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Razberry: Verwandle dein Raspberry Pi in eine Z-Wave Smart Home Zentrale‏

Bild © Z-Wave.Me
danielboe
Geschrieben von danielboe
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Heute wollen wir euch RaZberry vorstellen. Dabei handelt es sich um eine kleine Erweiterungplatine für das Raspberry Pi

Es gibt viele Funkstandards auf dem Markt. Z-Wave ist, meiner Meinung nach, einer der besten unter ihnen. Die Konfiguration gestaltet sich meist einfach und innovativ, es gibt Sensoren und Aktoren für fast jedes Bedürfnis und der Preis ist akzeptabel. Heute wollen wir euch “Razberry” vorstellen. Dabei handelt es sich um eine kleine Erweiterungsplatine, welche auf das Raspberry Pi gesteckt wird. Dazu gibt es vom Entwickler eine Software, mit der man Z-Wave Komponenten bedienen, welche aber auch für eigene Projekte verwendet werden kann.

Wir wollen hier eine Kurze Einführung zum Thema Z-Wave geben und dann natürlich auch die Installation und Verwendung der Hardware demonstrieren.

Der Z-Wave Standard

Der Drahtlos Standard wurde von der Firma “Sigma Designs” und der Z-Wave Alliance entwickelt. Zur Z-Wave Alliance gehören mehr als 250 Hersteller, welche sich auf diese Art der Übertragung geeinigt haben und unabhängig voneinander verschiedenste Komponenten entwickeln und verkaufen.

Funktion der Z-Wave Kommunikation

Funktion der Z-Wave Kommunikation

Eine interessante Besonderheit bei Z-Wave ist sicherlich die Übertragung: Jedes Gerät ist selbst eine Art Knotenpunkt. Somit ist die Kommunikation auch möglich, wenn keine Direkte Verbindung besteht. Ein Beispiel: Ein Fensterkontakt sendet “offen”, überträgt das Signal aber zuerst an einen Zwischenstecker, da der Fensterkontakt keine Reichweite zur Basis hat. Der Zwischenstecker übermittelt das Signal weiter an die Station und diese kann es dann verarbeiten. Jeder hatte schon einmal Probleme mit dem Wlan Empfang. Ich denke, man kann sich gut vorstellen, wie wichtig dieses Feature ist.

Z-Wave steht in Konkurrenz zu diversen anderen Funk-Lösungen auf dem Mark, bietet aber eine sinnvolle und bezahlbare Auswahl an Hardware.

Bild © Z-Wave.M

Das Z-Wave Modul (Quelle: Bild © Z-Wave.Me)

Das Razberry Modul

Dabei handelt es sich um eine kleine Platine, welche auf die GPIO Pins des Raspberry Pi gesteckt wird. Bastel-Kenntnisse oder zusätzliches Material ist hier nicht erforderlich. Die Platine wird via Raspberry Pi mit Strom versorgt und kommuniziert über den Serial-Port mit der Hauptplatine. Auf der Platine befindet sich auch eine Antenne und 2 LEDs, welche hilfreich bei der Konfiguration sein können.

Image installieren

Hier wieder ein kleines Tutorial zur Installation, welches Schritt für Schritt abgearbeitet werden kann, wie ihr es gewohnt seit.

Benötigt wird:

 

  1. Disk Imager und Putty auf dem PC installieren
    Das Tool "DiskImager"

    Das Tool „DiskImager“

  2. SD-Karte einsetzen, DiskImager starten, bei “Device” die SD Karte auswählen
  3. Das Raspian Image mit einem Klick auf den Ordner bei “Image File” auswählen
  4. “Write” klicken, warten bis das Image auf der SD-Karte ist (5-10 Minuten)
  5. SD-Karte in das Raspberry stecken, Stromversorgung und LAN Kabel einstecken
  6. Das Raspberry sollte jetzt starten (LEDs auf dem Board blinken)
  7. IP des Raspberry Pi herausfinden und über Putty anmelden
  8. Login Name: “pi” Passwort “raspberry”
  9. ausführen und z-way-razberry + treiber installieren
  10. nach der Installation

Mitgelieferte Software Z-Way

  1. Im Browser öffnen: “raspberry_ip:8083” (z.B.:http://192.168.212.109:8083/)
    Z-Way Startseite

    Z-Way Startseite

  2. Expert UI” auswählen
  3. oben rechts Sprache auf DE
  4. Netzwerk ->Z-Wave Management auswählen
  5. Include Modus Starten” Klicken
  6. Die Software wartet nun auf eine Komponente, bei mir eine Z-Wave Steckdose. Den Schalter auf der Steckdose drücken, bis die Lampe kurz blinkt. Die Steckdose sollte nun im Browser erkannt werden.
  7. nun zu Gerätesteuerung ->Aktoren. Dort steht die Steckdose gelistet und sollte auch via Button ein und ausschaltbar sein.

Das Z-Wave Modul funktioniert. Das Razberry ist bereit. Es können nun diverse Sensoren und Aktoren hinzugefügt werden. Die Software bietet noch diverse Möglichkeiten zur Automatisierung, darüber werde ich später noch einmal schreiben. Über “Z-Way Home Automation UI” in der Auswahl unter “raspberry_ip:8083” kommt ihr zum entsprechenden Teil der Software.

Alternative zu Razberry Software: OpenRemote

OpenRemote LogoSoftware Alternativen, welche mit dem Razberry Modul funktionieren, gibt es viele. Eine davon heißt “OpenRemote”. Ziel ist es hier, Funkstandards verschiedener Hersteller zu vereinen und so die Vorteile von diversen Übertragungsaten, Aktoren und Sensoren unter eine Haube zu bringen. Über die Einrichtung und die Bedienung dieser Software werden wir auch noch etwas schreiben.

Einige Komponenten für die Heimautomatisierung

Hier zeige ich euch noch ein paar sinnvolle Komponenten für die Heimautomatisierung.

Fibaro Zwischenstecker Schalter

Fibaro Z-Wave-Steckdose mit Verbrauchsanzeioge per LED Ring ©Fibaro

Fibaro Z-Wave-Steckdose mit Verbrauchsanzeige per LED Ring ©Fibaro

  • klein und Kompakt
  • Zwischenstecker und Stromverbrauchszähler
  • Visualisierung des Stromverbrauchs über LED

Preis: 56€

Fibaro Motion Sensor – 4fach

©fibaro

Fibaro Z-Wave Motion Sensor wechselt die Farben

  • Bewegungssensor
  • Misst außerdem: Umgebungstemperatur, Lichtintensität sowie Vibrationen
  • Ideal für Überwachung und umweltgesteuerte Aktionen (z.B. Lichtsteuerung)

Preis: 56€

Fibaro RGB Modul

Bild: © crissxcross

Fibaro RGBW Controller ermöglicht das Steuern von RGB LED Lichtbändern per Smartphone APP

  • steuert RGB-LED Streifen
  • Perfekt für Stimmungslicht (z.B. für TV-Abend)
  • einfache Installation

Preis: 55€

Danfoss Heizungsthermostat Stellantrieb

  • automatische Temperaturregelung
  • gut kombinierbar mit Fensterkontakt oder Temperatursensor
  • spart Heizkosten

Preis: 55€

Fibaro Tür- und Fensterkontakt

  • perfekt in Kombination mit Heizungssteuerung
  • Kontrolle über Zutritt z.B. bei Abwesenheit
  • lange Akkulaufzeit, leichte Installation

Preis:44 €

Das alles ist natürlich nur eine Kleine Auswahl. Preislich sind die Komponenten sicher nicht die günstigsten, gerade im Vergleich zu unserem Raspberry DIY. Die Vorteile von Z-Wave wurden aber bereits im oberen Teil erwähnt.

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

danielboe

danielboe

Hi, ich bin Daniel, Geschäftsführer bei der "Smarthome Agentur UG" und mein Leben dreht sich rund um Technik seit ich denken kann. Mein Interesse gilt neuen Trends, welche den Alltag erleichtern. Dinge zu verstehen und sie noch besser zu machen ist mein Motto.
Wenn ich gerade nicht der Informatik Nerd bin, höre ich Musik, fahre Fahrrad oder treffe mich mit Freunden.

19 Kommentare

  • Es wäre super wenn ihr noch mehr über die Software berichten würdet. Zum Setup findet man recht viel, zur Software wenig. Ich überlege gerade von einer Vera 3 umzusteigen, bin mir aber noch nicht klar darüber ob die Software auch nur ansatzweise leistungsfähig genug ist.

    Klasse wäre auch mal ein Post zu openhab.

    • Hallo Hansi,
      ich werde mich in den nächsten Tagen intensiv mit dem Z-Wave Modul beschäftigen und sicher noch etwas dazu schreiben. OpenHab habe ich bereits auf dem Raspberry installiert und auch darüber werde ich meine Gedanken hier niederschreiben. Es wird also zum Razberry definitiv noch eine Fortsetzung geben. Ich freue mich natürlich, dass es dich interessiert.

      Viele Grüße Daniel.

  • Freue mich auf weitere Berichte von dir. Spiele mit dem Gedanken mir ein Raspberry zu zulegen, hab mich aber noch nicht wirklich damit beschäftigt. Deine Berichte sind dafür sehr hilfreich. Danke

  • Hallo, ich bin neu hier im Thema und würde gerne den Raspberry zur Steuerung meiner Heizung einsetzen.
    Z-Wave scheint mir das richtige System zu sein.
    Habe die Anleitung mal so durchgeführt und Z-Way am laufen…
    und hier auch schon meine erste Frage…kann ich dem Raspberry bzw Razberry eine statische IP im Netzwerk geben und wie mache ich das…??? Bin mit Linux nicht so vertraut…leider.

  • Ja danke freu mich schon derbst wenn ich das haus steuern kann.danke für den link Chris…
    ist ja ne nette idee wie er das eingebaut hat :-) finde aber im haus an der decke in der ecke ^^ siehts besser aus..

  • Hi, komme leider in Eurer Anleitung nicht über bis zum Ende – habe alles installiert, sehe auch das Menu, aber die letzte Meldung bring ein

    Didn’t find local_port file
    [FAIL] startpar: service(s) returned failure: zbw_connect … failed!

    Ich kann dann zwar den login screen aufrufen also: http://meine-ip:8083 und auch die admin version http://meine-ip:8084 .. aber das war es dann auch.

    Mir wird weder ein Box ID angezeigt noch sonst was.

    Kann mir da einer helfen?
    Besten Dank.

    • Ich würde dir als Smart home Software gerade openHAB ans herz legen. Wenn man sich mal das neue Paper UI Ansieht, scheint das bald eine sehr schicke und komplexe software zu werden. (ist es auch jetzt schon)

      Grüße

  • Hallo,
    Raspberry nun bespielt und „am laufen“
    bekomme aber irgendwie den Smoke sensor nicht eingebunden.
    Z-Wave ZME_UZB1 Me USB Stick für Windows/Linux und Fibaro Rauchsensor – Z-Wave, FIB_FGSS-101
    wie kann ich erkennen das der angeschlossene Stick funktioniert?

    Patrick

  • Hallo, mich würde interessieren ob der Zwave.me-USB-Stick ebenfalls mit dem Razberry funktioniert? Wenn nein, kann das Modul für das Razberry direkt auf das Pi gesteckt werden?

    Danke und viele Grüße

  • Hallo zusammen ich möchte gerade einsteigen in das z wave system nun
    überlege ich gerade zwischen dem hier gezeigten Raspberry oder dem homee das auch ganz ordentlich scheint

    • Homee ist weniger „open source“ aber dafür ein in sich funktionierendes System für eine Smart Home Zentrale. Razberry ist günstiger, flexibler und auch besser mit anderer software integrierbar, wenn du weisst was du tust. Wenn du einfach dein Zuhause steuern möchtest und den Einstieg ins Smart Home planst, ist vielleicht der Homee besser. Wenn du erst einmal experimentieren willst und die „Hocharbeiten“ willst, eher der Raz.
      Wobei ich anmerken muss, dass auch der Raz über die Zeit sehr viel Benutzerfreundlicher wurde.

      Grüße

  • Hey, vielleicht könnt ihr mir helfen. Habe das neue Razberry2 Modul und einen Raspberry Pi 3 und möchte gerne OpenHab drauf laufen lassen (derzeit betreibe ich z-wave.me, finde es aber im Funktionsumfang ziemlich eingeschränkt). Bei mir kommt die Fehlermeldung das der Port nicht existiert. Könnt ihr vielleicht mal ein Workaround veröffentlichen zu diesem Thema?

  • hey, ich suche verzweifelt eine anleitung wie ich push oder mail notificationen mit dem PI und z-wave zum laufen bringe – zb der bewegungsmelder erkennt bewegung, er soll die den stecker starten und mir eine nachricht schicken, dass sich was bewegt hat bzw dass er ausgelöst wurde – die suchmaschinen und foren lassen mich im stich ;-)

    • Also eine direkte Anleitung habe ich nicht, aber Pushbullet und andere haben eine API, wenn du dich da etwas rein ließt kannst du einfach per HTTP Aufruf Nachrichten verschicken. Ich hatte das schon einmal bei uns im Forum anhand der Firbaro HC2 beschreiben, allerdings wird die ja in LUA programmiert.

      Grüße

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