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Review

Alfawise X5: günstiger Saugroboter mit Wischfunktion & Alexa im Test

by 20. Juni 2018
Postiv

+ günstiger Preis
+ saugt und wischt
+ mit Alexa steuerbar
+ programmierbar

Negativ

- mittelmäßige Saugleistung
- keine intelligente Navigation

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Installation
Funktionsumfang
Bedienung
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Preis-Leistung
Fazit

Er macht etwas Klarschiff und ist für das Grobe zuständig. Den gründlichen Hausputz darf man von diesem preisgünstigen Roboter aber nicht erwarten.

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Aktuell überschwemmen immer mehr preiswerte Staubsauger Roboter den Markt, die meisten davon aus Fernost. Einer davon ist der Alfawise X5. Der Gadget-Shop GearBest hat uns ein Exemplar für unseren Test zur Verfügung gestellt. Was wir für Erfahrungen mit und Eindrücke vom Alfawise X5 gesammelt haben, verrät euch unser Testbericht.

Ein erster Überblick

Bevor ich mich der Vorstellung einzelner Funktionen sowie deren detaillierter Bewertung widme, möchte ich euch erst einmal einen groben Überblick geben. Der Alfawise X5 wird bei GearBest zum aktuellen Preis von gut 130 Euro angeboten – inklusive Lieferung aus einem europäischen Versandlager. Damit ist das Gerät einer der sehr günstigen Staubsauger Roboter, die es aktuell in immer größerer Menge im Handel gibt.

Der runde Robo hat einen Durchmesser von 32 cm und eine Höhe von 8,8 cm. Das ist ein solider Wert, dank dem er auch gut unter Sofas und Co fahren kann – zumindest hat er es unter mein Sofa geschafft. Dazu aber später mehr. Die Saugleistung wird mit 1.000 pA angegeben, die Kletterhöhe mit maximal 30 Grad.

Der integrierte Li-Ion-Akku misst 2.600 mAh, was nach 3 Stunden Ladezeit für ca. 100 bis 120 Minuten Arbeitszeit ausreicht. Hierbei kann der X5 allerdings nicht nur saugen, sondern auch wischen. Dazu komme ich aber weiter unten noch einmal genauer. Gesteuert wird er mit seinen 4 Modi entweder über die Knöpfe direkt am Gerät, die beiliegende Fernbedienung, per App oder über Alexa. Aber auch darauf will ich weiter unten noch genauer eingehen.

Ein Blick auf den Lieferumfang

Beginnen wir ganz am Anfang meines Tests, dem Auspacken des Kartons. Der Lieferumfang, den ihr unten auf dem Foto sehen könnt, ist durchaus umfangreich. Neben dem Robo selbst inklusive 600 ml großem Staubbehälter stecken im Karton auch noch die obligatorische Ladestation samt Stromkabel mit EU-Stecker (wichtig!), zwei Ersatzbürsten, der abnehmbare Wassertank (ebenfalls 600 ml groß) sowie zwei passgenaue Tücher für die Wischfunktion mit Klettverschluss, eine Fernbedienung samt zwei AAA Batterien, ein Magnetstreifen (ca. 2m lang) für die Begrenzung sowie eine Reinigungsbürste und ein Handbuch. Letztgenanntes in englischer Sprache sowie einem grausigen Deutsch – Google Translator lässt grüßen…

Links: Lieferumfang. Rechts: der X5 von Alfawise wartet an der Ladestation auf seinen Einsatz.

Beim Lieferumfang gibt es (abgesehen von der Übersetzung) also schon mal nicht so viel zu meckern. Alles dabei für den ersten Einsatz und zudem auch noch Ersatz für die sich mit der Zeit abnutzenden Teile wie den Mob und die Seitenbürsten.

Chaotische Navigation

Kommen wir zur wichtigsten Frage in einem Staubsauger Roboter Test: wie reinigt der X5 von Alfawise. Zunächst sei erst einmal festgehalten, dass wir hier einen eher „dummen“ Kandidaten vor der Brust haben. Eine intelligente Navigationsfunktion fehlt ihm. Er gehört also zu den Kandidaten, die einen Raum eher chaotisch und nach dem Zufallsprinzip abfahren. Bemerkt er mit seinen Sensoren ein Hindernis, dreht er ein und fährt in eine andere Richtung weiter.

Die Kollisionserkennung klappt hierbei solide, aber nicht wirklich gut. Während z. B. die intelligent agierenden Saugroboter wie der von uns ebenfalls in Kürze vorgestellte Neato D7 Connected, bei dem es oft gar nicht erst zu einer Kollision kommt, kollidiert der X5 doch oft sehr unsanft mit Möbeln und Co. Zu Beschädigungen kam es hierbei in meinem Praxistest nicht, gekracht hat es aber dennoch das eine oder andere Mal.

Hat er ein Hindernis erkannt, dreht er sich relativ geschickt und eng darum herum – das ist gut. Eine leere Cola-Flasche als Testhindernis hat er aber zum Beispiel gar nicht erkannt und einfach vor sich durch den Raum geschoben. Selbst die eigene Basis hat er öfter über den Haufen gefahren.

Der Treppensturz-Sensor hat hingegen zuverlässig funktioniert und einen Treppensturz verhindert. Über eine Türleiste mit zugegebenermaßen beachtlichen 1,8 cm Höhe ist er hingegen nicht hinübergekommen und hat sich stattdessen mehrmals festgefahren. Die Türschwelle ist aber auch 3 mm höher als die vom Hersteller mit 1,5 mm angegebene Maximalhöhe von Barrieren. Hier müsste dann bei einer dauerhaften Nutzung das Magnetband als Grenzmarkierung zum Einsatz kommen.

So reinigt der X5

Nachdem die Navigation und Kollisionserkennung nicht wirklich im Test überzeugen konnte, widme ich mich nun der Saugkraft. Die Herstellerangabe mit 1.000 pA ist ja relativ wenig aussagekräftig bzw. kann damit nicht jeder etwas anfangen. Ist der X5 über losen Schmutz auf meinem Laminatboden gefahren, hat er diesen auch recht zuverlässig aufgesaugt.

Die Bürsten des X5 in der Detailaufnahme.

Auf Teppich sah es dann doch zum Teil schon anders aus. An einem Hochflorteppich mit langen Zotteln, zugegebenermaßen auch ein hartes Testterrain, ist er komplett gescheitert und hat sich zum Teil sogar festgefahren. Vor allem an den Teppichkanten hat er auch den einen oder anderen Schmutzhaufen zurückgelassen – oder ihn selbst dorthin transportiert. Den Dreck hat er zuvor selbst unter unserer Couch, unter die er dank seiner flachen Bauhöhe wunderbar passt und unter der sich zugegebenermaßen doch einiges an Staub angesammelt hatte, am Gehäuse hängenbleibend hervorgekramt. Doch statt ihn dann auch aufzusaugen, hat er leider einiges davon liegengelassen. Somit war der erste Reinigungsvorgang fast schon kontraproduktiv.

Bei den weiteren Durchgängen klappte es dann besser. Insgesamt kann die Reinigungsleistung aber nicht wirklich mit derer gehobener Modelle mithalten. Hier hat z. B. der in Kürze von uns vorgestellte D7 von Neato deutlich mehr zu bieten. Der X5 kann kein Multiroom – es sei denn, dass er zufällig bei einer seiner Fahrten die Tür trifft. Ein gezieltes Vorgehen ist aber nicht möglich. Auch die Suche nach der Basis kann schon mal etwas länger dauern. Im Praxistest hat er sie dann letztendlich doch immer noch irgendwie gefunden.

Ganz amüsant die ersten Male, dann aber schnell nervig: Ab und zu erklingt eine blecherne Stimme und teilt euch etwas auf Englisch mit, z. B. „Charging starts“. Die Steuerung über Amazons Sprachassistent Alexa ist sehr rudimentär möglich, konnte mich aber nicht vollends überzeugen. Über die TuyaSmart App klappt die Bedienung besser. Über sie müsst ihr das Gerät auch zunächst einrichten, was ich euch in ein paar Screenshots festgehalten habe…

Impressionen der App: Registrierung, Einrichtung, Bedienung und Zeitsteuerung.

Und wie wischt er?

Wie ihr sicherlich bereits bei einem Blick auf den Lieferumfang gesehen oder oben gelesen habt, kann der Alfawise X5 nicht nur (mehr oder weniger gut) saugen, sondern auch wischen. Setzt ihr den Wassertanks (fasst 300 ml Wasser und 300 ml Staub) ins Gerät ein und spannt das Putztuch per Klett drunter, wird „nebelfeucht“ gewischt.

Der Alfawise X5 beim Wischen.

Allerdings ergibt sich hier ein ähnliches Bild, wie es bereits beim Saugen der Fall ist: Losen Dreck bekommt er einigermaßen gut vom Boden aufgewischt. Sobald dieser aber etwas fester sitzt, ist der Alfawise X5 überfordert. Aber das ist nun auch nicht soooo sonderlich verwunderlich, da dies auch wie bei anderen Wischrobotern häufig ein Problem ist.

Fummelige Reinigung

Nachdem der X5 euren Boden mehr oder weniger gründlich gereinigt hat, möchte er selbst auch dann und wann einer Reinigung unterzogen werden. Hierfür gilt es den Staubbehälter zu leeren, was durchaus etwas fummelig ist. Auch die Bürsten solltet ihr gelegentlich prüfen und von festhängendem Schmutz zu befreien. Als Werkzeug kann hierbei die Reinigungsbürste zum Einsatz kommen, die aber leider keine Messerfunktion hat. Das wäre hilfreich, um festhängende Haare zu beseitigen.

Mein Fazit zum Alfawise X5 Test

Mein Fazit zum Alfawise X5 fällt am Ende recht gemischt aus. Unter idealtypischen Bedingungen – ein relativ leerer Raum mit wenigen Hindernissen und einem glatten Boden – kann dieser Saugroboter schon für eine solide Sauberkeit auf dem Boden sorgen. Sobald das Umfeld allerdings herausfordernder wird, kommt er dann doch recht schnell an diverse Grenzen.

Dem ebenfalls von mir getesteten Neato D7 Connected (Testbericht folgt in Kürze) kann er in keinerlei Beziehung das Wasser reichen – obwohl der Alfawise wischen kann, der Neato nicht. Allerdings muss man hierbei dann auch immer beachten, dass der Alfawise X5 eben unter 150 Euro und nicht knapp 900 Euro kostet. Beziehe ich den Preis mit ins Kalkül mit ein, komme ich am Ende zu folgendem Fazit:
Den gründlichen Hausputz ersetzt der X5 nicht – das dürft ihr aber auch nicht wirklich von einem Staubsauger Roboter dieser Preisklasse erwarten. Stattdessen ist er für die regelmäßige grobe Reinigung gedacht, um für etwas Klarschiff und weniger Staub auf dem Boden zu sorgen. Unser Testurteil: Nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht…

Wollt ihr den Alfawise X5 zu euch nach Hause holen, könnt ihr den ihn für gut 130 Euro Kaufpreis bei GearBest bestellen…

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Marcus
Der Neue im Team. Als begeisterter "Smart-Homer" habe ich große Freude daran, immer neue Technologien kennenzulernen und in mein tägliches Leben zu integrieren - aber nur da, wo es Sinn macht...

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