Akku Wischsauger Tesvor R5 vs. Bissell Crosswave

Geschrieben von crissxcross
Juicyfields

Wer Fliesen, Parkett oder Laminat in der Wohnung hat wird es hassen: Das Wischen! Ich habe mir 2 Akku-Wischsauger angesehen, mit denen die lästige Arbeit schon fast zum Hobby werden kann.

Wer den siio-Blog hin und wieder verfolgt, wird meine Meinung zu Wischrobotern kennen.
Sinnlos! Was soll dieses kleine Stück Stoff, das befeuchtet über den Boden geschliffen wird?
Hat die Mutti damals auch mit nur einem Lappen die ganze Wohnung gewischt, ohne diesen auch nur einmal auszuspülen?
Nein! Und deswegen ist die Wischfunktion von Saugrobotern lediglich ein nettes „Finish“.



Der Beste Wischroboter war meiner Meinung nach der iRobot Scooba 450. Ich hatte hier über ihn geschrieben.

Er besitzt einen Frischwasser und einen Schmutzwassertank. Doch leider fuhr er nur chaotisch im Raum.
Daher ging ich auf die Suche nach einem neuen Wischroboter, wurde aber nicht fündig. Denn auch der neue Roboter sollte das Schmutzwasser absaugen können.

Über eine Anzeige bin ich dann auf den Bissell Crosswave aufmerksam geworden. Zwar kein Wischroboter, sondern ein manuell „zu schiebender“ Akkusauger mit Frischwasser- und Schmutzwassertank.
So steht dieser seit Oktober 2020 in unserem Haushalt zu Diensten.

rechts in grün der Bissell Crosswave links der Tesvor R5 (schwarz)

Der Saugroboter Hersteller „Tesvor“ – von dem du vielleicht schon das eine oder andere Mal hier im siio-Blog gelesen hast, hat nun auch einen Akku-Wischsauger im Portfolio.
Grund genug, beide Modelle miteinander zu vergleichen.

Akku Wischsauger Tesvor R5 vs. Bissell Crosswave

Schauen wir zuerst einmal auf die Preisklasse.
Der Tesvor R5 Akku-Wischsauger hat eine UVP von 399 Euro, ist aber schon für 299 Euro zu haben.

Der Bissell Crosswave Cordless, also die Akku-Variante ist derzeit bei Amazon für 318 Euro zu haben. (Tipp: Ich habe ihn damals als B-Ware auf ebay für 169 Euro geschossen)
Preislich spielen also beide in der gleichen Liga.

Packen wir den neuen Tesvor R5 Akku-Wischsauger mal aus und vergleichen den Packungsinhalt, vor allem im Hinblick auf das Zubehör, mit dem Bissell Crosswave

#unboxing des Tesvor R5

In dem schlichten Karton liegt zum einen natürlich der Tesvor R5 Akku-Saugwischer.
Der muss aber noch zusammengesteckt werden.

unscheinbarer Karton des Tesvor R5

Alles kein Hexenwerk. Dazu Frischwasser (900 ml), Schutzwassertank (700 ml) und Reinigungsbürste einsetzen. Also all die Handgriffe, welche man später bei jedem Reinigungsvorgang wiederholen wird.

Lieferumfang des Tesvor R5

Aber auch der Griff muss eingesteckt werden. Das ist ein Unterschied gegenüber dem Bissell. Dieser kommt bereits mit Griff. Im Alltag bin ich bei dem Tesvor daher auch immer vorsichtig, wenn ich diesen zum Beispiel die Treppe herauf trage. Hier habe ich etwas Angst, dass der Griff rausrutscht. Wie gesagt, subjektive Angst, ist noch nicht passiert.

Griff des Tesvor wird einfach eingeclipst

Neben dem Akku-Wischsauger findest sich im Tesvor Karton auch noch eine Ladestation, inklusive Auffangschale und mit einer Zubehörbox. Hier kann im Alltag das Zubehör, wie zum Beispiel die zusätzliche Walze, die auch im Lieferumfang beiliegt, sowie ein Zusatzfilter, verstaut werden.

Der Lieferumfang nochmal im Überblick:

-Tesvor R5 Saugwischer
-Ladestation
-Netzteil
-Zubehörbox
-Bürste
-Ersatz-Filter
-Reinigungsbürste
-Ersatzwalzenbürste
-Demontagewerkzeug

Somit ist der Lieferumfang dem des Bissell Crosswave sehr ähnlich.
Auch bei diesem gibt es eine Ladestation für den Saugwischer inklusive Zubehörbox, in welcher auch das Zubehör wie die Bürsten aufbewahrt werden können.

Für den Bissell Crosswave gibt es neben der Hartbodenbürste auch eine Multiflächenbürste sowie eine Teppichbürste. Beides konnte ich für den Tesvor R5 Saugwischer (noch) nicht finden.

#Erster Eindruck

Der 5,2 kg leichte Tesvor R5 Akku-Saugwischer ist vom Grundprinzip wie seine „Artgenossen“ aufgebaut. Beim ersten Blick sieht er wie ein normaler Staubsauger aus, der seine Energie aus einem Akku gewinnt. Bemerkenswert beim Tesvor: Der Akku ist abnehmbar und kann bei Bedarf getauscht werden.

Akku des Tesvor ist abnehmbar und somit auswechselbar

Diese Möglichkeit bietet der Bissell Crosswave nicht. Hier ist der Akku fest verbaut. In Punkto Gewicht ist der Bissell Crosswave ähnlich leicht. Er bringt 4,9 kg auf die Waage.

Schmutzwasserbehälter des Tesvor R5

Bei der Auswahl der Materialien darf man gerne streiten, denn beim Tesvor R5 kommt viel Kunststoff zum Einsatz, der zwar gut verarbeitet wirkt, aber auf mich einen günstigen Eindruck macht. Subjektiv finde ich das Material bei dem Bissell Crosswave hochwertiger, obgleich auch hier nur Kunststoff zum Einsatz kommt.

Der Handgriff ist bei beiden Modellen, also weder beim Tesvor R5 noch bei dem Bissell Crosswave ist in der Länge verstellbar. Fällt beim täglichen Gebrauch aber kaum ins Gewicht.
Nur sehr große Menschen müssen sich etwas bücken, was aufs Kreutz gehen könnte.

Während der Tesvor R5 den exakten Akkustand per Display in Prozent anzeigt, verfügt der Bissell Crosswave nur über eine LED-Anzeige. Drei Akku Striche leuchten hier je nach Ladezustand auf oder beginnen bei sehr geringen Akkustand zu blinken.

Neben dem Akkustand zeigt der Tesvor R5 auf dem recht großen Display auch die Saugleistung farbig an.

Manuell lässt sich diese Leistung nicht variabel verstellen, das macht der Akku-Saugwischer von allein. Wohl durch Sensoren, welche größere Verschmutzungen erkennen sollen.
In meinem Test variierte die Saugleistung tatsächlich.

Braucht man mal die volle Power des Tesvor Akku-Saugwischers, so befindet sich dafür ein Knopf am Griff mit der Aufschrift „Max“.
In diesem Turbomodus bringt der Wischsauger seine Maximale Leistung von 255 Watt aufs Laminat. Der Akku hält damit aber auch nur 15 Minuten.

Geeignet ist dieser Modus für Spotcleaning, wenn zum Beispiel mal etwas verschüttet wurde.

Ansonsten reicht der normale Modus, in welchem der 3.800 mAh Akku des Tesvor gute 50 Minuten durchhält.
Danach muss er für 4 Stunden auf die Ladestation, um wieder 100% zu erreichen.

Im Vergleich: Der Bissell schafft mit seinem 36V Akku nur 25 Minuten Reinigungszeit. Hier hat Tesvor deutlich die Nase vorn.

Beide Geräte verfügen über einen Pistolengriff.
Beim Tesvor ist dieser zum Ein- und Ausschalten der Wasserzufuhr. Somit kann man auch mal vom Hartboden auf den Teppich wechseln und macht so aus dem Wischsauger, einen ganz normalen Staubsauger.

Beim Bissell Crosswave hingegen, kommt nur Wasser auf die Bürstenwalze, wenn man den Pistolengriff drückt. Somit kann man die Wassermenge aktiv variieren. Darüber hinaus verfügt der Bissell Crosswave auch noch über zwei Modis:

  • Für Hartböden
  • Für Teppiche

Darüber variiert zusätzlich die Saugleistung und die Wassermenge beim Drücken des Pistolengriffs.

#Im Alltag


Was im Gebrauch beider Akku-Sauger sofort positive für den Tesvor auffällt: Er is deutlich wendiger.
Er lässt sich deutlich besser um Möbel und andere Hindernisse manövrieren.

Sehr wendig und gut zu manövrieren

Zudem hat man das Gefühl, das er von allein fährt. Schaltet man den Tesvor R5 ein, zieht er durch die rotierende Bürstenwalze direkt nach vorn. Ein echter Wow-Effekt. Das kannte ich vom Bissell so nicht.

Tesvor R5 dosiert Wassermenge selbstständig

Beide Akkuwischsauger können frei im Raum stehen. Das ist von Vorteil, wenn man während der Reinigung nochmal etwas aus dem Weg räumen muss.

Beide halten dabei die rotierende Bürste an. Der Tesvor schaltet nach einigen Sekunden ab.
Sehr komfortabel ist: nimmt man den Tesvor Akku-Wischsauger wieder zur Hand, startet er automatisch.

Neben seinem Display informiert der Tesvor R5 auch über eine Sprachausgabe. So bekommt man Ansagen wie zum Beispiel

  • „Bitte reinigen Sie die Walzenbürste“
  • „Wasserausgabe ausgeschaltet“
  • „Entnehmen Sie den Wassertank um einen ungewöhnlichen Geruch zu vermeiden“

Nettes Gimmick, leider quatsch er auch mal nachts los. Gut dass man die Sprachausgabe per Schalter deaktivieren kann.

#Reinigungsleistung

Auf Hartböden macht der Tesvor R5 Akkuwischsauger einen sehr guten Job. Zwar kann man die Wassermenge, wie schon geschrieben nicht selbst regulieren. Aber das muss man auch nicht, denn da macht der Tesvor R5 einen guten Job!

Das Ergebnis überzeugt sowohl im täglichen Gebrauch, als auch bei dem einen oder anderen Malör. Hier habe ich zum Beispiel meinen Kaffee am Geburtstagstisch verschüttet und einen anderen Tag ist mir eine Blume umgekippt.

Verschütteter Kaffee – kein Problem

Beides konnte mit dem Tesvor und dem „Max“ Modus schnell beseitigt werden.
Der Bissell macht keinen schlechteren Job – wobei ich auf Hartböden den Tesvor deutlich vorn sehe.

Dafür kann man mit dem Bissell auch Teppiche saugen. Hierfür gibt es entweder Kombibürsten (Hartböden und Teppich) oder Bürsten nur für Teppiche.
Das ist ein großer Vorteil auf unserem Hochfloorteppich im Wohnzimmer.

Gerade wenn man einen Hund oder eine Katze hat, wird man dies zu schätzen wissen.
Übrigens kann in beide Akkuwischsauger auch Reinigungslösung für Wischroboter in den Frischwassertank gegeben werden, um das Reinigungsergebnis zu maximieren.

#Reinigung nach Gebrauch

Kommen wir zu einem leidigen Thema, das Reinigen der Reinigungsmaschine.
Das muss man unbedingt nach jeder „Fahrt“ machen, denn das Wasser riecht schon nach nur einem Tag sehr übel.

Bei beiden Modellen, sowohl beim Tesvor, als auch bei dem Bissel sind die Schmutzwassertanks identisch aufgebaut.
Oben sitzt der Filter. Er sollte nach der Fahrt entnommen und in die Sonne zum Trocknen gelegt werden. Macht man das nicht, kann sich hier Schimmel bilden.

Im Schmutzwasserbehälter sitzt ein Sieb mit einem langen Stil, so dass man es problemlos hochziehen – und den groben Schmutz in den Mülleimer entsorgen kann.

Das restliche Schmutzwasser kann dann in die Toilette entsorgt werden und der Behälter mit Frischwasser ausgespült werden.
In Summe dauert diese Reinigung kaum 5 Minuten. Ist nervig, muss aber erledigt werden.

#Fazit

Das ist echtes Wischen im 21.Jahrhundert. Mit Frischwasser und einem Auffang des Schmutzwassers. So ist der Wischvorgang auch effektiv und nicht wie bei den Wischrobotern, die einen feuchten Lappen hinter sich her ziehen.

Im Vergleich zwischen dem Newcomer „Tesvor R5 Akkuwischsauger“ und dem „Bissell Crosswave“ kann ich keinen Favoriten herausstellen. Sie sind beide sehr gut!

Für unsere Wohnung mit viel Fliesen und Laminat würde ich eher zum Tesvor greifen. Er ist wendiger, dosiert das Wasser selbstständig und das Reinigungsergebniss passt!

Auch in Puncto Reinigungsdauer hat der Tesvor die Nase vorn.
Hervorzuheben ist hier auch das Display, über welches man alle wichtigen Infos zu Saugleistung, aktivierter Wasserzufuhr und Akkustand erhält.

Von der Verarbeitung her gefällt mir der Bissell ein Stückchen besser, sowie auch die Funktion damit Teppiche absaugen zu können.

Und welcher Akkuwischsauger wird es bei dir werden?

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

crissxcross

Chris, Gründer und Blogger von siio.
Gelernter IT-Systemelektroniker, seit vielen Jahren beruflich als Produktmanager im Smart Home unterwegs. Technikverliebter Familienvater, Apple Fan. Nach einigen Jahren Stadtleben wieder froh auf dem Land zu sein.

1 Kommentar

  • Hallo Chris,
    wie sieht es denn bei diesen Saugern mit dem Aufnehmen etwas größerer Stücke zb. Kaffeebohnen oder Katzen-Trockenfutter aus ?
    Ich habe momentan den „gelben der Hochdruckreiniger- Firma“ und der kann das gar nicht .

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