Web 3.0 – Das Internet der Dinge im Smart Home

Internet der Dinge
Geschrieben von danielboe
ssmaart-Haus

Anfang der 90 Jahre wurde das World Wide Web freigeschaltet. Ab 2004 sprach man dann vom Web 2.0. Jeder kann Inhalte bereitstellen. Es entsteht Facebook, in Foren Helfen Nutzer anderen Nutzern, das Web wird immer allgegenwärtiger. Heute speichern wir Photos in der Cloud, nehmen unseren Arbeitsplatz online überall mit und Hashtags verknüpfen Inhalte. Das WWW unterliegt einem ständigen Wandel, so auch die Thematik Smart Home.

Das Internet der Dinge im Alltag

Es prägt sich bereits der nächste Sammelbegriff für Innovationen im Internet: Web 3.0 oder “Internet der Dinge“. Die immer weiter voranschreitende Vernetzung von Inhalten und auch Geräten. Als Web 3.0 wird die Idee bezeichnet, das Computersysteme Informationen anhand ihrer Inhalte erkennen und diese entsprechend verknüpfen. Das setzt natürlich die entsprechenden Datensätze voraus. Ein Beispiel sind die bereits angesprochenen Hashtags.

loxone-schaltschrankWir wollen uns hier mit den Auswirkungen und Trends für das Smart Home beschäftigen. Der Zusammenhang ist aber schon deutlich erkennbar. Es geht auch bei uns darum, Computersysteme mit künstlicher Intelligenz zu nutzen und diese dazu zu bringen, unseren Alltag zu erleichtern. Gewohnheiten sollen bestenfalls erkannt werden und daraus werden Schlussfolgerungen getroffen. Mein Haus soll genau wissen, dass ich Donnerstags immer etwas später von der Arbeit komme, die Heizung muss dann also noch nicht so früh aktiviert werden. Wenn ich im Bad bin, soll das Licht angehen. Aber nur, wenn es auch nötig ist. Wenn das Wetter sehr warm ist, soll der Rasen häufiger bewässert werden. All das klingt sehr logisch und einfach, wenn man es so ließt. Jede dieser Situationen muss einem Computersystem aber individuell beigebracht werden. Bei 200 Variablen und vielleicht 100 Aktoren ist das eine riesige Menge an Möglichkeiten.

Wir lachen über den Toaster mit W-LAN Verbindung, aber anders kann der Computer nicht erkennen, wann wir ein Toast zubereiten. Vielleicht machen wir es immer vor dem Losgehen und es ist sinnvoll die Heizung schon aus zu machen. Auch kann uns eine SMS darüber informieren, dass die Wäsche fertig ist. Das geht aber nur, wenn die Maschine auch eingebunden ist. Hier will man vor allem Effizient und unauffällig arbeiten. Keiner will 100m Kabel neu verlegen, keiner will stunden damit verbringen, neue Geräte hinzuzufügen und diese aufeinander abzustimmen.

Vor- und Nachteile der Entwicklung

Bild @ indigogo soap

Soap Router, Tablet und Smart Home Hub in einem

Die Vorteile liegen auf der Hand. Das Leben wird durch derartige Technologie einfacher. Man spart Zeit und kann diese für andere Sachen nutzen. Es kommt auch ein gewisser Wohlfühlfaktor hinzu und auch ästhetisch wird der Lebensraum in der Regel aufgewertet. Die Systeme bieten Technikern die Möglichkeit einer schnellen Fehlerdiagnose. Beim Auto ist es schon lange so, dass erst einmal der Laptop an eine Service-Schnittstelle angeschlossen wird, bevor jemand die Motorhaube öffnet. Es kann auch hier wieder Geld und Zeit gespart werden.

Auch die Nachteile sind offensichtlich und sollen nicht ungenannt bleiben. Sicherheit spielt hier eine entscheidende Rolle. Es gibt kein absolut sicheres System und genau das ist hier eine Gefahr. Die gesammelten Informationen geben tiefe Einblicke in das Privatleben. Wenn Kamerasysteme gehackt werden oder auch schaden durch einen dauerhaft aktivierten Herd angerichtet werden kann, wird vielen schnell die Lust am Smart Home vergehen. Aktuell wird für die Einrichtung solcher Systeme eine menge Fachwissen benötigt. Das wird sich in Zukunft nicht ändern. Die Einrichtung ist teuer und aufwändig. Die Erweiterbarkeit ist nur bedingt möglich. Die Hardware ist meist noch nicht für den Dauereinsatz konzipiert. Als letztes kann man bei aktueller Lage auch noch nicht wirklich von Mehrwert sprechen. Die Stromkosten werden meist eher erhöht, denn die einzelnen Sensoren, Schalter und Komponenten verbrauchen alle dauerhaft Energie. Das Licht über das Smartphone stat über einen Lichtschalter zu aktivieren mag in der Werbung schön aussehen, im Alltag ist es das eher nicht.

Wann wird es zu viel?

Es gibt sicher eine Grenze, an der es einfach nutzlos ist, Gegenstände zu vernetzen. Vielleicht möchte man seine Zimmerpflanzen doch gerne noch selbst bewässern und nicht in jeden Topf einen Computer packen. Wie bereits beschrieben, verbrauchen Steuergeräte auch selbst Strom. Wenn eine Lampe also nur 2x im Monat für 10 Minuten gebraucht wird, muss sie nicht immer bereit stehen. Bei Kameras und Türschlössern besteht ein ständiges Sicherheitsrisiko. Auch hier muss jeder selbst Vor- und Nachteile abwägen.

Was kommt noch? Worauf müssen wir uns einstellen?

Big Player im Smart Home in den USA

Big Player im Smart Home in den USA

Wie es weitergeht ist klar. Die Systeme werden immer komplexer und Benutzerfreundlicher. Wir sehen, dass diverse große Hersteller in den Markt einsteigen wollen. Jeder will ein Stück vom Kuchen, wie man so schön sagt. Preise werden sinken und die Installation wird einfacher. Es wird bessere Möglichkeiten der Energieversorgung geben und damit werden wieder Kosten reduziert und die Haltbarkeit erhöht. Wie auch beim neuen iPhone wird es sicher bald die ersten Schlagzeilen über Sicherheit und Gefahr geben. Wer am Ende nicht bereit ist, ein Stück weit zu vertrauen, wird niemals die ganzen Möglichkeiten erleben. Schon jetzt werden Fertige Miethäuser mit Pilotprojekten verkauft und es bildet sich eine wachsende Community rund um das Smart Home. Die Zeit bleibt also nicht stehen. Die Zukunft wird definitiv noch spannend!

Diesen Blogpost hat geschrieben ...

danielboe

Hi, ich bin Daniel, Geschäftsführer bei der "Smarthome Agentur UG" und mein Leben dreht sich rund um Technik seit ich denken kann. Mein Interesse gilt neuen Trends, welche den Alltag erleichtern. Dinge zu verstehen und sie noch besser zu machen ist mein Motto.
Wenn ich gerade nicht der Informatik Nerd bin, höre ich Musik, fahre Fahrrad oder treffe mich mit Freunden.

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