’s nun endlich an das Anschließen.

Nachdem ihr das LAN-, das HDMI und das Stromkabel angeschlossen habt, geht’s an das Einbauen der Festplatten.

(Achtung: alle Daten darauf werden gelöscht!)

Bild © crissxcross

Thecus N4560 NAS mit geöffneten Schächten

Dazu zieht ihr ein Einschub aus dem NAS und legt die Festplatte in den Einschub, sodass die Markieren der Schrauben 3,5″ mit den Löchern der Festplatte übereinstimmen. (Falls ihr 2,5″ Festplatten verbauen wollt, dann müssen die Markierungen mit 2,5″ logischerweise mit der Festplatte eins sein.)

Mit den mitgelieferten Schrauben befestigt ihr nun die Festplatten am Einschub, ohne dabei zu viel Kraft zu verwenden.
Nun einfach die Einschübe zurück in das NAS stecken, das war’s schon. Ich habe zum Test 2x 3TB Seagate Desktop Festplatten verbaut, da ich das NAS nicht 24/7 in Betrieb haben werde. Falls ihr das vorhabt, so kann ich nur dringend raten, NAS-Festplatten zu kaufen.

Falls ihr das auf dem USB-Stick mitgelieferte Firmware-Update noch nicht installiert habt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür. Steck den USB-Stick in den Front-USB-Eingang und drückt danach den „Powerknopf“ um das NAS zu booten.
Sobald das NAS fertig gebootet hat, piept er kurz. Ihr könnt aber schon parallel mit der Installation der Software beginnen.

Jetzt geht’s ans Einrichten, dazu stehen euch grundsätzlich 2 Wege zur Verfügung:

1. Installation über Browser
Zuerst ruft man die Adresse http://install.thecus.com/ auf. Dort wählt man den passenden NAS und das Betriebssystem.

2. Installation mittels CD
CD einlegen – das Installationsprogramm startet automatisch (wenn nicht: auf der CD die Autorun.exe starten.

Von nun an geht’s gleich weiter: (Beachtet, dass Adobe AIR installiert und aktuell sein muss)

  • 1. Das Installationsprogramm öffnet sich und ihr wählt das passende NAS, hier das N4560.
  • 2. Ein Klick auf „Installieren“ startet die Installation des „Intelligent NAS“ – folgt den Anweisungen bis zum Ende der Installation.
  • 3. Startet das Programm „Intelligent NAS“ – Eine große graue Oberfläche öffnet sich und wenn ihr bis hierhin alles richtig gemacht habt, seht ihr euer NAS oben links.

Nun befinden wir uns in der Konfiguration eures NAS:

  • 4. Wenn ihr auf euer NAS klickt, kommt die Frage ob ihr ein „selfselection RAID“ oder „manuelles RAID“ erstellen wollt. Beim „selfselection RAID“ sucht sich das NAS eine passende Konfiguration der Festplatten selbst aus. Wollt ihr selber festlegen in welcher RAID-Konfiguration euer NAS laufen soll dann kommt eine weitere denglische Frage „System existiert nicht, Zugriff auf beliebiges RAID möglich. Do you want redirect to administration web page., die ihr mit „Yes“ beantwortet. Jetzt sollte sich euer Browser und die Administrationsoberfläche öffnen.
Anmeldebildschirm N4560

Anmeldebildschirm N4560

  • 5. Klickt auf Admin – Bei Username sollte schon „admin“ stehen, dass Passwort lautet wie üblich ebenfalls „admin“ und sollte zeitnah geändert werden.
  • 6. Nun seid ihr im Konfigurationsmenü eures NAS – als erstes könnt ihr eine E-Mail-Benachrichtigung mit euren Account einstellen.
  • 7. Jetzt geht es endlich ans RAID, ein Klick auf Cancel entlässt euch ins Hauptmenü, falls ihr lieber Manuell ein Raid erstellen möchtet.
  • 8. Nun auf RAID-Management und dann Create klicken, jetzt könnt ihr eure Platten auswählen. Ein Haken je Festplatte bei „Available“ ermöglicht fügt sie zur Konfiguration hinzu, ein Haken bei „Spare“ lässt sie außen vor. Je nach Anzahl gewählter Platten wird euch unten angezeigt welche RAIDs möglich sind. Ich wähle ein RAID0, da ich alle meine Daten extra noch gesichert habe – „Next“
  • 9. Hier könnt ihr dem RAID-Verbund einen Namen geben sowie verschlüsseln, dazu braucht ihr allerdings einen USB-Stick um das von euch gewählte Passwort verschlüsselt zu speichern. Außerdem bringt die Verschlüsselung naturgemäß Perfomanceeinbußen. Ich ändere den Namen auf RAID0 und belasse den Rest – „Next“
  • 10. An dieser Stelle könnt ihr die Stripesize (Blockgröße, je nach Wahl wir die Performance beeinflusst) und das Dateisystem einstellen, bei letzterem bleibt euch aber keine Wahl (nur Etx4). Bei der Stripesize habe ich keine Änderung vorgenommen – „Next“ und „Submit“
  • 11. Es folgt die letzte Sicherheitsabfrage: All current active services will be stopped when RAID is being created. Are you sure to create RAID now? – „Yes“ wir wollen. Und noch „Finish“ klicken – jetzt werden die Festplatten formatiert.
Panel

Panel

Um die Zeit der Formatierung zu überbrücken, solltet ihr jetzt das Admin-Passwort ändern. Dazu oben rechts auf Admin klicken und „Change Password“ anklicken. Nun könnt ihr euer selbst gewähltes Passwort einstellen. Bei dieser Gelegenheit könnt ihr auch mit einem Klick auf Admin die Sprache ändern.

Bei mir blinkt nun das Symbol „OS“ – ein Klick darauf zeigt die installierten „Apps“. Als Update-Junkie klicke ich natürlich sofort auf „Update all“. Nun braucht es Geduld… Endlich ist das Update-Fenster weg, eine Veränderung kann ich leider nicht feststellen, es folgte keine Bestätigung.

Versteckt am linken Bildschirmrand ist ein kleines Zahnrad, ein Klick darauf bringt euch in die Systemsteuerung des NAS. Hier könnt ihr zahlreiche Einstellungen vornehmen wie z.B. Energieverwaltung oder die Benutzerverwaltung. Wichtig: Die Navigation funktioniert leider nicht über die Vor- und Zurücktasten der Maus/ des Browsers sondern nur über die kleinen Buttons in der Oberfläche.

Ab hier stehen euch so viele Möglichkeiten zur Verfügung, dass es den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, sie alle vorzustellen.
Von DDNS, über das ihr euer NAS aus den weiteren des Internets erreichen könnt, über FTP-Zugänge, bis hin zu Freigeben Ordnern für euer Heimnetzwerk und Drittanbieter-Apps ist alles dabei, was ihr braucht.

XBMC MediaPlayer

Das für mich wichtigste Addon/App ist der leistungsstarke XBMC-Mediaplayer (über HDMI), welches euer NAS in einen Musik-/Videostreamplattform für den TV umfunktioniert. Diese App könnt ihr unter „Offizielle NAS Applikationen“ mit einem Klick auf das grüne + installieren und euch für euer Smartphone/Tablet die XBMC-Remote App(Android & Apple) kostenlos runterladen.
Als Host müsst ihr in der Remote-App die richtige IP-Adresse des NAS mit folgenden zusätzlichen Parametern eingeben:

HTTP API Port 10800
Username: xbmc
Password: leer lassen!
EventServer Port: 9777

den Rest unverändert lassen und ihr solltet nun Zugriff auf euer NAS haben. Bei mir kommen in jeder Kategorie zwar Fehler, aber die Fernbedienung funktioniert und so kann man bspw. über ein Addon die ARTE/ARD/ZDF- Mediathek abrufen oder beliebige Radiosender aus dem Internet streamen. Bei mir kam kein Ton, das lies sich zum Glück in den Einstellungen unter System Audio beheben, indem ich DTS abgewählt habe.

Fazit über das Thecus N4560 NAS:

Mein persönliche Wertung des Thecus N4560 NAS:

Der anfangs hochwertige Eindruck konnte aufrecht erhalten werden. Die Installations- und Konfigurationsoberfläche ist übersichtlich und intuitiv bedienbar. Verbesserungswürdig ist hierbei allerdings noch die fehlende Sprachumsetzung währen der Installation obwohl mich das denglish schon zum Schmunzeln gebracht hat.

Der Lüfter des NAS ist im Betrieb wahrnehmbar, wenn die Umgebung sonst ruhig ist. Sobald aber andere Geräte in Betrieb sind geht das Geräusch schnell unter. Die Lautstärke ist vergleichbar mit einem Laptop im Leerlaufbetrieb. Bisher bin ich sehr zufrieden mit meinem neuen Schatz, auch wenn ich erst am Anfang der Entdeckungsreise der vielen Einsatzmöglichkeiten bin.

Ich kann das NAS bedenkenlos weiterempfehlen, auch wenn der Preis von aktuell rund 350€ (09.08.2014 auf Amazon -Link) nicht der günstigste ist.

Wer des englischen mächtig ist und weitere Anleitungen/Tuts benötigt der Herstellerwebsite noch weitere Infos.

Alles in allem ist das Thecus N4560 ein leistungsstarkes und vielfältig nutzbares NAS.

ZWave-SmartHome
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René
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Hallo, ich heiße René, studiere Finance(M.Sc.) und schreibe in meiner Freizeit gern Artikel über IT-Themen. Das Interesse für diese Themen habe ich aus meiner Jugend und meiner Ausbildung zum staatlich geprüften Softwareassistenen mitgebracht. Falls ich gerade mal keinen Artikel verfasse, beschäftige ich mich mit meinen Bienen oder spiele World of Tanks ;-) Ich bin ein großer Freund offener Technologien, weshalb ich Pro Android und Linux bin.

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